Beleuchtung, Seite 2

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Wie hoch sollten Grow-Lampen aufgehängt werden?

Wenn Sie gerade mit dem Anbau beginnen, kann es für Sie eine Herausforderung sein, die richtige Aufhängehöhe für die Pflanzenbeleuchtung einzuschätzen. Wie hoch Sie die Leuchten aufhängen sollten, hängt nicht nur von ihrer Leistung, sondern auch vom Alter der Pflanzen und weiteren Faktoren ab. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie die Aufhängehöhe verschiedener Leuchtentypen je nach Wachstumsphase der Pflanzen bestimmen.

Beim Indoor-Anbau ist Licht einer der wichtigsten Faktoren, die die Entwicklung der Pflanzen beeinflussen. Während die Beleuchtungsdauer bestimmt, ob die Pflanzen blühen oder ihre Energie in das vegetative Wachstum investieren, ist die Beleuchtungsintensität entscheidend für die Energiemenge, die sie durch Photosynthese gewinnen. Wenn die Pflanzen genau die richtige Lichtmenge erhalten, wachsen sie schnell und entwickeln sich entsprechend ihren genetischen Voraussetzungen. Zu intensives Licht verbrennt die Blätter der Pflanzen, während sie bei Lichtmangel lange Stängel entwickeln und langsam wachsen.

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Die beste Methode zur Messung der Intensität von Pflanzenbeleuchtung ist die Messung der photosynthetisch aktiven Photonenflussdichte (PPFD), die angibt, wie viele aktive Photonen pro Sekunde auf eine bestimmte Fläche treffen  (µmol/m²/s). Je älter die Pflanzen sind, desto mehr Licht können sie bei der Photosynthese effizient nutzen.

  • PPFD für Sämlinge: 200 bis 400 µmol/m²/s
  • PPFD für Pflanzen in der vegetativen Wachstumsphase: 400 bis 600 µmol/m²/s
  • PPFD für die Blütephase: 600 bis 1000 µmol/m²/s
  • Bei CO₂-Zufuhr: bis zu 1 000 µmol/s/m² während der Wachstumsphase und bis zu 1 500 µmol/m²/s während der Blütephase.

LED-Pflanzenbeleuchtungen sind so ausgelegt, dass sie in einem bestimmten Abstand zu den Pflanzen die größte Fläche mit einem idealen PPFD für Wachstum und Blüte abdecken. Diesen Wert finden Sie normalerweise im Handbuch. Es wird nicht empfohlen, eine größere Fläche zu beleuchten, als es der Leistung der Leuchte entspricht. Die Pflanzen bleiben sonst kümmerlich und wachsen langsam. Wenn Sie eine dimmbare Leuchte kaufen, können Sie die Intensität einfach durch Drehen des Reglers verändern. Wenn Ihre Leuchte nicht über eine Dimmfunktion verfügt, hängen Sie sie in den ersten Tagen und Wochen des Pflanzenlebens hoch über den Pflanzen auf und nähern Sie sie ihnen allmählich an.

Ungefähre Aufhängehöhe von LED-Modulen für verschiedene Wachstumsphasen entsprechend der Leistung (W)

Leistung der Leuchte

Sämlinge

Vegetatives Wachstum

Blüte

200 W

50 cm und höher

30 bis 50 cm

20 bis 40 cm

400 W

70 cm und höher

50 bis 70 cm

35 bis 55 cm

600 W

100 cm und höher

75 bis 100 cm

45 bis 75 cm

800 W

110 cm und höher

80 bis 110 cm

50 bis 85 cm

1000 W

120 cm und höher

90 bis 120 cm

55 bis 90 cm

 

HPS- und HID-Entladungslampen

Wenn Sie die Pflanzen mit Hochdruck-Natriumdampflampen beleuchten, orientieren Sie sich an den folgenden Werten:

  • 250 W HPS beleuchten eine Anbaufläche von 0,3 m² effektiv, und den optimalen PPFD für Wachstum und Blüte erreichen Sie bei einem Abstand von 30 cm zu den Pflanzenspitzen
  • 400 W HPS beleuchten eine Anbaufläche von 0,5 - 1 m² effektiv, und den optimalen PPFD für Wachstum und Blüte erreichen Sie bei einem Abstand von 30-40 cm zu den Pflanzenspitzen
  • 600 W HPS beleuchten eine Anbaufläche von 1 – 1,4 m² effektiv, und den optimalen PPFD für Wachstum und Blüte erreichen Sie bei einem Abstand von 40-50 cm zu den Pflanzenspitzen
  • 1000 W HPS beleuchten eine Anbaufläche von 1 – 1,5 m² effektiv, und den optimalen PPFD für Wachstum und Blüte erreichen Sie bei einem Abstand von 70 cm zu den Pflanzenspitzen

Auch wenn es kompliziert klingen mag, werden Sie nach einigen Anbauzyklen leicht erkennen, ob die Pflanzen genau die richtige Lichtmenge erhalten, zu wenig oder zu viel. Erste Anzeichen für Lichtverbrennungen sind verbrannte Blattspitzen oder gelbe, verblasste Punkte auf den Blättern, meist in der Nähe der Pflanzenspitzen, die der Leuchte am nächsten sind. Wenn Sie solche Schäden an den Pflanzen feststellen, reduzieren Sie die Beleuchtungsintensität. Wenn Sie bemerken, dass die Pflanzen kümmerlich sind, sich zum Licht strecken oder Blätter ohne Chlorophyll entwickeln, erhöhen Sie die Beleuchtung. Wenn Sie die Beleuchtungsintensität wirklich genau messen möchten, statten Sie sich mit einem PAR-Meter aus.

Weitere nützliche Tipps und Anleitungen für Indoor- und Outdoor-Grower finden Sie im Blog von higarden.

Welches Licht eignet sich am besten für den Anbau von Chilis?

Sie sind unsicher bei der Auswahl der Grow-Beleuchtung für Ihren heimischen Chiligarten? Wir geben Ihnen praktische Tipps zu Grow-Leuchten für den Anbau von Chilis während des Wachstums, der Blüte und der Keimung.

Die Grundlage des Indoor-Anbaus besteht darin, den Pflanzen eine Umgebung zu bieten, die die idealen Bedingungen für ein möglichst schnelles Wachstum optimal simuliert. Dazu gehört eine Grow-Beleuchtung, die über eine ausreichende Intensität und das richtige Spektrum verfügen muss. Sehen wir uns an, welche Faktoren Sie bei der Auswahl einer Grow-Leuchte für den Anbau von Chilis berücksichtigen sollten und wie Sie die Pflanzen in den verschiedenen Wachstumsphasen beleuchten.

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Welche Beleuchtung für die verschiedenen Wachstumsphasen wählen?

Im Laufe ihres Lebens durchlaufen Chilipflanzen mehrere Entwicklungsphasen – von der Keimung über das vegetative Wachstum bis hin zur Blüte und Fruchtreife. In jeder dieser Wachstumsphasen benötigen die Pflanzen etwas anderes Licht. Daher ist es sinnvoll, für den Indoor-Anbau von Chilis eine Beleuchtung zu wählen, die alle Bedürfnisse der Pflanzen vom Saatgut bis zur Ernte abdeckt. Die meisten Indoor-Grower beleuchten ihre Pflanzen heute mit modernen LED-Grow-Leuchten, die über ein ausgewogenes Spektrum verfügen und sparsamer sind als veraltete Hochdruck-Entladungslampen.

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Keimung und Anzucht von Setzlingen: Chili-Saatgut benötigt zur Keimung keine Dunkelheit, sodass Sie es bereits ab dem ersten Tag beleuchten können. Während der Keimung und in den ersten Lebenswochen genügt jedoch eine weniger intensive Beleuchtung mit einem höheren Anteil des blauen Spektrums, das das Wachstum unterstützt. Für diesen Zweck verwenden viele Grower sparsame TLED-Panels, die weniger Strom verbrauchen als große Grow-Leuchten mit hoher Leistung.

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Vegetatives Wachstum: Sobald die Chili-Setzlinge etwas größer geworden sind und Sie sie in größere Pflanztöpfe umpflanzen, beginnt die Phase des vegetativen Wachstums. Während der Wachstumsphase benötigt Chili eine ausreichend intensive Beleuchtung mit einem hohen Anteil des blauen Spektrums, die das schnelle Wachstum der Pflanzen anregt und die Bildung von Blättern, Wurzeln und Stängeln unterstützt. Hinsichtlich der Beleuchtungsintensität genügt den Pflanzen in der vegetativen Phase etwas weniger Licht als in der Blütephase. Wenn Sie eine Grow-Leuchte mit Dimmfunktion besitzen, stellen Sie die Leistung so ein, dass sie ungefähr dem PPF-Wert von 400-600 µmol/m²/s entspricht.

Blüte und Fruchtreife: Chili blüht relativ lange, und bei einigen exotischen Sorten müssen Sie mehrere Monate auf die Früchte warten. Während der Blüte und Fruchtreife sollte die Lichtintensität 600–1000 µmol/m²/s erreichen und der rote Spektralbereich ausreichend vertreten sein, da dieser die Pflanzen zur Bildung von Blüten und Früchten anregt. Wenn Sie mit Natrium-Entladungslampen anbauen, steht zu Beginn der Blüte ein Austausch der Entladungslampe vom Typ „Grow“ gegen den Typ „Bloom“ an. LED-Grow-Leuchten verfügen über ein ausgewogenes, dem Sonnenlicht ähnliches Spektrum und enthalten ausreichend rotes Licht.

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Möchten Sie mit dem Anbau von Chilis beginnen, wissen aber nicht, welche Ausrüstung Sie für den Einstieg anschaffen sollten? Wir haben für Sie vorteilhafte Chili-Anbausets zusammengestellt, mit denen Sie beispielsweise schon morgen beginnen können! Für Tipps zum Anbau von Chilis und weitere nützliche Ratschläge für Grower besuchen Sie unseren higarden-Blog.

Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl einer Pflanzenbeleuchtung

Pflanzenbeleuchtung steht im Mittelpunkt jeder Growbox und jedes Indoor-Anbaus und ihrer Auswahl sollte ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dabei geht es keineswegs nur um den Stromverbrauch – wichtiger sind Parameter wie das Lichtspektrum, die Effizienz und eine gleichmäßige Ausleuchtung der Anbaufläche. Moderne LED-Technologie bietet gegenüber älteren HPS-Entladungslampen eine höhere Effizienz sowie die Möglichkeit, die Lichtbedingungen anzupassen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie aus dem großen Angebot die passende LED für den Anbau genau für Ihre Bedürfnisse auswählen.

Der Stromverbrauch ist nicht alles

In der Vergangenheit konzentrierten sich Grower bei der Auswahl der Beleuchtung vor allem auf die in Watt (W) angegebene Leistungsaufnahme. Aus diesem Wert lässt sich der Verbrauch leicht berechnen und gleichzeitig grob abschätzen, wie viel Lichtenergie den Pflanzen für die Photosynthese zur Verfügung steht. Entgegen der allgemeinen Auffassung ist die Leistungsaufnahme der Leuchte jedoch nicht das beste Maß, um zu beurteilen, wie viel Licht von der Pflanzenbeleuchtung auf die Pflanzen fällt. Das tatsächliche Maß für die Leistung einer Leuchte ist die Menge an Lichtenergie, die sie den Pflanzen im Austausch für den verbrauchten Strom liefert.

PAR (photosynthetically active radiation) ist die Abkürzung für photosynthetisch aktive Strahlung, also Licht mit solchen Wellenlängen, die Pflanzen bei der Photosynthese nutzen. Das photosynthetisch aktive Lichtspektrum entspricht ungefähr dem für das menschliche Auge sichtbaren Spektrum (400–700 Nanometer). Die effizientesten Leuchten für den Anbau sind solche, die die zugeführte elektrische Energie in Watt (W) am effektivsten in möglichst viele Photonen im PAR-Spektrum umwandeln, gemessen in Mikromol (µmol). Während die effizientesten HPS-Pflanzenleuchten etwa 1,4 bis 1,8 µmol/W abstrahlen, erreichen die besten LED-Lampen eine nahezu doppelt so hohe Effizienz von bis zu 2,8 µmol/W. Für die Erzeugung derselben Photonenmenge im PAR-Spektrum benötigen modernste LED-Dioden nahezu halb so viel Strom wie HPS-Entladungslampen.

Lichtspektrumpar

Jede Wellenlänge im PAR-Spektrum (Lichtfarbe) wirkt sich anders auf die Pflanzen aus. Das Wachstum der Pflanzen wird am stärksten durch Licht im roten und blauen Bereich des Spektrums beeinflusst. Blaues Licht regt die Pflanzen zu schnellem Wachstum und zur Bildung neuer Blätter und Stängel an, was für sie während der vegetativen Wachstumsphase wichtig ist. Rotes Licht fördert die Blüte und Reifung und lässt sie stärker in die Höhe wachsen. Pflanzen nutzen jedoch alle Farben des Lichtspektrums, auch außerhalb des PAR-Spektrums. So reagieren sie beispielsweise auf die Bestrahlung mit infrarotem und ultraviolettem Licht mit einer verstärkten Bildung von Harz und sekundären Metaboliten. Allgemein gilt, dass die meisten LED-Leuchten Licht im PAR-Spektrum ausstrahlen, Sie finden jedoch auch spezielle Modelle mit UV- und infraroten Wellenlängen.

Achten Sie auf die Qualität der LED-Dioden

Hersteller von LED-Pflanzenbeleuchtung sprechen gerne über die Qualität der LED-Dioden, die sie in ihre Leuchten einbauen. LED-Dioden sind kleine Halbleiterchips, die elektrische Energie in Licht umwandeln und gleichzeitig dessen Wellenlänge bestimmen. Hochwertige LED-Leuchten verwenden Dioden mit einer Leistung von mindestens 3 W. Je geringer die Leistung der Diode, desto geringer ist die Intensität des ausgestrahlten Lichts. Der Standard für das Messen & Dosieren der Lichtausbeute sind Mikromol pro Joule (µmol/J).

PPF (photosynthetic photon flux) ist die Abkürzung für photosynthetischen Photonenfluss, also die Menge photosynthetisch aktiver Photonen, die eine Lichtquelle pro Joule verbrauchter elektrischer Energie ausstrahlt. Einige Hersteller geben den PPF auch in Mikromol pro Sekunde (µmol/s) an. Der PPF günstiger LED-Pflanzenlampen liegt im Bereich von 0,8 bis 1,5 µmol/J, während hochwertige Leuchten eine bis zu doppelt so hohe Effizienz erreichen.

Neben dem (PPF) kann die Effizienz einer Pflanzenleuchte auch anhand der Photonenflussdichte (PPFD) angegeben werden. Diese Kennzahl erfasst die Menge photosynthetisch aktiver Photonen, die pro Sekunde auf eine bestimmte Fläche treffen (µmol/m²/s). Je älter die Pflanzen sind, desto mehr Licht können sie vertragen und bei der Photosynthese effektiv nutzen.

  • PPFD für Sämlinge: 200 bis 400 µmol/m²/s
  • PPFD für Pflanzen in der vegetativen Wachstumsphase: 400 bis 600 µmol/m²/s
  • PPFD für die Blütephase: 600 bis 1.000 µmol/m²/s
  • Bei Verwendung von CO₂: bis zu 1.000 µmol/m²/s während der Wachstumsphase und bis zu 1.500 µmol/m²/s während der Blütephase.

Was Sie bei der Auswahl der LED-Pflanzenbeleuchtung noch beachten sollten

Neben den technischen Parametern spielen bei der Auswahl der richtigen Beleuchtung für Ihren Indoor-Anbau noch weitere Faktoren eine Rolle. Im Idealfall sollte die Beleuchtungsintensität auf der gesamten verfügbaren Anbaufläche gleich sein. So deckt beispielsweise die Maxibright Daylight PRO Full Spectrum LED mit einer Leistungsaufnahme von 300 W eine Anbaufläche von 1 × 1 Meter ab. Die Pflanzenleuchte SANlight EVO 3-60 mit einer Leistungsaufnahme von 200 W deckt nur eine Fläche von 0,6 × 0,6 Metern ab. Für mittelgroße Growboxen empfiehlt es sich daher, zwei Modelle dieses Typs gleichzeitig zu verwenden.

Ein weiterer Aspekt ist der Winkel, in dem das Licht der LED-Dioden auf die Pflanzen trifft. Je größer der Winkel, desto größere Flächen beleuchten die LED-Dioden, gleichzeitig nehmen jedoch die Intensität und die Lichtdurchdringung ab. Für die meisten Pflanzenleuchten sind LED-Dioden mit einem Abstrahlwinkel von 120° Standard. Zusatzfunktionen wie Dimmen, externe Steuerung oder die Möglichkeit, das Spektrum anzupassen, sind zwar nicht unbedingt erforderlich, können das Leben des Growers jedoch erleichtern.

Unser letzter Rat lautet, dass Sie vor dem Kauf einer Pflanzenbeleuchtung stets das Verhältnis zwischen Preis und Qualität berücksichtigen sollten. Obwohl die günstigste Ausstattung wie eine große Ersparnis erscheinen kann, bietet sie häufig eine geringere Lebensdauer und veraltete Technologie und lohnt sich langfristig nicht.

Sie sind bei der Auswahl der Ausstattung für den Indoor-Anbau unsicher? Higarden steht Ihnen zur Seite! Besuchen Sie unseren Anbau-Blog oder wenden Sie sich an unsere Fachberater.

SANlight Grow-Beleuchtung – Kompromisslose österreichische Qualität für Ihren Anbauraum

Die österreichische Marke Sanlight zählt dank ihrer modularen Systeme, die Innovation, Nachhaltigkeit und präzise Verarbeitung miteinander verbinden, zur Spitzenklasse im Bereich der LED-Beleuchtung für den Indoor-Anbau. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die beiden Serien EVO und FLEX vor, die sowohl für professionelle Anbauer als auch für Hobby-Grower ideal geeignet sind. Neben einer Vorstellung der Technologien bieten wir Ihnen praktische Tipps, wie Sie diese Systeme für ein maximales Pflanzenwachstum und eine optimale Nutzung des Anbauraums effizient einsetzen können.

Sanlight ist ein innovatives österreichisches Unternehmen mit Sitz in Vorarlberg, das sich auf die Entwicklung und Herstellung hocheffizienter LED-Beleuchtung für den kommerziellen und privaten Pflanzenanbau spezialisiert hat. Wenn sich der österreichische Hersteller in einem Bereich deutlich von der Konkurrenz abhebt, dann durch seinen Fokus auf eigene Forschung sowie regionale und technologische Nachhaltigkeit. Die gesamte Ausrüstung wird nämlich in Österreich entwickelt, hergestellt und montiert. Sanlight arbeitet außerdem mit renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen, darunter auch mit modernsten Anbauanlagen in Tschechien.

Sanlight EVO

EVO-Serie ist das Flaggschiff der Marke Sanlight, und die Modelle dieser Reihe enthalten stets die neueste LED-Technologie. Aus konstruktiver Sicht unterscheidet sich die EVO-Serie auf den ersten Blick von den LED-Modulen anderer Marken. Das einem Heizkörper ähnliche Gehäuse aus schwerem Metall verleiht den Sanlight-Leuchten ein eigenständiges Aussehen, hat jedoch praktische Gründe. Die dünnen Metallrippen vergrößern nämlich die Fläche, über die überschüssige, von den LED-Dioden abgestrahlte Wärme entweichen kann. Dieses einfache und effektive passive Kühlsystem macht den Einsatz der häufig störanfälligen Lüfter überflüssig, die bei anderen Marken zu finden sind.

Eine weitere auffällige Eigenschaft der EVO-Serie ist die Tatsache, dass sich die einzelnen Module einfach zu einer Reihe verbinden lassen und die Pflanzen gleichzeitig aus mehreren Lichtquellen beleuchtet werden können. Dadurch können Sie die Anzahl der Leuchten flexibel an die Größe des Anbauraums anpassen. Wie auf der Abbildung zu sehen ist, wurde auch die Aufhängung an die Reihenschaltung angepasst. So können Sie die Leuchten leicht geneigt aufhängen, damit das Licht seitlich auf die Pflanzen trifft. Das Ergebnis ist eine gleichmäßigere Ausleuchtung, mehr Platz für die Pflanzen und letztlich auch höhere Erträge. Auch Dimmfunktionen sind vorhanden, entweder über einen magnetischen oder einen Bluetooth-Dimmer.

Sanlight-Aufhängung

Der Fokus auf eine hohe Qualität zeigt sich auch bei den technischen Parametern der EVO-Serie. Alle Modelle sind mit einer Sekundäroptik ausgestattet, die die Intensität des abgestrahlten Lichts (PPFD) erhöht. Die Silikonlinse schützt die LED-Dioden gleichzeitig vor Verschmutzung und verlängert die Lebensdauer der Leuchten erheblich. Selbstverständlich ist auch der hohe Wirkungsgrad von über 3 µmol/J, wodurch die EVO-Leuchten zu den leistungsstärksten LEDs auf dem Markt zählen. Nicht zuletzt ist das angepasste Lichtspektrum hervorzuheben, das einen höheren Anteil an tiefrotem und rotem Licht bietet. Dies wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Pflanzen und die Produktion sekundärer Metaboliten bestimmter Pflanzen aus.

Möchten Sie mehr über das Lichtspektrum und seinen Einfluss auf die Pflanzenentwicklung erfahren? Lesen Sie den Artikel Das Lichtspektrum und sein Einfluss auf das Pflanzenwachstum in unserem Blog.

Sanlight FLEX

FLEX-Serie ist die Antwort von Sanlight auf die stetig wachsende Nachfrage nach LED-Leuchten, die für die Bewurzelung von Sämlingen und Stecklingen, die Produktion von Blattgemüse sowie den Anbau von Zierpflanzen oder Microgreens geeignet sind. Diese energiesparenden Module strahlen ein Lichtspektrum ab, das die Wurzelbildung und das vegetative Wachstum unterstützt. Ein Vorteil des Wachstumsspektrums besteht außerdem darin, dass das Licht dank seiner angenehmen Farbe nicht störend wirkt. Daher können die Leuchten der FLEX-Serie auch in Wohnräumen eingesetzt werden. Wie die EVO-Module ist auch die FLEX-Serie mit einer passiven Kühlung ausgestattet. Ein weiterer Vorteil der FLEX-Serie ist die wasserdichte Schutzart IP68. Dadurch können Sie die Leuchten sogar direkt zwischen den unteren Pflanzenschichten aufhängen, wohin das Licht sonst nicht gelangen würde. Auf diese Weise können Sie die Menge und Qualität der Ernte kostengünstig und unkompliziert steigern.

Die Sanlight FLEX-Leuchten eignen sich für den mehrschichtigen Anbau, bei dem ein kurzer Abstand zwischen den Pflanzen und der Lichtquelle eingehalten werden muss. Diese Anbausysteme werden beispielsweise für den Anbau von Blattgemüse, Kräutern oder Microgreens verwendet. Eine robuste Konstruktion, eine einfache Installation und die Möglichkeit zur Reihenschaltung sind selbstverständlich. Die verbundenen Module lassen sich außerdem gemeinsam über einen zentralen LED-Controller steuern.

Neuheit: SANlight Stixx 50 W

ist ideal für die effiziente Beleuchtung von etwa 3 kleinen Pflanzen auf einer kleinen Fläche von ca. 40 × 40 cm bis 60 × 60 cm. Dank der integrierten Dimmfunktion lässt sich die Lichtintensität in Stufen von 10 %, 20 %, 40 %, 60 %, 80 % und 100 % einstellen. Dadurch können Sie die Lichtintensität an die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen anpassen. Vereint alle Vorteile des Modells Q1 W DIM, bietet jedoch einen deutlich höheren Wirkungsgrad und die Zertifizierung IP68 und ist damit eine hervorragende Wahl für kleine Anbauprojekte. Dank ihrer Flexibilität und Leistung ist sie die ideale Lösung für den gezielten Anbau von Pflanzen auf begrenztem Raum. Kabellänge von der Leuchte zum Controller: etwa 2 Meter.

Nützliche Links: Website des Unternehmens Sanlight

Lichtspektrum und sein Einfluss auf das Pflanzenwachstum: Outdoor vs. Gewächshaus vs. Indoor

Der Anbau von Pflanzen kann viele Formen annehmen – vom traditionellen Anbau im Freien über Gewächshäuser bis hin zur Indoor-Kultivierung unter künstlicher Beleuchtung. Jede dieser Methoden bietet einzigartige Vorteile, hat aber auch einige Nachteile. Im heutigen Artikel befassen wir uns mit den Unterschieden im Lichtspektrum beim Anbau im Freien, im Gewächshaus und indoor unter LED-Growlampen.

Pflanzen nehmen Licht mithilfe von Fotosensoren wahr, die wir als Photorezeptoren bezeichnen. Die meisten von ihnen haben die Aufgabe, Lichtphotonen einzufangen und sie während der Photosynthese in Energie umzuwandeln. Pflanzen sind jedoch auch mit spezialisierten Photorezeptoren ausgestattet, die anders als die übrigen funktionieren, sich nicht immer an der Photosynthese beteiligen und teilweise sogar Licht außerhalb des sichtbaren Lichtspektrums wahrnehmen. Diese Photorezeptoren sind für Pflanzen wichtig, da sie zirkadiane Prozesse, Entwicklungssignale, die Genregulation und vieles mehr beeinflussen.

Verschiedene Lichtfarben

LichtspektrumparUm das Lichtspektrum zu verstehen, ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass Licht elektromagnetische Strahlung ist, die gleichzeitig als Teilchen (Photon) und als Welle charakterisiert werden kann. Die einzelnen Arten elektromagnetischer Strahlung werden anhand der Wellenlänge und der entsprechenden Frequenz eingeteilt. Die Bezeichnung „Spektrum“ bezog sich ursprünglich auf das für das menschliche Auge sichtbare Farbspektrum (die Farben des Regenbogens), doch im Laufe der Zeit wurden auch weitere Strahlungsarten entdeckt, die der Mensch mit den Augen nicht wahrnimmt.

Sichtbares Licht: Der sichtbare Teil des Lichtspektrums mit Wellenlängen von 400–800 Nanometern. Die einzelnen Farben im Lichtspektrum werden als Spektralfarben bezeichnet (Rot, Orange, Gelb, Grün, Cyan, Blau, Violett).

Photosynthetisch aktive Strahlung: PAR (photosynthetic active radiation) überschneidet sich mit dem sichtbaren Licht und bezeichnet den Bereich der Lichtwellenlängen (400 bis 700 Nanometer), den Pflanzen für die Photosynthese nutzen. Die meisten LED-Growlampen umfassen ausschließlich photosynthetisch aktive Wellenlängen.

UV: Ultraviolette Strahlung (400–10 Nanometer) ist für Menschen und Pflanzen gefährlich, schädigt die DNA und kann krebserregendes Zellwachstum verursachen. Der größte Teil der UV-Strahlung wird von der Erdatmosphäre abgefangen, eine geringe Menge erreicht jedoch die Oberfläche.

Infrarotstrahlung: Infrarotstrahlung hat eine Wellenlänge zwischen 760 Nanometern und 1 Nanometern und wird weiter in nahes IR (near-IR), mittleres IR (mid-IR) und fernes IR (far-IR) unterteilt.

Röntgenstrahlung: Röntgenstrahlung mit Wellenlängen von 10–0,1 Nanometern wird in der Praxis aufgrund ihrer Fähigkeit eingesetzt, verschiedene Materialien zu durchdringen (Röntgenaufnahmen, CT). Für den Anbau von Pflanzen ist sie nicht relevant.

Gammastrahlung: Radioaktive Strahlung, die bei Kernprozessen entsteht. Für den Anbau von Pflanzen ist sie nicht relevant.

Anbau im Freien: Alle Lichtfarben

Es dürfte niemanden überraschen, wenn wir sagen, dass natürliches Sonnenlicht das komplexeste Licht ist und das breitestmögliche Spektrum abdeckt. Auf Pflanzen, die im Freien angebaut werden, trifft nicht nur der sichtbare Teil des Lichtspektrums einschließlich der photosynthetisch aktiven Strahlung, sondern auch Infrarotstrahlung, UV-Strahlung und weitere Strahlungsarten. Während die Auswirkungen extrem kurzer oder extrem langer Lichtwellenlängen im Zusammenhang mit Pflanzen noch nicht besonders gut dokumentiert sind, können einige der unsichtbaren Wellenlängen, wie UV-Strahlung und weitrotes Licht, für Pflanzen entscheidend sein, obwohl sie die Photosynthese nicht beeinflussen.

Gewächshäuser: Fehlende UV-Strahlung

Gewächshäuser können aus verschiedenen Glasarten oder sogar aus Kunststoffen hergestellt sein, die unterschiedliche Auswirkungen auf das durch das Material hindurchtretende Licht haben können. Allgemein gilt jedoch, dass Glas den größten Teil des Lichtspektrums durchlässt, von Natur aus aber einen beträchtlichen Teil der UV-Strahlung und der Strahlung mit kürzeren Wellenlängen blockiert. In diesem Sinne können Gewächshäuser als halbtransparent betrachtet werden, und das Fehlen von UV-Licht kann sich auf Pflanzen auswirken, beispielsweise auf die Produktion von Terpenen oder Wirkstoffen.

Es ist bekannt, dass UV-Strahlung bei einigen Pflanzen die Produktion sekundärer Metaboliten stimuliert. Es gibt Theorien, denen zufolge solche Pflanzen mehr dieser Stoffe produzieren, weil sie als natürlicher Schutz vor den schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung auf die DNA wirken. Außerdem wurde der ungewöhnliche Photorezeptor UVR8 entdeckt, der direkt durch UV-B-Strahlung aktiviert wird und Licht mit einer Wellenlänge von 280–320 Nanometern wahrnimmt. Dieser Photorezeptor besteht aus zwei UVR8-Molekülen, die sich nach der Bestrahlung mit UV-B voneinander trennen und zu Monomeren werden. Dadurch verändert sich seine Funktion, und es kommt zu Veränderungen, unter anderem zu einer erhöhten Stresstoleranz, Veränderungen der Genfunktion und einer Beeinflussung der Pflanzenentwicklung.

Das Fehlen von UV-Strahlung bedroht Pflanzen zwar nicht unmittelbar, kann aber erheblich beeinflussen, wie sie mit Stress umgehen und die einzelnen Lebensphasen durchlaufen. Aus diesen Gründen verwenden einige Grower in Gewächshäusern und indoor spezielle Growlampen, die das Lichtspektrum um UV-A- und UV-B-Strahlung ergänzen.

Indoor: PAR passend für die Pflanzen

Die meisten modernen LED-Growlampen strahlen ein standardisiertes Lichtspektrum aus, dessen Wellenlängen der PAR-Strahlung (400–700 Nanometer) entsprechen. Dieser Spektralbereich reicht vollkommen aus, damit Pflanzen unter künstlicher Beleuchtung gut gedeihen, und unter bestimmten Umständen können sie schneller wachsen als im Freien oder im Gewächshaus. Andererseits ist das Spektrum von LED-Growlampen nicht nur um UV-Licht, sondern auch um Infrarotlicht reduziert.

Die Menge an Infrarotlicht, die auf Pflanzen im Freien oder im Gewächshaus trifft, verändert sich im Tages- und Jahresverlauf abhängig davon, wie die Sonne über den Himmel wandert, da sich der Winkel ändert, in dem das Licht die Atmosphäre durchquert. Pflanzen nutzen diese Tatsache zur Steuerung ihrer zirkadianen Rhythmen und können dank spezialisierter Photorezeptoren, die als Phytochrome bezeichnet werden, beispielsweise erkennen, ob es Zeit ist, mit der Blüte zu beginnen. Daher können Pflanzen beim Indoor-Anbau unter künstlicher Beleuchtung etwas später mit der Blüte beginnen (bei der Umstellung auf 12/12), als dies im Freien der Fall wäre. Wie bei der UV-Strahlung kann auch das Infrarotspektrum im Growraum oder Gewächshaus mithilfe einer zusätzlichen Beleuchtung mit Infrarotspektrum ergänzt werden.

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Indoor-Anbau: So gelingt die Umstellung auf die Blüte

Orchidee 2Beim Indoor-Anbau ist der Übergang von der vegetativen Phase in die Blüte eine der wichtigsten Phasen des gesamten Anbauzyklus. Der richtige Zeitpunkt wird von zahlreichen Faktoren bestimmt, und der korrekte Zeitpunkt für die Umstellung beeinflusst maßgeblich die Menge und Qualität der Ernte. Wir führen Sie durch die wichtigsten Aspekte des Übergangs in die Blütephase und stellen Ihnen einige fortgeschrittene Anbautechniken vor, die Ihnen zu einer besseren Ernte verhelfen können.

Was ist der Unterschied zwischen der vegetativen Phase und der Blüte?

Zunächst sollten wir klären, was genau gemeint ist, wenn wir von der Umstellung oder dem Übergang von der vegetativen in die Blütephase sprechen. Pflanzen durchlaufen im Laufe ihres Lebens vier Phasen: Zuerst keimen sie, dann werden sie zu Sämlingen, anschließend folgt die vegetative (Wachstums-)Phase und schließlich die Blüte. Während sich Pflanzen in den ersten Lebensphasen auf die Bildung neuer Blätter und Wurzeln konzentrieren, um mehr Sonnenlicht und Nährstoffe aufnehmen zu können, beginnen sie während der Blüte, Knospen zu bilden, aus denen Blüten, Früchte und Saatgut reifen.

Wie erkennen Pflanzen jedoch, wann sie mit der Blüte beginnen sollen? Ebenso wie bei der Energiegewinnung für die Fotosynthese verlassen sie sich auch in diesem Fall auf das Sonnenlicht, das ihnen den Wechsel der Jahreszeiten signalisiert. Bei Kurztagpflanzen gilt: Je früher die Sonne untergeht, desto schneller beginnen sie zu blühen. Bei Langtagpflanzen ist es umgekehrt. Dieses Phänomen wird als Fotoperiodismus bezeichnet. Ausführlicher beschäftigen wir uns mit diesem Thema in einem der vorherigen Artikel auf unserem Blog.

Im Freien müssen Pflanzen also kaum unterstützt werden, beim Indoor-Anbau liegt der Wechsel zwischen Tag und Nacht jedoch in den Händen des Gärtners. Der Grower entscheidet, ob der Lichtzyklus die Pflanzen in der vegetativen Phase hält oder ob es Zeit für die Blüte ist. Die kritische Länge von Tag und Nacht kann sich je nach Art unterscheiden, doch bei den meisten Kurztagpflanzen, zu denen die meisten beliebten Indoor-Kulturen einschließlich medizinischer und aromatischer Kräuter gehören, wird der Übergang in die Blüte durch eine Verkürzung des Tages auf 12 Stunden ausgelöst (12/12-Zyklus). Während der vegetativen Phase halten die meisten Grower den Lichtzyklus bei 16–18 Stunden Licht und 6–8 Stunden Dunkelheit.

Worauf Sie bei der Umstellung auf die Blüte achten sollten

Obwohl Grower beim Indoor-Anbau zahlreiche Faktoren kontrollieren können, hängt der Zeitpunkt der Umstellung der Beleuchtung häufig auch von Faktoren ab, die wir nicht vollständig beeinflussen können. Eine Rolle spielen die Höhe und Form der Pflanzen, der Zustand des Wurzelsystems und gegebenenfalls verschiedene Gartentechniken, denen die Pflanzen ausgesetzt waren.

Höhe und Form der Pflanzen

Viele Anfänger unterschätzen, wie stark Pflanzen nach der Umstellung auf die Blüte noch wachsen. Einige Arten und Sorten können sich in den ersten Blütewochen sogar auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Länge strecken. Denken Sie stets daran, wie viel Platz den Pflanzen über ihnen zur Verfügung steht. Während der vegetativen Phase sollten Sie versuchen, die Pflanzen mithilfe von Beschneiden und weiteren Techniken so zu formen, dass sie nach der Umstellung die gesamte Anbaufläche ausfüllen und möglichst viele Triebspitzen oder Blüten dem Licht ausgesetzt sind.

Wurzelsystem

Neben dem Höhenwachstum und der Bildung neuer Blätter verbringen Pflanzen einen großen Teil der vegetativen Phase mit der Entwicklung ihres Wurzelsystems. Wie viel Platz für die Wurzeln benötigt wird, hängt von der Anbaumethode ab. Egal, ob Sie hydroponisch oder in Blumentöpfen anbauen, Sie dürfen das Wurzelwachstum jedoch nicht überstürzen. Sobald die Pflanze zu blühen beginnt, konzentriert sie den Großteil ihrer Energie auf die Bildung von Knospen und benötigt alle Nährstoffe, die sie über die Wurzeln aufnehmen kann. Wenn Sie zu früh auf die Blüte umstellen, verzichten Sie am Ende des Anbauzyklus auf einen Teil der Ernte. Für den richtigen Zeitpunkt gibt es keine exakte Wissenschaft, doch die meisten Pflanzen benötigen nach dem Umpflanzen an den endgültigen Standort mindestens drei Wochen, bevor sie zu blühen beginnen können.

a_Entlaubung_COVERFortgeschrittene Anbautechniken

Um die Erträge zu maximieren, nutzen viele Grower verschiedene innovative Techniken, die das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen beeinflussen. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass nicht alle für jede Pflanzenart und -sorte geeignet sind. Ihre Anwendung überlassen wir daher der Einschätzung der Leser.

Sea of Green (SOG)

Bei der Sea-of-Green-Methode (SOG) werden viele kleine und niedrige Pflanzen dicht nebeneinander angebaut. Ziel ist es, dass die Pflanzen möglichst früh zu blühen beginnen und keine Zeit für die Bildung von Seitentrieben haben. Grower, die diese Technik nutzen, stellen gewöhnlich auf die Blüte um, wenn die Pflanzen 15–30 cm hoch sind. Das Ergebnis sollten viele Pflanzen mit jeweils einer Haupttriebspitze sein.

Screen of Green (ScrOG)

Obwohl sie eine ähnliche Abkürzung wie die vorherige Methode verwendet, ist die Screen-of-Green-Technik ihr genaues Gegenteil. Bei ScrOG wird ein Scrog-Netz etwa 30–60 cm über der Basis der Pflanzen angebracht. Anschließend werden die Triebspitzen hindurchgeflochten, damit die entstehende Krone möglichst weit ausgebreitet ist. Mit dieser Methode lässt sich mit etwas Geduld und Erfahrung der gesamte Anbaubereich mit nur einer oder wenigen Pflanzen ausfüllen.

Lollipopping

Die sehr beliebte Schnitttechnik „Lollipopping“ besteht darin, alle Zweige der Pflanzen bis auf diejenigen zu entfernen, die am größten sind und den höchsten Ertrag versprechen. Befürworter der Methode weisen darauf hin, dass Blüten in den unteren und schattigen Bereichen häufig nicht ausreifen und es daher keinen Sinn hat, dass die Pflanzen Energie und Nährstoffe für sie verschwenden. Bevor Sie mit dem Beschneiden beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass die Pflanzen gesund und ausreichend entwickelt sind, damit ihr Wachstum nicht gebremst wird.

Möchten Sie lernen, wie Profis Indoor-Pflanzen anzubauen? Lesen Sie die neuesten Artikel auf unserem Blog!

So steuern Sie die Photoperiode, um den Ertrag Ihrer Pflanzen zu steigern

_c47e5fb9-9067-4324-a51f-f569819cd0c5Die Steuerung der Fotoperiode ist eine grundlegende Voraussetzung für hohe Erträge beim Indoor-Anbau und im Gewächshaus. Wir zeigen Ihnen, wie sich Veränderungen der Tages- und Nachtlänge auf Pflanzen auswirken und wie Sie dies beim Indoor-Anbau, im Freien oder im Gewächshaus nutzen können. Darüber hinaus stellen wir einige fortgeschrittene Techniken vor, die professionelle und gewerbliche Anbauer einsetzen.

Der Wechsel von Tag und Nacht ist ein wichtiger Faktor für das Leben auf der Erde. Pflanzen und Tiere reagieren auf Veränderungen der Dauer von Tageslicht und Dunkelheit (Fotoperiode) mit physiologischen oder verhaltensbezogenen Reaktionen. Bei Tieren beeinflusst die Tageslänge beispielsweise die Färbung von Fell und Federn, die Migration oder den Beginn der Paarungs- beziehungsweise Winterschlafperiode. Für viele Pflanzenarten sind Veränderungen der Fotoperiode ein steuernder Faktor, der ihre Blüte kontrolliert.

Fotoperiode

Als Fotoperiode bezeichnen wir die Anzahl der Stunden mit Tageslicht und Dunkelheit innerhalb eines Tages. Die natürliche Fotoperiode verändert sich im Laufe des Jahres abhängig von der geografischen Lage. Am Äquator sind die Veränderungen der Fotoperiode im Jahresverlauf minimal, und der Tag ist ganzjährig ungefähr in 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit aufgeteilt. Auf der Nordhalbkugel tritt der längste Tag des Jahres (Sommersonnenwende) ungefähr am 21. Juni ein. Nach diesem Datum werden die Tage kürzer (die Nächte also länger), bis zum 21. Dezember (Wintersonnenwende). Auf der Südhalbkugel ist die Situation umgekehrt (der längste Tag ist also am 21. Dezember und der kürzeste am 21. Juni).

Wie erkennen Pflanzen, dass die Sonne untergeht?

Viele blühende Arten (Bedecktsamer) sind mit Fotorezeptorproteinen wie Phytochrom ausgestattet, dank derer Pflanzen saisonale Veränderungen der Länge der Fotoperiode wahrnehmen können.  Phytochrom kommt in Pflanzen in zwei Formen vor: in der aktiven Form Pfr und der inaktiven Form Pr. Rotes Licht, das die Sonne tagsüber ausstrahlt, wandelt das inaktive Pr in das aktive Pfr um. Sobald der Sonnenuntergang näher rückt, nimmt der Anteil an weitrotem Licht (Far-Red) zu, das Pfr wieder in Pr umwandelt. Gleichzeitig kann Pfr im Rahmen eines als „Dark Reversion“ bekannten Prozesses in Pr umgewandelt werden, der bei einer langen Dunkelperiode eintritt. Das Phytochrom-Umwandlungssystem ermöglicht es Pflanzen zu erkennen, ob gerade Nacht ist.

Durch die Manipulation des Verhältnisses von rotem und weitrotem Licht lässt sich die Blüte von Pflanzen beeinflussen. Es wurde festgestellt, dass Pflanzen später blühen, wenn sie einer größeren Menge roten Lichts ausgesetzt werden. Versuche haben außerdem gezeigt, dass die Blüte durch die Beleuchtung der Pflanzen mit rotem Licht mitten in der Nacht gehemmt werden kann. Bei Kurztagpflanzen bedeutet dies, dass sie nicht blühen, wenn sie während der Nacht einige Minuten lang Licht ausgesetzt werden. Langtagpflanzen können dagegen auch dann blühen, wenn sie während der Nacht mit rotem Licht beleuchtet werden.

Kurztag- und Langtagpflanzen

Die Manipulation der Fotoperiode ist eines der grundlegenden Werkzeuge, mit denen Grower das Pflanzenwachstum steuern und den Ertrag von Kulturen maximieren – vor allem beim Indoor-Anbau (in Growboxen oder geschlossenen Räumen), aber auch im Gewächshaus und im Freien. Durch Verdunkelung oder zusätzliche Beleuchtung mit künstlichem Licht können Grower die Blüte beschleunigen oder verzögern, die Dauer des vegetativen Wachstums verlängern oder Pflanzen für Klonierungszwecke langfristig im vegetativen Wachstum halten.

Wir unterscheiden Kurztagpflanzen, die blühen, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, und Langtagpflanzen, bei denen der Beginn der Blüte durch längere Tage und kürzere Nächte beschleunigt wird. Eine dritte Kategorie bilden neutrale Pflanzen, deren Blüte nicht von der Fotoperiode beeinflusst wird. Langtag- und Kurztagpflanzen werden je nach ihrer Reaktion auf die Fotoperiode außerdem in fakultative und obligate Pflanzen unterteilt.

  • Obligate Kurztagpflanzen blühen nur dann, wenn die Nächte lang (mehr als 12 Stunden) und die Tage kurz sind. Dazu gehören die Hyazinthenbohne, Hanf, der Weihnachtsstern und die Chrysantheme.
  • Fakultative Kurztagpflanzen blühen früher, wenn die Fotoperiode kurz ist, blühen jedoch unabhängig von der Tageslänge. Dazu gehören die Mittagsblume oder der Wegerich.
  • Obligate Langtagpflanzen blühen nur dann, wenn die Tage lang und die Nächte kurz (weniger als 12 Stunden) sind. Dazu gehören Fuchsien, die Chinesische Aster und die Strohblume.
  • Fakultative Langtagpflanzen blühen bei langen Tagen früher, blühen jedoch unabhängig von der Tageslänge. Dazu gehören Salbei oder Ringelblume.

Methoden zur Steuerung der Fotoperiode

Verdunkelung

Ziel der Verdunkelung ist es, die Fotoperiode auf die gewünschte Länge zu verkürzen, was vor allem bei Kurztagarten sinnvoll ist, die im Freien oder im Gewächshaus angebaut werden. Durch die Verdunkelung erreichen wir, dass Kurztagpflanzen früher blühen, als es das natürliche Licht ermöglichen würde. Zwar lassen sich (mit gewissen Schwierigkeiten) auch ganze Pflanzen abdecken, am besten ist es jedoch, die Pflanzen in dafür angepassten Gewächshäusern zu verdunkeln.

Zusätzliche Beleuchtung

Der Einsatz von Pflanzenleuchten zur Ergänzung des natürlichen Lichts wird am häufigsten von Growern im Gewächshaus oder im Freien genutzt. Künstliche Beleuchtung kann zur Verlängerung der Tageslänge (Beleuchtungsdauer) eingesetzt werden, was sowohl bei Kurztagpflanzen (zur Verzögerung der Blüte) als auch bei Langtagpflanzen (zur Beschleunigung der Blüte) sinnvoll ist. Zusätzliche Beleuchtung kann auch zur Unterbrechung der Nacht eingesetzt werden, wodurch die Pflanzen nicht blühen.

Künstliche Beleuchtung

Beim Anbau von Pflanzen ausschließlich unter künstlicher Beleuchtung in einer Growbox oder einem Anbauraum liegt die Fotoperiode vollständig in der Hand des Growers. Die meisten Grower lassen die Beleuchtung während der vegetativen Phase 16–18 Stunden eingeschaltet und während der Blüte 12 Stunden. Dies gilt allerdings unter der Voraussetzung, dass sie Kurztagpflanzen oder fotoperiodisch neutrale Pflanzen anbauen. Früher galt beim Übergang in die Blüte, dass die für das Wachstum bestimmte Entladungslampe mit blauem Licht gegen eine Beleuchtung für die Blüte mit einer anderen Wellenlänge ausgetauscht werden musste. Moderne LED-Leuchten simulieren den Tagesverlauf jedoch deutlich besser als die veraltete Natriumtechnologie.

Möchten Sie mehr über die Beleuchtung für den Pflanzenanbau und weitere Besonderheiten des Indoor-Anbaus erfahren? Besuchen Sie gerne unseren Blog.

Maxibright Daylight: Ein neuer Akteur auf dem Markt für hocheffiziente LED-Pflanzenleuchten

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem Indoor-Anbau unter künstlicher Beleuchtung. Anfänger möchten sich in der Regel nicht sofort an große Projekte wagen und suchen nach kompakten LED-Leuchten, die für kleinere Growboxen geeignet sind. Der Hersteller Maxibright LED konzentriert sich in seinem Angebot genau auf energiesparende und leistungsstarke LED-Anbauleuchten. Kann das Angebot mit etablierten Marken wie Lumatek oder SANlight mithalten? Die Antwort finden Sie in den folgenden Zeilen.

Daylight von Maxibright ist eine Serie von LED-Anbauleuchten mit Vollspektrum und dimmbaren LUMLED-LED-Chips. Diese leichten Leuchten sind in Versionen mit 300 W (geeignet für eine Anbaufläche von 1 m²) und 200 W (Fläche 0,8 m²) erhältlich und eignen sich ideal als universelle Lichtquelle für Pflanzen in der vegetativen Wachstumsphase, der Blüte sowie für Stecklinge und die Keimung im Indoor-Anbau.

Die wichtigsten Vorteile der Maxibright Daylight LED-Leuchten

Einzigartige Konstruktion: Die optimale Verteilung der LED-Dioden entlang der gesamten Konstruktion erzeugt eine gleichmäßige Lichtstreuung in geringem Abstand zu den Pflanzenspitzen. Dadurch wird ein ausreichendes Eindringen in die Pflanzenkrone ermöglicht, ohne dass sich Hotspots bilden.

Passive Kühlung: Der innovative passive Kühlkörper führt die Wärme auf natürliche Weise ab, ohne dass ein Ventilator erforderlich ist. Dadurch arbeitet die Einheit leiser und verlängert zudem die Lebensdauer der Leuchte erheblich, da sie keine beweglichen Teile besitzt.

Vollspektrum: Die Daylight-Serie nutzt eine Kombination aus weißen, roten und far-red-Dioden, um eine hocheffiziente Lichtquelle zu schaffen, die dem natürlichen Sonnenlicht sehr ähnlich ist. Ältere Generationen von LED-Anbauleuchten verwendeten eine Kombination aus blauen und roten Dioden. Diese war zwar effizient, ließ jedoch Spektralbereiche aus die für ein gesundes Pflanzenwachstum wichtig sind, drang nicht ausreichend in die Pflanzenkrone ein und bot eine schlechte Sicht in den Anbauräumen.

Die Maxibright Daylight-Serie

Die Basisserie Maxibright Daylight umfasst zwei Leuchten mit einer Leistungsaufnahme von 200 W und 300 W, beide mit einer hohen Effizienz von 2,3 µmol/J. Beide Einheiten bieten hohe PPF-Werte (200 W–460 µmol/s, 300 W 690 µmol/s), die mit den leistungsstärksten auf dem Markt erhältlichen LED-Leuchten vergleichbar sind. Auch bei weiteren Parametern können diese Leuchten mit der Konkurrenz mithalten, beispielsweise bei der Lebensdauer (bis zu 50.000 Betriebsstunden) oder der Möglichkeit zur Dimmung.

Die Einfachheit und Effizienz der Maxibright Daylight-Serie werden vor allem Anfänger und diejenigen zu schätzen wissen, die kompakte LED-Leuchten für kleinere Growboxen zu einem angemessenen Preis suchen. Das Modell mit einer Leistungsaufnahme von 200 W ist ideal für eine Anbaufläche von bis zu 0,8 m², die stärkere Version mit 300 W für eine Fläche von bis zu 1 m².

Die Maxibright Daylight PRO Full Spectrum-Serie

Die modernere Serie Daylight PRO Full Spectrum wird mit LED-Dioden der neuesten LUMLED-Generation hergestellt, die die Effizienz auf 2,5 µmol/J steigern. Damit kann sie auch mit den derzeit leistungsstärksten Leuchten derselben Kategorie wie LUMATEK ATS PRO mithalten. Die Einheiten beeindrucken auch mit hohen PPF-Werten (200 W - 500 460 µmol/s, 300 W – 750 460 µmol/s) und einer gleichmäßigen Ausleuchtung.

Zu den weiteren Verbesserungen der neuen Serie gehört die Schutzart IP65. Das bedeutet, dass die Leuchten über den höchsten Schutz gegen Staub verfügen und Spritzwasser standhalten können. Auch die Möglichkeit zur Dimmung und zur Installation einer externen Fernbedienung gehört selbstverständlich dazu.

Obwohl zwischen der Daylight-Serie und Daylight PRO Full Spectrum geringfügige Unterschiede bestehen, können wir diese LED-Anbauleuchten mit gutem Gewissen empfehlen. Wer gerade erst mit dem Indoor-Anbau beginnt, wird die Einfachheit, Effizienz und den niedrigeren Preis der Leuchten aus der Maxibright Daylight-Serie zu schätzen wissen. Maxibright Daylight PRO ist die richtige Wahl für alle, die professionelle Ergebnisse anstreben und eine Beleuchtung suchen, die besonders widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen ist.

 

 

 

Pflanzenbeleuchtung – womit und wie sollte man Pflanzen zusätzlich beleuchten?

In den letzten Jahren wird der Indoor-Anbau von Pflanzen, also in Innenräumen – in einem Zimmer, einer Growbox oder beispielsweise einem Minigewächshaus – immer beliebter. Neben einem geeigneten Pflanzgefäß, Substrat und Nährstoffen ist gerade das Licht ein weiterer wichtiger Faktor für das Wachstum und die allgemeine Vitalität der Pflanze. Wenn Sie sich für den Anbau interessieren, Ihre Wohnung oder Ihr Haus jedoch nicht gerade über viele Fenster oder ausreichend Fensterbänke verfügt, kann die zusätzliche Beleuchtung der Pflanzen der richtige Schritt sein.


Auf dem Markt gibt es eine unüberschaubare Vielzahl an Arten der Pflanzenbeleuchtung, die beim Anbau eingesetzt werden können. LED-Beleuchtung bietet jedoch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der wichtigste Unterschied zu klassischen Entladungslampen, die beim Indoor-Anbau ebenfalls eingesetzt werden können, besteht darin, dass LED-Leuchten weniger Energie verbrauchen. Zu den weiteren Vorteilen gehört die lange Lebensdauer, die von den Herstellern je nach Produkt mit 30.000–100.000 Stunden angegeben wird und damit ein Vielfaches höher ist als bei herkömmlichen Entladungslampen. Hinzu kommt die geringe Menge der abgegebenen Wärme, sodass ihre Ableitung durch zusätzliche Ventilatoren oder eine Lüftung nicht erforderlich ist, sowie der hohe Wirkungsgrad bei der Umwandlung der aufgenommenen Energie in sichtbares Licht.

Lichtquelle Lichtausbeute
klassische Glühlampe 12 lm/W
Natrium-Entladungslampe 104 lm/W
Halogenid-Entladungslampe

115 lm/W

LED-Glühlampe 100–130 lm/W


Wenn Sie das Tageslicht für Ihre Pflanzen vollständig ersetzen möchten, müssen Sie ihnen eine Lichtquelle mit einem für die Wachstums- oder Blütephase geeigneten Spektrum zur Verfügung stellen. Ideal sind daher LED-Leuchten mit vollem Spektrum, die die gesamte Farbpalette abdecken. Dadurch können die Pflanzen die Fotosynthese und damit alle für ihr Leben erforderlichen physiologischen Prozesse durchführen

Wie beleuchtet man Pflanzen zusätzlich?
Die Dauer der zusätzlichen Beleuchtung hängt davon ab, ob es sich um eine schattenliebende oder eine lichtliebende Pflanze handelt. Während bei ersteren 2–4 Stunden in den Abendstunden ausreichen, um den Tag zu verlängern, benötigen lichtliebende Pflanzen, die weit vom Fenster entfernt stehen, den ganzen Tag über eine intensivere zusätzliche Beleuchtung. Zur einfacheren Steuerung dieser Zyklen wird eine Zeitschaltuhr verwendet, mit der Sie das Einschalten der Beleuchtung nach Ihren Vorstellungen steuern können.

Künstliches Licht platzieren wir so nah wie möglich an den Pflanzen, da seine Wirksamkeit mit zunehmender Entfernung stark abnimmt. Der ideale Abstand beträgt 20–40 Zentimeter von der Pflanze, maximal jedoch bis zu einem Meter. Für die zusätzliche Beleuchtung kleinerer Zimmerpflanzen können Sie LED-Glühlampen mit dem gängigen E27-Gewinde verwenden, die in jede Haushaltsleuchte eingesetzt werden können. Künstliches Licht eignet sich außerdem hervorragend für die Anzucht von Setzlingen, das häusliche Antreiben von Kräutern oder den Anbau von Keimlingen.

Weitere Ratschläge und alles, was Sie für die Pflege Ihrer Zier- und Nutzpflanzen benötigen, finden Sie auf higarden.de.

Welche Lampe für die Growbox wählen? – Entladungslampen, Teil 2.

Im letzten Artikel haben wir uns angesehen, welche Leistung einer Entladungslampe für unterschiedlich große Zelte geeignet ist. Doch welchen Typ Entladungslampe sollten Sie auswählen? 

Zu den grundlegenden Typen von Entladungslampen gehören MH (Metallhalogenid) und HPS (High Pressure Sodium). Der grundlegende Unterschied zwischen diesen beiden Entladungslampen liegt in der Zusammensetzung des Lichtspektrums, das diese Entladungslampen ausstrahlen. 
HQI-T250600HPS
Die MH-Entladungslampe befindet sich links und die HPS-Entladungslampe rechts

MH (Wachstum) – Für das Wachstum eignet sich eine Lichtquelle mit einem höheren Anteil an blauem Licht, das Pflanzen in der Wachstumsphase besser nutzen können. Dadurch imitiert die Entladungslampe das Licht, das im Frühjahr ausgestrahlt wird, wenn die Pflanze wächst und bis zum „Winter“ noch genügend Zeit bleibt. Dieses Licht imitiert die MH-Entladungslampe am besten und wird daher stets als Wachstumslampe bezeichnet. Auch wenn sie nicht dieselbe Menge an sichtbarem Licht wie eine HPS-Entladungslampe ausstrahlen kann (der Wert wird in Lumen angegeben), erzeugt sie bei gleicher Leistungsaufnahme dennoch mehr für das Wachstum geeignetes Licht als eine HPS-Entladungslampe mit einem höheren Anteil des sichtbaren Spektrums und damit auch höheren Lumenwerten. MH-Entladungslampen zeichnen sich außerdem durch eine höhere Farbtemperatur aus, die zwischen 4.000 K und 6.000 K liegt. Für den Anbau werden eher Werte nahe der Grenze von 4.000 K verwendet. 

HPS (Blüte) – Die Pflanze kann den gelb-roten Teil des Spektrums deutlich besser nutzen, der das Sommerwetter imitiert. Zusammen mit der Verkürzung der Tageslichtdauer blüht die Pflanze, um das Überleben ihrer Art bis zur nächsten Vegetationsperiode zu sichern. HPS-Entladungslampen imitieren genau diese Phase am besten und verfügen über eine entsprechend angepasste Zusammensetzung des Lichtspektrums. Eine HPS-Entladungslampe hat normalerweise eine Farbtemperatur (Farbcharakteristik) zwischen 2.000 K und 3.000 K. 

Zum Vergleich eine illustrative Grafik des Lichtspektrums von MH- und HPS-Entladungslampen 

Vergleich des Spektrums von Metallhalogenid- und HPS-Lampen

Außerdem habe ich Ihnen im letzten Artikel einen Tipp versprochen, wie Sie die Energie einer Entladungslampe optimal nutzen können. Das Prinzip ist sehr einfach. Wenn Sie die am häufigsten verwendete Entladungslampe mit einer Leistung von 600 W einsetzen, kaufen Sie eine HPS-Entladungslampe mit einer Leistung von 600 W und eine MH-Entladungslampe mit 400 W. Ihre Pflanzen sind während des Wachstums noch klein und benötigen daher nicht so viel Licht wie während der Blüte. Sparen Sie Geld und kaufen Sie eine schwächere Entladungslampe – und sparen Sie anschließend weiter bei den Energiekosten. 
Wenn Sie eine Kombination mit einer HPS-Entladungslampe mit 400 W verwenden, können Sie für das Wachstum eine MH-Entladungslampe mit 250 W einsetzen. Umgekehrt können Sie bei einer HPS-Entladungslampe mit 1.000 W für das Wachstum eine MH-Entladungslampe mit 600 W verwenden.

VERGESSEN SIE NICHT, dass Sie ein umschaltbares Vorschaltgerät benötigen, mit dem Sie zwei verschiedene Entladungslampen verwenden können, damit Sie die schwächere Entladungslampe nicht durchbrennen lassen, bevor Sie überhaupt beginnen. Mehr über Vorschaltgeräte erfahren Sie in unserem Beitrag Wofür benötige ich ein Vorschaltgerät?

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