ScrOG richtig anwenden – Einflechten in Netze zur Steigerung von Ertrag und Erntequalität
Screen of Green (ScrOG) ist eine Anbautechnik, bei der Pflanzen in Netze eingeflochten werden, sodass ihre Triebspitzen auf einer Ebene wachsen. ScrOG wird am häufigsten beim Indoor-Anbau in Growboxen eingesetzt, aber Scrog-Netze können auch im Freien und in Gewächshäusern verwendet werden. Wir zeigen Ihnen, wie ScrOG funktioniert, und helfen Ihnen bei der Entscheidung, ob diese Technik für Ihre Anbaumethode geeignet ist.
Bei richtiger Umsetzung ergibt die ScrOG-Methode einen gleichmäßigen Bestand aus Blüten, der wie ein dichter Teppich aus duftenden Blüten aussieht. Das ansprechende Erscheinungsbild der Pflanzen ist jedoch nicht der einzige Grund, warum sich das Einflechten in Netze lohnt. Der wichtigste Vorteil besteht darin, dass die auf einer Ebene wachsenden Triebspitzen alle gleichmäßig dem Licht ausgesetzt sind, sich nicht gegenseitig beschatten und dadurch gleich schnell reifen. Bei Pflanzen, die auf herkömmliche Weise angebaut werden, wachsen die Blüten in den unteren Bereichen der Pflanze nämlich langsamer und sind weniger dicht als die unbeschatteten Blüten darüber. Vor allem für Indoor-Grower ist ScrOG daher eine hervorragende Möglichkeit, den Anbauraum und die Energie der Anbauleuchten möglichst effizient zu nutzen. Ein weiterer Vorteil des Einflechtens ist eine bessere Belüftung der Pflanzen und ein geringeres Risiko für Schimmelbildung.
Vorteile von ScrOG
- Triebspitzen haben den gleichen Abstand zum Licht
- höhere Erträge und bessere Qualität der Blüten
- effizientere Nutzung der Anbaubeleuchtung beim Indoor-Anbau
- bessere Luftzufuhr zur Pflanzenkrone
Anleitung für ScrOG – Pflanzen richtig in Netze einflechten
Es wird wohl niemanden überraschen, dass die grundlegende Ausrüstung für den ScrOG-Anbau Scrog-Netze sind. Diese werden in verschiedenen Größen angeboten, die normalerweise den unterschiedlichen Typen von Growboxen entsprechen. Wenn Sie Pflanzen im Gewächshaus oder in Beeten einflechten möchten, benötigen Sie einen geeigneten Rahmen, über den Sie das Netz spannen können, beispielsweise aus Holz oder aus Kunststoff- oder Metallstäben. Bei richtiger Umsetzung genügt für ScrOG ein Netz, manche Grower verwenden jedoch ein zweites Netz als Unterstützung für Stängel, die von reifenden Blüten beschwert werden.
Spannen Sie das erste Scrog-Netz ungefähr 20 Zentimeter über der Basis der Pflanzen auf. Bevor Sie damit beginnen, die Pflanzen in das Netz einzuflechten, schneiden Sie die Triebspitzen ein- oder zweimal zurück, damit sie sich verzweigen und mehr Triebe bilden, die Sie in das Netz flechten können.
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Sobald Sie mit der Anzahl der Triebspitzen zufrieden sind, lassen Sie die Pflanzen ungefähr 5 Zentimeter über das Netz hinauswachsen und beginnen Sie mit dem Einflechten. Versuchen Sie, dass auf jedes Netzquadrat eine Nodie entfällt (die Stelle, an der neue Triebe und später Blütenknospen aus dem Stängel wachsen). Für ScrOG sind Sorten mit angemessen langen Abständen zwischen den Nodien im Allgemeinen besser geeignet als solche mit sehr dicht beieinanderliegenden Nodien.
Beim Indoor-Anbau mit der ScrOG-Methode richten wir die Umstellung auf die Blüte nicht nach dem Alter der Pflanze, sondern danach, wie stark das Netz gefüllt ist, und nach dem Sortentyp. Bei sativalastigen Sorten, die sich nach der Umstellung stark strecken, empfehlen wir, auf die Blüte umzustellen, wenn 50–60 % der Netzquadrate gefüllt sind. Sorten mit mittlerem Stretch können erst bei einer Auslastung des Scrog-Netzes von 70–80 % umgestellt werden. Indica-dominante Sorten, die sich nach der Umstellung nur wenig strecken, können bis zu einer Auslastung von 90 % des Netzes wachsen.
Wenn Sie ein zweites Scrog-Netz verwenden möchten, spannen Sie es auf, sobald die Pflanzen nach der Umstellung auf die Blüte nicht mehr weiter in die Höhe wachsen. Dies ist ungefähr drei Wochen nach der Änderung des Lichtzyklus der Fall. In dieser Phase sind die Stängel noch biegsam, sodass sie beim Einflechten weniger leicht brechen. Entfernen Sie nach und nach die Blätter unterhalb der Netzhöhe, die kein Licht mehr erhalten, damit die Luft unterhalb der Pflanzenkrone zirkulieren kann.
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