Nützliche Mikroorganismen (Mikroben) sind unverzichtbare Helfer.

Mikroorganismen oder Mikroben sind einzellige Organismen, deren Aktivität nur unter dem Mikroskop beobachtet werden kann. Häufig werden sie auch negativ im Sinne von pathogenen Mikroben wahrgenommen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch nützliche Mikroorganismen. Dabei handelt es sich um solche, die weder Menschen noch Tieren oder Pflanzen schaden und im Gartenbau stattdessen gerne eingesetzt werden, um eine deutlich höhere Effizienz der Pflanzendüngung zu erreichen, aber auch zum Schutz der Pflanzen, beispielsweise vor dem Einwirken schädlicher Pathogene. Mikroben bedeuten eine natürliche und vielseitige Unterstützung für die Entwicklung Ihrer Pflanzen!

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Ohne die Aktivität von Mikroben gäbe es auch kein Leben auf der Erde. So groß ist ihre Bedeutung! Wir erwähnen nicht zum ersten Mal, dass ein gesundes „Mikroleben“ die beste Grundlage für gesunde und kräftige Pflanzen ist, die in der Lage sind, üppige Blütenstände oder große Früchte mit einem hohen Gehalt an wertvollen Stoffen zu bilden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Grower die Grundversorgung der Pflanzen durch hochwertige Präparate mit Mikroorganismen (siehe unten) ergänzen.

Bakterien, Algen, Pilze und Protozoen, von denen sich im Boden unzählige finden, vermehren sich schnell und leben daher häufig in Kolonien oder gehen sogar symbiotische Beziehungen ein. Eine große Gruppe von Mikroben entwickelt sich in dem Bodenbereich, der den Wurzeln höherer Pflanzen am nächsten liegt und fachsprachlich als Rhizosphäre bezeichnet wird. Da wir regelmäßig die Bedeutung eines gesunden Wurzelsystems hervorheben, können Sie sicherlich bereits erahnen, wie positiv sich die Aktivität von Mikroben auf Ihren Ertrag auswirken kann. Sehen wir uns nun zumindest die wichtigsten Beispiele an.

Rhizobakterien

Rhizobakterien bilden die mit Abstand größte Gruppe von Mikroben in der Rhizosphäre. Ein erstes Beispiel sind Bakterien, die sich entweder direkt im Wurzelsystem der Pflanzen oder in dessen unmittelbarer Nähe entwickeln. Die wohltuende Wirkung von Rhizobakterien auf besiedelte Pflanzen wurde bereits von den Gärtnern der Antike beobachtet. Heute verfügen wir lediglich über weitaus ausgefeiltere Mittel, um diese Prozesse im Boden oder Substrat einzuleiten und zu fördern. Tipps zu ausgewählten Produkten finden Sie am Ende dieses Artikels. Möchten Sie wissen, wie Rhizobakterien Pflanzen beziehungsweise Growern zu einer erträumten und dennoch natürlichen Ernte verhelfen?

  • Bessere Verfügbarkeit von Nährstoffen: Einige Rhizobakterien sind in der Lage, Pflanzen Phosphor und Eisen aus dem Boden zur Verfügung zu stellen, wo diese Elemente in anorganischer Form vorhanden sind. Bakterien der Gattungen Bacillus, Pseudomonas, Rhizobium oder Erwinia wandeln sie in eine Form um, die von Pflanzen leicht aufgenommen werden kann, was natürlich nicht nur effektiv, sondern auch umweltfreundlich ist.
  • Fähigkeit, atmosphärischen Stickstoff zu binden: Die „Superkraft“ einiger Rhizobakterien, den Boden mit Stickstoff (N) anzureichern, ist aus Sicht jedes Growers oder Landwirts von enormer Bedeutung. Das bekannteste Beispiel sind Bakterien der Gattung Rhizobium, die kleine Knöllchen an den Wurzeln von Hülsenfrüchtlern bilden. Wie deutsche Wissenschaftler bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts feststellten, sind die Knöllchen der Ort, an dem sich diese Bakterien sammeln. Die Beobachtung ihrer Aktivität reicht jedoch gewissermaßen bis in die Antike zurück. Damals bemerkten Landwirte, wie gut sich Pflanzen entwickelten, die auf einem Feld mit durch Stickstoff angereichertem Boden wuchsen, weil dort im Vorjahr beispielsweise Bohnen oder Erbsen angebaut worden waren.
  • Natürliche Antibiotika: Die von Rhizobakterien produzierten antibiotischen Stoffe wirken häufig antiviral oder fungizid. Wie bereits eingangs angedeutet, sind nützliche Mikroben, in diesem Fall insbesondere Rhizobakterien, daher nicht nur bei der Pflanzenernährung, sondern auch beim Pflanzenschutz unersetzliche Helfer. Dank ihrer Fähigkeit, antibiotische Stoffe zu produzieren, tragen sie dazu bei, Wurzelfäule oder das Auftreten schädlicher Pilzarten (z. B. Botritis) zu verhindern.
  • Quelle natürlicher Stimulatoren: Viele Rhizobakterien produzieren außerdem Phytohormone, insbesondere Auxine, zu denen wahrscheinlich die Indolessigsäure am bekanntesten ist, sowie Cytokinine oder Gibberelline, die an Orten aktiven Wachstums synthetisiert werden (Knospen, junge Blätter, Samen). Diese Pflanzenhormone verbessern die Keimung von Samen und die Bewurzelung von Stecklingen und sind daher häufig Bestandteil von Wurzelboostern oder Düngern für die Stecklingsvermehrung und Anzucht.

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