Pflanzenbeleuchtung – womit und wie sollte man Pflanzen zusätzlich beleuchten?
In den letzten Jahren wird der Indoor-Anbau von Pflanzen, also in Innenräumen – in einem Zimmer, einer Growbox oder beispielsweise einem Minigewächshaus – immer beliebter. Neben einem geeigneten Pflanzgefäß, Substrat und Nährstoffen ist gerade das Licht ein weiterer wichtiger Faktor für das Wachstum und die allgemeine Vitalität der Pflanze. Wenn Sie sich für den Anbau interessieren, Ihre Wohnung oder Ihr Haus jedoch nicht gerade über viele Fenster oder ausreichend Fensterbänke verfügt, kann die zusätzliche Beleuchtung der Pflanzen der richtige Schritt sein.
Auf dem Markt gibt es eine unüberschaubare Vielzahl an Arten der Pflanzenbeleuchtung, die beim Anbau eingesetzt werden können. LED-Beleuchtung bietet jedoch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der wichtigste Unterschied zu klassischen Entladungslampen, die beim Indoor-Anbau ebenfalls eingesetzt werden können, besteht darin, dass LED-Leuchten weniger Energie verbrauchen. Zu den weiteren Vorteilen gehört die lange Lebensdauer, die von den Herstellern je nach Produkt mit 30.000–100.000 Stunden angegeben wird und damit ein Vielfaches höher ist als bei herkömmlichen Entladungslampen. Hinzu kommt die geringe Menge der abgegebenen Wärme, sodass ihre Ableitung durch zusätzliche Ventilatoren oder eine Lüftung nicht erforderlich ist, sowie der hohe Wirkungsgrad bei der Umwandlung der aufgenommenen Energie in sichtbares Licht.
| Lichtquelle | Lichtausbeute |
| klassische Glühlampe | 12 lm/W |
| Natrium-Entladungslampe | 104 lm/W |
| Halogenid-Entladungslampe |
115 lm/W |
| LED-Glühlampe | 100–130 lm/W |
Wenn Sie das Tageslicht für Ihre Pflanzen vollständig ersetzen möchten, müssen Sie ihnen eine Lichtquelle mit einem für die Wachstums- oder Blütephase geeigneten Spektrum zur Verfügung stellen. Ideal sind daher LED-Leuchten mit vollem Spektrum, die die gesamte Farbpalette abdecken. Dadurch können die Pflanzen die Fotosynthese und damit alle für ihr Leben erforderlichen physiologischen Prozesse durchführen
Wie beleuchtet man Pflanzen zusätzlich?
Die Dauer der zusätzlichen Beleuchtung hängt davon ab, ob es sich um eine schattenliebende oder eine lichtliebende Pflanze handelt. Während bei ersteren 2–4 Stunden in den Abendstunden ausreichen, um den Tag zu verlängern, benötigen lichtliebende Pflanzen, die weit vom Fenster entfernt stehen, den ganzen Tag über eine intensivere zusätzliche Beleuchtung. Zur einfacheren Steuerung dieser Zyklen wird eine Zeitschaltuhr verwendet, mit der Sie das Einschalten der Beleuchtung nach Ihren Vorstellungen steuern können.
Künstliches Licht platzieren wir so nah wie möglich an den Pflanzen, da seine Wirksamkeit mit zunehmender Entfernung stark abnimmt. Der ideale Abstand beträgt 20–40 Zentimeter von der Pflanze, maximal jedoch bis zu einem Meter. Für die zusätzliche Beleuchtung kleinerer Zimmerpflanzen können Sie LED-Glühlampen mit dem gängigen E27-Gewinde verwenden, die in jede Haushaltsleuchte eingesetzt werden können. Künstliches Licht eignet sich außerdem hervorragend für die Anzucht von Setzlingen, das häusliche Antreiben von Kräutern oder den Anbau von Keimlingen.
Weitere Ratschläge und alles, was Sie für die Pflege Ihrer Zier- und Nutzpflanzen benötigen, finden Sie auf higarden.de.