Dünger für die Wachstumsphase: Wofür sie verwendet werden und wie man sie anwendet
Außerhalb ihrer natürlichen Umgebung kultivierte Pflanzen, beispielsweise im Indoor-Bereich, in Pflanztöpfen oder in der Hydroponik, benötigen eine sorgfältige Pflege und die richtige Ernährung mithilfe von Dünger. Dünger für die vegetative Phase sind reich an Stickstoff und versorgen Ihre Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen für ein schnelles Wachstum und eine gesunde Entwicklung des Wurzelsystems. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den richtigen Dünger abhängig vom Kultursubstrat, der Anbaumethode und dem Alter der Pflanze auswählen.
Während Pflanzen, die in der freien Natur oder in Beeten in gewachsenem Boden wachsen, Nährstoffe auf natürliche Weise aufnehmen können, sind Pflanzen beim Anbau in Pflanztöpfen, erdlosen Medien oder in der Hydroponik auf Dünger angewiesen. Dabei kann es sich um verschiedene Arten organischer, mineralischer oder organisch-mineralischer Dünger in fester oder flüssiger Form mit langsamer oder schneller Freisetzung handeln. Dies hängt vom Kultursubstrat, der angebauten Pflanzenart und nicht zuletzt vom Alter der Pflanzen ab.
Was ist vegetatives Wachstum und was bedeutet die Wachstumsphase?
Einjährige Pflanzen durchlaufen während ihres Lebenszyklus mehrere Phasen, die wir in Phasen des vegetativen Wachstums und Blütephasen (generative Phasen) unterteilen können. Wenn Pflanzen von einer Phase ihres Lebenszyklus in die nächste übergehen, ändern sich auch ihre Nährstoffanforderungen. Die Nährstoffmenge und die Häufigkeit der Düngung unterscheiden sich je nach Anbaumethode, Kultursubstrat und Pflanzenart. Allgemein gilt jedoch, dass Pflanzen in den Phasen des vegetativen Wachstums mehr Stickstoff (N) und weniger Phosphor (P) benötigen, während sie in den generativen Phasen weniger Stickstoff (N) und einen höheren Anteil an Phosphor (P) brauchen.
Phasen des vegetativen Wachstums
- Keimung/Stecklinge
- Sämlinge/Bewurzelung
- Vegetatives Wachstum
Blütephasen
- Beginn der Blüte
- Mittlere Blütephase/schnelle Blütenentwicklung
- Reifung
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Wachstumsdünger für die Keimung und Stecklingsvermehrung
Nach der Keimung
der Samen erscheinen an den Pflanzen die ersten Blattpaare, die wir Keimblätter nennen. Sie sehen nicht wie die normalen (echten) Blätter aus, die etwas später wachsen. Die Keimblätter dienen als Nahrungsquelle und sind nicht zur Fotosynthese fähig. Düngen Sie die Pflanzen in dieser Phase nicht, sondern warten Sie, bis mehrere Etagen echter Blätter gewachsen sind. Sie können die Sämlinge mit einem Wurzelstimulator oder Präparaten zur Förderung der Mykorrhiza unterstützen.
Der Klonierungsprozess mithilfe von Stecklingen beginnt mit dem Abschneiden eines geeigneten Pflanzenteils und dem Einsetzen in ein Kultursubstrat. Solange die Stecklinge keine Wurzeln gebildet haben, können sie keine Nährstoffe in Form von Dünger aufnehmen. Erst nach der Bewurzelung und dem Umpflanzen in ein Kultursubstrat können Sie beginnen, die Pflanzen gemäß der Dosiertabelle mit Wachstumsdünger zu versorgen. Den Bewurzelungsprozess können Sie mit verschiedenen Präparaten für Stecklinge und die Anzucht beschleunigen.
Wachstumsdünger für Sämlinge und junge Pflanzen
Sobald an den Pflanzen die ersten 4-5 Etagen echter Blätter gewachsen sind, können Sie sie in einen größeren Pflanztopf oder Anzuchtbehälter umpflanzen, in dem sie für den Rest des vegetativen Zyklus bis zur Ernte bleiben. Beginnen Sie nun, die Pflanzen mit Wachstumsdünger mit hohem Stickstoffgehalt zu versorgen. Gleichzeitig können Sie weiterhin Wurzel- und Wachstumsstimulatoren anwenden. Die Auswahl der konkreten Präparate hängt vor allem von Ihrer Anbaumethode und dem Nährstoffprogramm ab, für das Sie sich entschieden haben. Wenn Sie gerade erst mit dem Anbau beginnen, halten Sie sich an die Dosiertabellen und mischen Sie keine Präparate verschiedener Hersteller.
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Dünger für das vegetative Wachstum
Auf dem Höhepunkt der vegetativen Phase und beim Übergang zur Blüte verbrauchen Pflanzen hauptsächlich Stickstoff und benötigen große Mengen Wasser. Die Häufigkeit der Düngung und Bewässerung während der vegetativen Wachstumsphase wird vor allem vom Kultursubstrat beeinflusst.
Beim Anbau in Erde kommt es darauf an, ob Sie vorgedüngte Gartenerden und Substrate oder nicht angereicherte („Light“) Erdmischungen verwenden. Bei Erdmischungen, die mit organischem oder mineralischem Dünger angereichert sind, benötigen Pflanzen in den ersten Wachstumswochen möglicherweise nur eine minimale oder gar keine zusätzliche Nährstoffversorgung in Form von Dünger. Dünger für den Anbau in Erde kann organisch, mineralisch oder organisch-mineralisch, schnell oder nach und nach freisetzend sowie fest oder flüssig sein.
Pflanzen, die in Kokossubstraten kultiviert werden sind vollständig auf die Nährstoffe angewiesen, die Sie ihnen in Form von Dünger zuführen. Der Grund dafür ist, dass Kokosfasern nur eine minimale Menge an Nährstoffelementen enthalten, die von den Pflanzen aufgenommen werden könnten. Dünger für den Anbau in Kokos kann organisch, mineralisch oder organisch-mineralisch sein und dient zur Herstellung einer Nährlösung, mit der die Pflanzen regelmäßig gegossen werden.
Erdlose Kultursubstrate (Steinwolle, Perlit, Blähton) eignen sich am besten für die Hydroponik, bei der die Pflanzenwurzeln ständig in eine Nährlösung eingetaucht sind. Dünger für die Hydroponik ist in der Regel mineralisch und wirkt sehr schnell. Daher ist eine regelmäßige Messung des pH-Werts und des EC-Werts der Nährlösung wichtig.
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