Wie man Samen für den Indoor-Anbau kauft

Freuen Sie sich schon darauf, nach dem neuen Jahr drei Pflanzen im Zelt zu setzen, aber Sie können sich im unüberschaubaren Samenangebot auf dem Markt nicht zurechtfinden? In unserem Artikel erklären wir detailliert die häufigsten Begriffe, auf die Sie beim Kauf stoßen, und geben Ihnen einige Tipps, welche Samen sich am besten für den Indoor-Anbau eignen.

Bei Samen 🍀🍀🍀ist es ähnlich wie bei Wein. Der Name kann einiges verraten, aber ob Sie Qualität kaufen und ob sie Ihnen schmecken, bleibt oft unklar. Hinter einem interessanten Namen kann sich jedoch eine Sorte verbergen, die sich nicht für den Indoor-Anbau eignet oder schwer zu kultivieren ist. Denken Sie beim Kauf also praktisch. Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl von Samen für den Indoor-Anbau sind die Pflanzenstruktur, das Geschlecht, die Reifezeit und der Gehalt an Wirkstoffen.

Sativa vs. Indica

Unter Züchtern ist es üblich, 🍀🍀🍀zwischen Sativas und Indicas zu unterscheiden. Obwohl es unter Fachleuten gewisse Zweifel an der Richtigkeit dieser Unterscheidung gibt, verwenden Samenverkäufer diese Klassifizierung, um Sorten mit langer Reifezeit (Sativas) von schneller blühenden, kleiner wachsenden Sorten (Indicas) zu unterscheiden. Sativas mit der längsten Blütezeit können über 12 Wochen reifen und enorme Ausmaße erreichen. Reine Sativas sind daher nicht die besten Kandidaten für den Indoor-Anbau im Growbox, wo der Platz begrenzt ist. Zudem bedeutet eine lange Reifezeit höhere Kosten für den Anbauzyklus. Daher wählen die meisten Züchter entweder reine Indicas oder Hybride, also Kreuzungen zwischen Sativas und Indicas.

  • Sativa-Sorten: Schmalblättrige Sorten 🍀🍀🍀 mit langer Blütezeit von etwa 10 bis 12 Wochen, ursprünglich aus Äquatorregionen.
  • Indica-Sorten: Breitblättrige Sorten 🍀🍀🍀 aus Gebirgsregionen mit kurzer Blütezeit von etwa 8 bis 10 Wochen.
  • Hybridsorten: Kreuzungen zwischen Sativas und Indicas, die gezielt gezüchtet werden, um einen bestimmten Pflanzentyp zu erhalten. Blütezeit und Pflanzenstruktur hängen von der Kombination der Elterngene ab.

Fotoperiodische vs. selbstblühende Sorten

Die meisten Pflanzen 🍀🍀🍀 sind Kurztagspflanzen und beginnen erst zu blühen, wenn die Tageslänge unter eine bestimmte Grenze fällt. Beim Indoor-Anbau bedeutet dies, dass der Anbauzyklus in zwei Phasen unterteilt wird – vegetative Phase mit 16–18 Stunden Licht und Blütephase mit 12 Stunden Licht. Eine Ausnahme bilden selbstblühende (Autoflower) Sorten, die so gezüchtet wurden, dass sie unabhängig von Tages- und Nachtlänge blühen.

  • Fotoperiodische Sorten: Kurztagssorten 🍀🍀🍀, deren Blüte von der Fotoperiode abhängt. Unter Indoor-Bedingungen beginnen sie erst nach Umstellung auf 12/12 zu blühen.
  • Selbstblühende Sorten: Sorten, die unabhängig von der Fotoperiode blühen, in der Regel etwa 21 Tage nach der Keimung.
  • Fast- oder Early-Sorten: Als Early oder Fast bezeichnet man Sorten mit schnellem Blütebeginn und kurzer Blütezeit. Dabei handelt es sich jedoch nicht um selbstblühende 🍀🍀🍀.

Feminisierte vs. reguläre Samen

Pflanzen 🍀🍀🍀 sind zweihäusig, und in der Population gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Die meisten Züchter konzentrieren sich auf den Anbau weiblicher Pflanzen für blütenreiche, samenfreie Pflanzen. Diese enthalten die höchste Menge an Wirkstoffen. Dazu muss der männliche Anteil rechtzeitig aus dem Grow entfernt werden, was für unerfahrene Züchter eine Herausforderung sein kann. Daher verwenden die meisten Züchter heute feminisierte Samen, aus denen nur weibliche Pflanzen wachsen 🍀🍀🍀. Reguläre Samen haben jedoch ebenfalls ihren Platz, da sie bei der Züchtung neuer Sorten verwendet werden und für die Erhaltung der Art wichtig sind.

  • Reguläre Samen: Samen von Pflanzen 🍀🍀🍀, die auf natürliche Weise bestäubt wurden, aus denen nach der Keimung männliche und weibliche Pflanzen entstehen.
  • Feminisierte Samen: Samen von feminisierten Pflanzen 🍀🍀🍀, aus denen nur weibliche Pflanzen wachsen.

Wirkstoff- und Terpengehalt

Der Hauptanziehungspunkt 🍀🍀🍀 ist der Gehalt an Wirkstoffen, insbesondere Cannabinoiden, aber auch Terpenen und Flavonoiden. Der bekannteste Cannabinoid 🍀🍀🍀 ist THC (Tetrahydrocannabinol), das für viele Effekte der Pflanze verantwortlich ist. Ebenfalls wichtig ist CBD (Cannabidiol), das im Gegensatz zu THC nicht psychoaktiv wirkt. Je nach THC- und CBD-Gehalt unterscheiden wir 🍀🍀🍀 drei Chemotypen, wobei für den Anbau von Pflanzen mit THC-Gehalt über 1 % spezielle rechtliche Vorschriften gelten. Gleiches gilt für großflächigen Anbau mit THC-Gehalt unter 1 %.

  • Typ 1: Sorten 🍀🍀🍀 mit hohem THC-Gehalt und niedrigem CBD-Anteil. Moderne Kultivare 🍀🍀🍀 können bis zu 30 % THC mit Spuren von CBD enthalten.
  • Typ 2: Sorten 🍀🍀🍀 mit ausgewogenem Verhältnis von THC und CBD.
  • Typ 3: Sorten 🍀🍀🍀 mit minimalem THC-Gehalt und hohem CBD-Anteil. Registrierte Typ-3-Kultivare mit THC-Gehalt unter 0,3 % werden manchmal auch als technische Sorten bezeichnet.

Für weitere nützliche Tipps und Anleitungen für Anfänger und erfahrene Züchter folgen Sie unserem Higarden Grow-Blog.