Trauermücken: So werden Sie lästige Insekten im Substrat los
Fliegen kleine schwarze Mücken um Ihre Blumentöpfe und kommt gelegentlich eine durchsichtige Larve mit schwarzem Kopf aus der Erde? Dann haben Sie es mit Trauermücken zu tun. Diese unscheinbaren Schädlinge können Pflanzen stärker zusetzen, als es auf den ersten Blick scheint. Die ausgewachsenen Tiere richten zwar keinen Schaden an, doch die Larven fressen feine Wurzeln, übertragen Krankheitserreger und hemmen das Wachstum. Die gute Nachricht? Sie lassen sich erfolgreich bekämpfen – mit natürlichen und biologischen Methoden. Wir zeigen Ihnen, wie.
Was sind Trauermücken und warum sind sie gefährlich?
Trauermücken (Sciaridae) sehen wie winzige Mücken aus und werden 1–4 Millimeter groß. Die Weibchen der Trauermücken legen ihre Eier in das Substrat, aus denen durchsichtige Larven mit schwarzem Kopf schlüpfen. Die größten Probleme verursachen die Larven. Sie ernähren sich von organischem Material, Algen und jungen Wurzeln und beeinträchtigen dadurch die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen durch die Pflanzen. Das Ergebnis sind verlangsamtes Wachstum, gelbe Blätter und ein allgemeines Verkümmern der Pflanzen. Trauermücken übertragen außerdem Pilze und Krankheitserreger, was sich in Verbindung mit einer feuchten Umgebung verheerend auf Ihre Pflanzen auswirken kann.
Wie erkennen Sie, dass Sie es mit Trauermücken zu tun haben?
Eine starke Vermehrung von Trauermücken ist nicht schwer zu bemerken. Das wichtigste Anzeichen sind ausgewachsene Trauermücken, die über dem Substrat umherfliegen, vor allem beim Gießen oder beim Hantieren mit den Pflanzen. Die Larven der Trauermücken finden Sie direkt unter der Oberfläche des Substrats. Wenn Sie nicht rechtzeitig eingreifen, können Sie an den Pflanzen folgende Symptome beobachten:
- Welken trotz ausreichender Bewässerung
- langsames Wachstum
- gelbe Blätter
Natürliche Methoden zur Bekämpfung von Trauermücken
Bei einem Befall des Gartens mit Trauermücken sollten Sie zunächst natürliche Methoden ausprobieren, bevor Sie zu chemischen Spritzmitteln greifen. Gegen Trauermücken haben sich folgende Verfahren bewährt:
- Gelbe Leimtafeln: Ausgewachsene Trauermücken werden von der gelben Farbe angezogen. Platzieren Sie in der Umgebung der Pflanzen gelbe Leimfallen und fangen Sie so viele ausgewachsene Tiere wie möglich. Wechseln Sie die Leimtafeln regelmäßig aus.
- Lassen Sie das Substrat trocknen: Trauermückenlarven benötigen Feuchtigkeit zum Leben und fühlen sich in einem zu nassen Substrat wohl. Lassen Sie die Erde zwischen den einzelnen Wassergaben gründlich trocknen, um die Larvenpopulation im Wurzelbereich zu reduzieren.
- Gießen mit einer schwachen Wasserstoffperoxidlösung: Eine schwache Lösung (z. B. 3%iges Peroxid, im Verhältnis 1:4 mit Wasser verdünnt) hilft dabei, die Larven im Substrat abzutöten. Wenden Sie sie alle paar Tage an, idealerweise nur als einmalige Behandlung.
Mittel gegen Trauermücken
Chemische Spritzmittel sind bei Trauermücken weniger wirksam als bei anderen Insektenschädlingen, daher ist es besser, sie auf natürliche Weise loszuwerden. Wirksam sind der biologische Pflanzenschutz und schützende Bio-Spritzmittel auf Basis natürlicher Öle.
- Biologischer Schutz gegen Trauermücken: Gegen Trauermücken sind parasitische Nematoden (Steinernema feltiae), Bakterien (Bacillus thuringiensis var. israelensis) und Raubmilben wirksam, die aktiv Jagd auf die Larven machen.
- Spritzmittel gegen Trauermücken: Biocont gegen Trauermücken im Substrat, Agro Natura Trauermücken
- Vorbeugende Pflanzenschutzmittel gegen Trauermücken: Biocont PREV-GARD, Neem Azal, Rock Effect, CannaCure, BioBizz Leaf Coat, BioNova NovaFoliar, Botano Health
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Weitere Ratschläge zur Bekämpfung von Schädlingen sowie zusätzliche Tipps und Tricks für Indoor- und Outdoor Grower finden Sie in unserem higarden Blog.