Meine erste Growbox: Ausstattung für Einsteiger im Indoor-Anbau

Denken Sie darüber nach, mit dem Indoor-Anbau zu beginnen? Damit Sie häufige Anfängerfehler vermeiden, haben wir eine Übersicht über die grundlegende Ausstattung zusammengestellt, ohne die Ihre erste Growbox nicht auskommt.

Worin unterscheidet sich der Indoor-Anbau vom Anbau im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank? Der wichtigste Unterschied ist die Qualität der Umgebung, in der sich die Pflanzen befinden. Beim Indoor-Anbau geht es nämlich darum, kontrollierte Bedingungen für ein gesundes und schnelles Pflanzenwachstum zu schaffen. In der Praxis bedeutet das, dass die Pflanzen in einem speziellen Zelt oder Anbauraum untergebracht sind und unter künstlicher Beleuchtung in einem streng kontrollierten Klima wachsen. Dadurch ist ein deutlich effizienterer Anbau möglich, als wenn Sie den Launen des Wetters ausgeliefert sind. In der Indoor-Growbox scheint jeden Tag von morgens bis abends die „Sonne“ auf Ihre Pflanzen, ein angenehmer Luftzug weht und sie erhalten bedarfsgerecht Nährstoffe und Wasser. Die geschlossene Umgebung bedeutet außerdem ein geringeres Risiko für Schädlinge und Schimmel. In den folgenden Zeilen führen wir Sie Schritt für Schritt durch die grundlegende Ausstattung, die Sie für den Anfang benötigen.

UNSER TIPP! Wenn Sie nicht jedes Teil einzeln auswählen möchten, haben wir für Sie attraktive Growbox-Sets zusammengestellt, die Sie nur noch aufbauen müssen und mit denen Sie sofort loslegen können!

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Growbox

Die grundlegende Basis Ihrer Indoor-Growbox ist die Growbox – Growbox. Sie können sie sich wie einen Kleiderschrank aus Stoff vorstellen, in dem Sie die Pflanzen und alles, was sie benötigen, unterbringen. Zwar ist es möglich, Pflanzen beispielsweise in einer Garage oder einem dafür geeigneten Raum unter künstlicher Beleuchtung anzubauen, doch in einem kleineren Raum ist es deutlich einfacher, stabile und kontrollierte Bedingungen aufrechtzuerhalten, die die Grundlage für den Erfolg bilden. Außerdem dringen aus der Growbox weder Licht noch Gerüche nach außen, und die Pflanzen werden nicht durch äußere Einflüsse gestört.

Entscheiden Sie bereits vor dem Kauf der Growbox, wo Sie sie aufstellen möchten. Der Zugang zu Strom und die Zufuhr von Frischluft sind unbedingt erforderlich. In dem Raum mit der Growbox sollte eine stabile Raumtemperatur herrschen, und Feuchtigkeit sollte sich dort nicht stauen. Ein größerer Abstellraum oder das Wohnzimmer sind geeignete Standorte. Wir empfehlen nicht, im Keller oder auf dem Dachboden anzubauen, da es dort deutlich schwieriger ist, geeignete Bedingungen für ein gesundes Pflanzenwachstum aufrechtzuerhalten.

Und welche Größe sollte die Growbox für den Anfang haben? Wenn Sie mit dem Anbau beginnen, reicht eine kleine bis mittelgroße Growbox mit einer Grundfläche von 60×60 cm bis 120×120 cm aus. Darin können Sie problemlos 3 Pflanzen unterbringen – dies ist die gesetzlich festgelegte Grenze seit dem Jahreswechsel.

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Beleuchtung für den Pflanzenanbau

Licht ist die grundlegende Energiequelle für Pflanzen, und ohne Licht wachsen sie schlichtweg nicht. Beim Indoor-Anbau ersetzt spezielle Anbaubeleuchtung das Sonnenlicht. In den frühen Zeiten des Indoor-Anbaus verwendeten Grower verschiedene Arten von Natriumdampf-Hochdrucklampen, die heute jedoch durch LED-Leuchten ersetzt werden. Diese sind deutlich effizienter und sicherer, haben eine lange Lebensdauer und ein auf die Bedürfnisse von Pflanzen zugeschnittenes Spektrum.

Leistung und Größe der Leuchte müssen zum Anbauraum sowie zur Art und zum Alter der Pflanzen passen. Leuchten mit einer Leistung bis 100 W eignen sich für die Anzucht von Setzlingen, Kräutern und Salaten sowie für die Keimung und Klonung. Für den Anbau medizinischer Pflanzen empfehlen wir eine LED-Leuchte mit einer Leistung von mindestens 100 W. Von der Leistung der Leuchte hängt auch ab, welche Fläche Sie damit effektiv abdecken können. Je höher Sie das LED-Modul über den Pflanzenspitzen aufhängen, desto weniger Energie erhalten die Pflanzen durch das einfallende Licht. Deshalb sollte die Leistung der LED-Leuchte entsprechend der Anbaufläche gewählt werden, die Sie beleuchten möchten.

Growbox-Fläche

Empfohlene Lichtleistung

40×40

50 W

60×60

100 W

80×80

100–200 W

100×100

300–340 W

120×120

400–720 W

 

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Belüftung und Geruchsfilter

Pflanzen in einer geschlossenen Growbox verbrauchen schnell Sauerstoff, und die Luftfeuchtigkeit im Inneren steigt. Ohne ausreichende Belüftung würden sich in der Growbox schnell Schimmelpilze vermehren, und die Pflanzen würden unter der Wärme der Anbaubeleuchtung leiden. Jede Growbox muss mit einem Abluftventilator ausgestattet sein, der im oberen Bereich angebracht wird und die „verbrauchte“ Luft aus dem Anbaubereich ableitet. Die Zufuhr von Luft kann passiv erfolgen, oder Sie können dafür einen weiteren Ventilator verwenden. Bei kleineren Growboxen ist dies jedoch in der Regel nicht erforderlich.

Die meisten Grower medizinischer Pflanzen verwenden außerdem Aktivkohlefilter, die die aus der Growbox austretenden Gerüche neutralisieren. Die Kapazität des Aktivkohlefilters sollte etwas größer sein als die maximale Leistung des Abluftventilators. Wir empfehlen, den Filter alle zwei bis drei Anbauzyklen durch einen neuen zu ersetzen.

Zusätzlich zum Abluftventilator benötigen Sie noch einen kleineren Umluftventilator, der die Luft im Inneren bewegt. Ein leichter Luftzug stärkt die Stängel, hilft, Schimmel vorzubeugen, und verhindert die Entstehung von Taschen heißer Luft unter der Anbaubeleuchtung. Stellen Sie den Umluftventilator so ein, dass die Luft knapp über den Pflanzenspitzen nach oben strömt.

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Substrat und Pflanztöpfe

Indoor-Anbau kann viele Formen annehmen, aber wenn Sie noch ganz am Anfang stehen, ist es am einfachsten, mit dem Anbau in Pflanztöpfen in einem Erdmix oder in Kokossubstrat zu beginnen. Diese Methoden unterscheiden sich kaum vom traditionellen Anbau beispielsweise im Gewächshaus oder im Beet. Der Unterschied besteht darin, dass Sie in der Growbox jeden Aspekt des Pflanzenlebens kontrollieren können – von der Temperatur bis hin zur Menge und Farbe des Lichts. Sobald Sie sich die Grundlagen angeeignet haben, können Sie fortgeschrittenere Techniken wie Hydroponik oder Aeroponik ausprobieren.

Für den Anbau medizinischer Pflanzen oder fruchttragender Arten benötigen Sie größere Pflanztöpfe mit einem Volumen von etwa 5–15 L. Je mehr Platz Sie den Wurzeln geben, desto mehr Wasser und Nährstoffe können die Pflanzen aufnehmen und desto stärker wachsen sie. Die Größe des Pflanztopfs kann auch eine gute Möglichkeit sein, das Pflanzenwachstum zu begrenzen und die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten. Für den Anbau in Kokos oder Erde eignen sich Kunststofftöpfe am besten, Sie können jedoch auch Stofftöpfe verwenden, die sich für den Anbau in Fluttischen nach der Ebb-and-Flow-Methode eignen.

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Dünger und Pflanzennährstoffe

Neben Wasser und Licht benötigen Pflanzen auch Nährstoffe – insbesondere Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Einige Pflanzensubstrate enthalten zwar eine gewisse Menge an Nährstoffen, doch beim Anbau im Pflanztopf verbrauchen die Pflanzen diese schnell. Damit Ihre Pflanzen möglichst viel Energie aus dem Licht nutzen und Sie mit einer reichen Ernte belohnen können, benötigen sie regelmäßige Düngung.

Die Art des Düngers und die Häufigkeit der Düngung hängen vom verwendeten Medium und der Anbaumethode ab. Beim Anbau in Erde können Sie das breiteste Spektrum an Düngern verwenden – von vollständig organischen festen oder flüssigen Düngern bis hin zu schnell wirkenden Mineraldüngern. Speziell dafür vorgesehene Dünger benötigen Sie für den Anbau in Kokossubstraten oder in Hydroponik.

Nahrungsergänzungen und verschiedene Additive zur Förderung des Wachstums und zum Schutz der Pflanzen sind ein Kapitel für sich. Auch mit Basisdüngern erzielen Sie solide Ergebnisse, dennoch sollten in der Ausstattung jedes Growers, der den Anbau ernst nimmt, einige Präparate nicht fehlen. Beim Indoor-Anbau empfehlen wir die Verwendung vorbeugender Schutzmittel auf natürlicher Basis wie beispielsweise CannaCure und weitere. Zur Steigerung der Erträge beim Anbau medizinischer Pflanzen empfiehlt sich die Verwendung von PK-Boostern zur Förderung der Blüte.

Messung und Kontrolle der Umgebung

Die sorgfältige Kontrolle der Umgebung ist die Grundlage für den Erfolg beim Indoor-Anbau. Pflanzen gedeihen am besten bei Temperaturen zwischen 21–26 °C und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 60 % in der vegetativen Phase sowie 40–50 % während der Blüte. Fortgeschrittene Grower kontrollieren außerdem den pH-Wert und die elektrische Leitfähigkeit der Nährlösung, wodurch sie Dünger präzise dosieren können. Eine zu saure oder zu alkalische Nährlösung kann nämlich die Nährstoffaufnahme blockieren. Die elektrische Leitfähigkeit (EC) zeigt wiederum die Konzentration der Mineralsalze im Wasser an.

Das grundlegende Instrument zur Messung des Klimas in der Growbox ist ein zuverlässiger temperaturemperatur- und Feuchtigkeitsmesser mit externer Sonde. Platzieren Sie ihn an einer gut sichtbaren Stelle auf mittlerer Höhe der Growbox. Mit der externen Sonde messen Sie anschließend die Temperatur auf Höhe der Pflanzenspitzen. Für die Messung von pH-Wert und EC benötigen Sie ein pH-Messgerät und ein EC-Messgerät.

 

Ganz gleich, ob Sie sich für ein einfaches Growbox-Set entscheiden oder alles selbst zusammenstellen – am wichtigsten ist, dass Sie lernen, die Bedürfnisse der Pflanzen zu verstehen. Mit hochwertiger Ausstattung und etwas Übung wird Sie der Indoor-Anbau schnell in seinen Bann ziehen.

Sie sind bei der Auswahl der Ausstattung für den Pflanzenanbau unsicher oder suchen Tipps für alle, die gerade mit dem Indoor-Anbau beginnen? All das und noch viel mehr finden Sie in unserem Higarden-Blog!