Hydroponik leicht gemacht: EBB & FLOW

Diese fortschrittliche hydroponische Technik wird auch als „Flood and Drain“, also als Ebbe-und-Flut-Methode, bezeichnet. Sie ermöglicht Growern die vollständige Kontrolle über das Wurzelsystem der Pflanzen und ihre Nährstoffversorgung. Lesen Sie mehr!

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  • Gleich zu Beginn sei angemerkt, dass Ebb & Flow – das ist bereits Hydroponik für Anspruchsvolle. Diese hydroponische Anbautechnik, die auf sogenannten EB-Tischen eingesetzt wird und sich durch eine außergewöhnliche Effizienz auszeichnet, ist daher eher für anspruchsvolle, fortgeschrittene Grower geeignet.
  • Wie bereits oben erwähnt, haben Sie beim EBB & FLOW nahezu 100 % Kontrolle über den gesamten Anbauprozess. Was für erfahrene Grower der größte Vorteil ist, kann am Anfang unnötige Schäden verursachen. Doch wie man sagt: Niemand fällt als Meister vom Himmel, und irgendwann muss man anfangen. Eine theoretische Vorbereitung kann Ihnen daher nur zugutekommen – ganz gleich, ob Sie sich als erfahrenen Grower betrachten oder erst beginnen, mit der Hydroponik zu experimentieren. Lesen Sie zu Beginn oder noch früher auch den einführenden Artikel über Hydroponik HIER.
  • Die Tischplatte, die aus einer flachen Flutwanne besteht, wird in regelmäßigen Abständen mit Nährlösung gefüllt und nach einigen Minuten wieder entleert.
  • Die Pflanzen befinden sich entweder in einzelnen Töpfen oder die gesamte Wanne ist mit Substrat gefüllt.
  • Wir empfehlen das komplette Flutwannensystem von General Hydroponics, das Sie auch auf dem Bild unten sehen.
  • EBB FLOW bietet Growern maximale Flexibilität, wenn es um die laufende Anpassung und Kontrolle der Bewässerung zur Versorgung der Pflanzen mit den benötigten Nährstoffen geht.
  • Diese Methode ist neben Kräutern, Obst und Gemüse auch beim Anbau von Zierpflanzen weit verbreitet. Bei der Nutzung von EBB-FLOW-Systemen müssen diese unter Umständen mehrere Jahre lang nicht umgetopft werden.

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  • Beim Anbau mit dem EBB &-Flow-System lösen sich während der Flutung im Substrat verbliebene Nährstoffreste aus der letzten Bewässerung.
  • Dadurch wird in der Praxis wirksam verhindert, dass sich unerwünschte Ablagerungen bilden oder Pflanzen infolge einer zu hohen Konzentration der Nährlösung überdüngt werden.
  • Jegliche Bewässerung, die das sogenannte Rückhaltevermögen des Substrats ihrem Volumen nach überschreitet, fließt unverzüglich zurück in den Tank mit Nährlösung.
  • Eine der wichtigsten Aufgaben des Growers beim Anbau mit der EBB-FLOW-Methode besteht darin, den richtigen Bewässerungszyklus zu wählen. Dann erhalten die Pflanzenwurzeln ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe, und Sie vermeiden eine Überwässerung.
  • Die Bewässerung wird den Pflanzen mithilfe einer Pumpe zugeführt.
  • Die einzelnen Zyklen werden über eine Zeitschaltuhr gesteuert.
  • Bei den meisten EBB-FLOW-Systemen befindet sich der Vorrat an Nährlösung unter den Töpfen beziehungsweise den Anbauplatten mit Substrat und Pflanzen.
  • „FLUTUNG“: Wasser mit Nährstoffen wird in der Regel bis auf zwei Drittel oder drei Viertel der Höhe des Anbaumediums geleitet, bei jungen Pflanzen mit noch kurzen Wurzeln, die nicht tief genug reichen, sogar noch höher.
  • „ABFLUSS“: Sobald die Nährlösung das gewünschte Niveau erreicht, wird sie nicht weiter über die Pumpe gefördert und fließt zurück in den Vorratsbehälter.

Wie bereits erwähnt, ist die Häufigkeit der Bewässerung entscheidend. Wie lässt sie sich also richtig einstellen?

  • Die optimale Länge des Intervalls zwischen den Flutungs- und Entleerungszyklen hängt in erster Linie von der Größe und Tiefe des EB-Tisches ab.
  • Auch die Wahl des Substrats ist entscheidend (siehe unten). Die Häufigkeit der Bewässerung muss unter anderem an die Fähigkeit des jeweiligen Substrats angepasst werden, Wasser zu speichern, also an seine Rückhalteeigenschaften.
    • Blähton (Hydroton): Bewässerung 2- bis 3-mal täglich.
    • Rockwool: Bewässerung einmal täglich (das heißt, Rockwool speichert mehr Wasser als Tonkugeln oder -granulat).
    • Dies sind Ausgangsintervalle. Sobald die Pflanzen beziehungsweise ihre Wurzeln größer werden, wird die Häufigkeit der Bewässerung schrittweise erhöht ... Eine allgemeingültige Anleitung gibt es aufgrund der individuellen Bedürfnisse der Pflanzen jedoch nicht. Beobachten Sie Ihre Pflanzen daher bereits ab den frühen Entwicklungsphasen besonders aufmerksam. Als Anfänger erwartet Sie die schwierige Aufgabe, eine Überwässerung oder das Austrocknen der Pflanzen zu vermeiden. Erfahrene Grower erkennen dagegen bereits durch bloßes Beobachten, wie es den Pflanzen geht und ob mehr oder weniger bewässert werden muss. Im ersten Fall sammeln Sie zumindest wertvolle Erfahrungen.
    • In der Praxis hilft die Regel, dass Sie das Substrat vor jeder weiteren Bewässerung leicht abtrocknen lassen sollten.
    • Das Finden des passenden Bewässerungsregimes ist der Kern der gesamten Methode. Sobald es Ihnen gelingt, können Sie sich gratulieren – Sie haben eine sehr anspruchsvolle Anbauherausforderung gemeistert!
    • Damit Ihnen dies gelingt, haben wir noch einen praktischen Tipp für Sie. Notieren Sie ab dem ersten Tag sorgfältig, wie viel Wasser im Tank abgenommen hat. Das Wasser sollte dabei niemals bis zum Boden des Topfes oder der Anbauplatte reichen.
    • Junge Pflanzen benötigen weniger Wasser als ältere, ausgewachsene Pflanzen.
    • Eine Rolle kann auch spielen, ob Sie mit dieser hydroponischen Technik trockenheitsliebende oder feuchtigkeitsliebende Pflanzenarten anbauen.
    • Generell wird empfohlen, die Pflanzen während der wärmsten Tageszeit zu bewässern.
    • Im Winter benötigen die Pflanzen weniger Bewässerung als im Sommer.
    • Wenn Sie beispielsweise aufgrund spezieller Dünger, die in einer bestimmten Wassermenge verdünnt werden, häufiger bewässern müssen, verkürzen Sie ausschließlich die Intervalle zwischen den Bewässerungen. Bewässern Sie die Pflanzen jedoch nicht unnötig mit einer übermäßig großen Wassermenge auf einmal.
    • Wenn Sie Schädlinge an Ihren Pflanzen feststellen, reduzieren Sie neben anderen Maßnahmen die Bewässerung und bewässern Sie nur einmal täglich. Bei einem stärkeren Befall genügt vorübergehend eine Bewässerung jeden zweiten Tag.

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Welches Substrat sollte verwendet werden?

  • Bei der hydroponischen Ebbe-und-Flut-Methode werden inerte Medien wie beispielsweise Perlit, Rockwool oder andere für die inerte Medien verwendet, die für die Hydroponik geeignet sind.
  • Die entscheidende Eigenschaft des Substrats ist seine Fähigkeit, Wasser zu speichern. Je höher diese Fähigkeit, desto besser.
  • Das Anbaumedium muss jedoch gleichzeitig auch als Drainage gut funktionieren.
  • Beispielsweise benötigt Blähton (Hydroton) eine etwas häufigere Bewässerung als Perlit
  • Vergessen Sie nicht, dass das Substrat nicht höher als 1 cm unter den Rand des Anbaugefäßes reichen sollte.

Ein flaches oder tieferes System?

Tiefere Systeme nutzen ein größeres Volumen an Nährlösung und bieten dem Wurzelsystem der Pflanzen mehr Platz. Außerdem wird jedes Mal, wenn das Substrat mit frisch eingepumpter Nährlösung befeuchtet wird, die alte Luft aus dem Wurzelbereich verdrängt. Überschüssiges Wasser fließt zurück in den Vorratsbehälter, während frische, wohltuende Luft zu den Pflanzenwurzeln gelangt. Die Dauer der Belüftung der Wurzeln ist deutlich länger als bei flachen Ebb-&-Flow-Systemen. Bei tieferen Systemen dauert es länger, bis das Substrat austrocknet und eine weitere Bewässerung erforderlich wird.

Wenn Sie Fragen zur hydroponischen Kultivierung von Pflanzen mithilfe von EBB & FLOW-Systemen haben, können Sie uns gerne unter der Ihnen bekannten Adresse info@higarden.de kontaktieren.

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