Wie rettet man eine überwässerte Pflanze?

In diesem Artikel beraten wir Sie, was Sie tun können, damit sich Ihre Pflanzen nach einer möglichen Überwässerung schnell wieder erholen.

Gegen Überwässerung ist natürlich Vorbeugung die beste Maßnahme. Deshalb überprüfen erfahrene Grower regelmäßig, ob sich in ihren Pflanztöpfen überschüssiges Wasser befindet. Es kann außerdem nie schaden, sich vorab grundlegende Informationen über die jeweilige Pflanze oder Sorte anzueignen, damit Sie ihren individuellen Wasserbedarf kennen. Vereinfacht gesagt besteht zwischen einem Kaktus oder Pflanzen mit fleischigen Blättern, die bereits selbst Flüssigkeit speichern, und beispielsweise immergrünen Pflanzen ein deutlicher Unterschied. Doch auch einzelne Arten immergrüner Pflanzen können sich in den Feinheiten unterscheiden, wenn es um die bevorzugte Häufigkeit und Menge der Bewässerung geht. Bauen Sie deshalb nicht „blind“ an. Im Vergleich zum manuellen Gießen erleichtern bei bekanntem Bedarf der jeweiligen Pflanze Selbstbewässerungssysteme eine angemessene Bewässerung.

image1_15

Manchmal übertreiben wir es mit dem häufigen Gießen und überwässern die Pflanzen. Überwässerte Pflanzen sind jedoch schwächer und neigen deutlich leichter dazu, von Krankheiten und Schädlingen befallen zu werden. Trotzdem handelt es sich dabei um einen wesentlich kleineren Fehler, als Pflanzen beispielsweise durch Überdüngung zu verbrennen. Diese beiden Fehler, die eher zu den Anfängen des Gärtnerns gehören, hängen eng zusammen, denn wenn wir die Pflanzen mit einer mineralische Nährstoffe enthaltenden Bewässerung übergießen, können wir sie leicht auch regelrecht „verbrennen“. Beim Anbau unter Outdoor-Bedingungen können auch Niederschläge zu diesem negativen Ergebnis beitragen. Aber wie man so sagt: Auch der beste Gärtner...

Wie erkennt man eine überwässerte Pflanze?

Um festzustellen, wie es um die Feuchtigkeit einer im Pflanztopf angebauten Pflanze steht, können Sie den Pflanztopf mit der Pflanze in der Hand wiegen. Gießen Sie die Pflanze anschließend nur dann, wenn Ihnen der Pflanztopf subjektiv leicht vorkommt. Wenn das Substrat an der Oberfläche trocken ist, der Pflanztopf mit der Pflanze jedoch überraschend schwer ist, warten Sie mit der Bewässerung bis zum nächsten Tag.

Der sichtbarste Indikator für eine Überwässerung ist natürlich das Erscheinungsbild, das nicht den Vorstellungen von einer gesunden und gedeihenden Pflanze entspricht. Gelbliche Blätter verraten viel. Genauso sehen jedoch auch die Blätter von Pflanzen aus, die im Gegenteil dringend Wasser benötigen würden. Manche Grower gießen die Pflanze dann in dem Versuch, die Situation zu retten, reichlich, ohne zu ahnen, dass sie eine Pflanze mit Anzeichen von Überwässerung großzügig gegossen haben. Auf „gelbe Blätter“ allein kann man sich deshalb nicht verlassen, ganz abgesehen davon, dass beide Varianten bereits problematisch sind.

Nach einer Überwässerung ist es entscheidend, die entstandenen Schäden rechtzeitig zu beheben!

Retten wir die Situation also wirklich. Bringen Sie die überwässerte Pflanze zunächst in eine wärmere Umgebung, idealerweise an einen sonnigen Ort mit ausreichend frischer, zirkulierender Luft. Der Grund ist einfach: In einer solchen Umgebung kann überschüssiges Wasser leichter aufgenommen werden. Gießen Sie die Pflanze anschließend deutlich weniger und beobachten Sie, was passiert. Gegebenenfalls können Sie lediglich die Umgebung besprühen und dadurch die Luftfeuchtigkeit erhöhen, ohne dass es erneut zu einer Überwässerung kommt.

image2_6

Wenn die Blätter Ihrer Pflanze bereits sichtbar absterben, gehen Sie folgendermaßen vor: Nehmen Sie sie aus dem Pflanztopf oder einem anderen Anbaugefäß und entfernen Sie so viel Substrat wie möglich, ohne das Wurzelsystem zu beschädigen. Bevor Sie die Pflanze wieder einsetzen, lassen Sie sie zunächst über Nacht an einem warmen, zugfreien Ort stehen. Desinfizieren Sie in der Zwischenzeit den Pflanztopf und trocknen Sie ihn gründlich. Befeuchten Sie das neue Substrat nur sehr leicht und bereiten Sie im unteren Bereich des Pflanztopfs sorgfältig eine Drainage aus Holzstückchen oder Zweigen, kleinen Steinen oder Laub vor. Und vor allem: Vergessen Sie nicht, vor dem erneuten Einpflanzen den Zustand der Wurzeln zu überprüfen.

In diesen Fällen zeigen sich glücklicherweise die Fähigkeit zur Selbstregeneration und die Kraft der Natur in vollem Umfang. Daher ist die Wahrscheinlichkeit stets groß, dass Sie die überwässerten Pflanzen durch die rechtzeitige „pflanzliche Wiederbelebung“, die wir gerade beschrieben haben, retten können und sich die Pflanzen bald erholen, damit sie Ihnen mit schönen Blättern und Blüten Freude bereiten.

Beim Anbau mithilfe autonomer Bewässerungssysteme können Sie die Pflanzen buchstäblich ohne Verlust von Zeit und Energie, aber auch ohne Einbußen bei den Pflanzen, deutlich effizienter bewässern. Ein ausgeklügeltes Selbstbewässerungssystem geht äußerst sparsam mit Wasser um, die Pflanzen werden nicht überwässert und kein Tropfen Wasser wird verschwendet.

Das waren unsere Ratschläge dazu, wie Sie überwässerten Pflanzen vorbeugen und diese Komplikation während des Anbauprozesses möglichst erfolgreich bewältigen können. Falls Sie Fragen haben, schreiben Sie uns gerne an die Ihnen bekannte Adresse info@higarden.de.

- Selbstbewässerungssysteme
- Erden & Substrate
- Pflanztöpfe