Ziehe drei Pflanzen im Freien groß – Teil 1: Vorbereitung auf die Outdoor-Saison

FrühlingDie erste legale Outdoor-Saison steht kurz bevor. Möchten Sie draußen drei Pflanzen anbauen und wissen noch nicht genau, wie Sie mit dem Outdoor-Anbau beginnen sollen? Keine Sorge, wir haben für Sie einen Leitfaden zum Outdoor-Anbau zusammengestellt, mit dem auch absolute Anfänger den legalen Anbau meistern. Im ersten Teil widmen wir uns den Grundlagen, also der Anbaumethode, der Sortenauswahl und der Planung der Auspflanzung.

Im ersten Teil unserer Serie über den Outdoor-Anbau sehen wir uns die Grundlagen an. Wir stellen Ihnen die gängigsten Methoden für den Anbau im Freien vor und geben Ihnen Tipps, welche Sorten sich am besten für den Outdoor-Anbau eignen. Abschließend planen wir je nach gewähltem Sortentyp den Zeitpunkt für die Aussaat im Freien und die Keimung.

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Wie baut man outdoor an?

Bevor Sie Gartengeräte, Dünger oder Saatgut kaufen, sollten Sie sich überlegen, wo und wie Sie anbauen möchten. Sie können die Pflanzen direkt ins Beet in den gewachsenen Boden, in ein Gewächshaus oder in einen Pflanztopf setzen. Jede dieser Varianten hat ihre Vor- und Nachteile.

  • Beet: Der größte Vorteil des Anbaus im gewachsenen Boden ist der unbegrenzte Platz für die Wurzeln. Ein gut entwickeltes Wurzelsystem zahlt sich für die Pflanzen gleich doppelt aus. Zum einen können sie ungehindert wachsen, zum anderen bedeutet eine große Wurzelfläche auch eine höhere Aufnahme von Nährstoffen aus dem Boden. Wenn Sie die Pflanzen also im Frühjahr in nährstoffreiches Substrat setzen, wachsen sie sehr schnell und müssen wahrscheinlich nicht einmal besonders stark gedüngt werden.
  • Gewächshaus: Im warmen und feuchten Gewächshaus gedeihen die Pflanzen gut und wachsen schneller als unter freiem Himmel. Besonders während der Wachstumsphase ist diese Umgebung vorteilhaft, aber in einem gut belüfteten Gewächshaus fühlen sich auch blühende Pflanzen wohl. Im Gewächshaus können Sie die Saison etwas früher beginnen als im Freien. Außerdem eignet es sich gut, um Setzlinge für die spätere Auspflanzung vorzuziehen.
  • Pflanztopf: Der Anbau im Freien in einem Pflanztopf bietet dem Grower eine gewisse Flexibilität. Durch die Verkleinerung des Pflanzgefäßes lässt sich erreichen, dass die Pflanzen nicht so groß werden, wodurch Sie die gesetzlich festgelegten Grenzen leichter einhalten können. Der Anbau in Gefäßen ist auch dann vorteilhaft, wenn Sie die Pflanzen umstellen möchten, beispielsweise um sie zur Beschleunigung der Blüte abzudunkeln oder sie vor Schädlingen und Witterung zu schützen.

Der gewählte Standort beeinflusst auch, wie Sie die Pflanzen während des Anbauzyklus pflegen werden. Am wenigsten Arbeit haben diejenigen, die im Garten einen sonnigen Platz mit einem fruchtbaren Beet zur Verfügung haben. In der Regel reicht es aus, einmal im Jahr organische Nährstoffe in das Substrat einzuarbeiten und die Pflanzen für den Rest der Saison nur mit klarem Wasser zu gießen.

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Beim Anbau in Pflanztöpfen kommt es darauf an, wie groß das Pflanzgefäß ist. Wenn Sie einen wirklich großen Pflanztopf mit Dutzenden Litern nährstoffreichem Gartensubstrat füllen, können die Nährstoffe für den gesamten Anbauzyklus ausreichen. Viel häufiger wird jedoch in mittelgroßen Pflanztöpfen (etwa 10 – 30 Liter) angebaut und die Pflanzen werden mit Düngern für den Anbau in Erde nachgedüngt.

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Im Gewächshaus ist sowohl der Anbau in Pflanztöpfen als auch in Beeten möglich. In beiden Fällen gelten die oben genannten Besonderheiten bei der Nährstoffversorgung. Anfängern passiert es häufig, dass die Pflanzen zu groß werden und nicht mehr ins Gewächshaus passen. Jede Pflanze sollte ungefähr 1 m2 Anbaufläche haben.

 Welche Sorten outdoor anbauen?

Bild 1_8Es ist keine gute Idee, Saatgut für den Outdoor-Anbau nur nach dem Namen auszuwählen. Einige Sorten blühen sehr lange und reifen während unserer relativ kurzen Saison möglicherweise nicht aus. Klassische photoperiodische Sorten beginnen im August zu blühen. Schönes Wetter kann zwar bis Anfang November anhalten, aber ein Outdoor-Grower muss immer damit rechnen, bereits im September oder Oktober ernten zu müssen. Daher empfiehlt es sich, Sorten mit einer Blütezeit von höchstens 9 Wochen auszuwählen.

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Eine hervorragende Lösung für den Anbau im Freien sind selbstblühende Sorten, die manchmal als Automatics bezeichnet werden. Autoflower-Pflanzen beginnen im Vergleich zu photoperiodischen Sorten unabhängig von der Tageslänge zu blühen und haben dadurch einen kürzeren Anbauzyklus. Mit Automatics fällt es Growern leichter, das Zeitfenster mit dem besten Wetter im Freien zu nutzen. Eine weitere Möglichkeit, den Launen des Wetters etwas entgegenzuwirken, sind „fast“ oder „early“-Sorten. Sie stammen von photoperiodischen Sorten ab, blühen schneller und können in der Regel bereits im September geerntet werden.

Wann mit der Keimung beginnen und wann die Auspflanzung ins Freie planen?

Abgesehen von technischen Sorten sät kaum ein Grower die Saat direkt ins Beet in den gewachsenen Boden. Die meisten lassen das Saatgut einzeln im Haus an einem warmen und geschützten Ort keimen, ziehen dort zunächst kleine Setzlinge vor und pflanzen sie erst ins Freie, wenn sie etwas größer geworden sind und das Wetter passt. Mit der Keimung des Saatguts photoperiodischer Sorten können Sie von April bis Mai beginnen. Je früher Sie anfangen, desto mehr Zeit haben Sie, um die Setzlinge vorzuziehen.

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Autoflower-Sorten vertragen das Umpflanzen nicht und sollten nach der Keimung am besten sofort an ihren endgültigen Standort gesetzt werden. Außerdem ist es wichtig, dass die jungen Pflanzen in den ersten Lebenswochen möglichst gute Bedingungen vorfinden und ausreichend wachsen können. Lassen Sie Automatics für den Outdoor-Anbau daher erst bei warmem Wetter in der zweiten Maihälfte oder später keimen.

Wenn Sie das Saatgut direkt ins Beet aussäen möchten, warten Sie, bis sich der Boden erwärmt hat und seine Temperatur über 13,5 °C steigt. Bedenken Sie jedoch, dass die Keimrate bei der Direktsaat deutlich niedriger ist als bei der Keimung im Haus bei höheren Temperaturen.

Im nächsten Teil sehen wir uns an, wie Sie den Standort für die Pflanzen vorbereiten und welche Gartenausstattung und Dünger Sie auf keinen Fall vergessen sollten, in den Warenkorb zu legen. Weitere Anleitungen und Growing-Tipps für Indoor- und Outdoor-Grower finden Sie im Higarden-Blog.