Enzyme, Aminosäuren, Vitamine usw. – wozu dienen sie?

Diese Ergänzungsmittel umfassen eine unüberschaubare Vielzahl verschiedener Dünger, die nur ein Minimum an grundlegenden NPK-Düngern enthalten – wenn überhaupt – und daher oft den Eindruck erwecken, eigentlich nichts zu enthalten und überflüssig zu sein. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Diese verschiedenen Enzyme sowie Aminosäure-, Mineralstoff- und Vitaminzusätze wirken auf die Pflanze genauso wie auf den Menschen und sind daher für die Gesundheit der Pflanze unverzichtbar. Genauso wie ein Mensch eine gewisse Zeit ohne Gemüse und Obst als Quellen für Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe auskommt, nach einiger Zeit bei Magnesiummangel Muskelkrämpfe bekommt, sich aufgrund von Vitaminmangel schwach fühlt und bei Ballaststoffmangel unter Darmproblemen leidet, reagieren auch Pflanzen entsprechend. Wenn Sie ihnen also diese Vitamin- und Mineralstoffzusätze zuführen, werden es Ihnen die Pflanzen danken: Sie bleiben gesund, wachsen schneller, verwerten die zugeführten Nährstoffe besser und bereiten Ihnen insgesamt viel Freude. 
Besonders wichtig sind Enzym- und Mineralstoffzusätze beim Anbau in Kokos und in hydroponischen Systemen, da die Pflanze dort keine Möglichkeit hat, zumindest einen Teil der benötigten Stoffe aus dem Boden aufzunehmen, sondern ausschließlich auf das angewiesen ist, was Sie ihr in der Nährlösung zur Verfügung stellen. Damit beantworte ich auch die Frage, warum meine Pflanze in Erde wächst, obwohl ich keine Enzyme verwende. Der Grund ist einfach, dass die Erde eine begrenzte Menge dieser Enzyme und Mineralstoffe enthält und die Pflanze es dadurch irgendwie schafft. Sie muss jedoch mit dieser begrenzten Menge auskommen, wodurch sie naturgemäß anfälliger für Krankheiten ist und ihre maximale Wachstumsgeschwindigkeit sowie die Verarbeitung der Nährstoffe eingeschränkt werden. Durch die Zugabe dieser Bestandteile helfen Sie der Pflanze also erheblich dabei, ihr Potenzial auszuschöpfen.