Woran erkennt man einen hochwertigen Steckling?
Wussten Sie, dass die Kultivierung aus sogenannten Stecklingen im Indoor-Pflanzenanbau deutlich häufiger ist als die Kultivierung aus Saatgut? Ist das auch bei Ihnen der Fall? Heute besprechen wir, welche Merkmale jeder gesunde Steckling aufweisen sollte, der für eine hervorragende Ernte bestimmt ist.

Die Qualität einer jungen Pflanze lässt sich bei einem Steckling deutlich leichter bestimmen. Im Vergleich zur Kultivierung aus Saatgut sparen Sie außerdem etwas Zeit und ersparen sich die üblichen Sorgen beim Keimen. Stecklinge müssen nur noch eingepflanzt werden. Umso wichtiger ist jedoch ihre Qualität. Woran lassen sich die genetischen Voraussetzungen erkennen?
- WURZELN: Das Wurzelsystem eines Stecklings hat wohl den größten Aussagewert. Wie bei älteren Pflanzen lässt sich auch hier durch die Beobachtung der Wurzeln die Vitalität bestimmen. Sie sollten feine Härchen und eine möglichst strahlend weiße Farbe erkennen können. Sobald Sie gelbe Spitzen, bräunlich verfärbte Ränder oder haarartige Wurzeln bemerken, weisen diese Anzeichen darauf hin, dass es sich um einen Steckling von geringer Qualität handelt und eine intensivere Pflege kaum noch viel Freude bereiten wird. Ist der Steckling hingegen nicht ausgesprochen schlecht, können auch weniger vitale Jungpflanzen zu Beginn beim Umpflanzen wirksam unterstützt werden. Dafür eignen sich ein guter Wurzel-Booster sowie weitere Nährstoffzusätze für Pflanzen, zum Beispiel hochkonzentrierte Enzympräparate oder organische Bodenverbesserer. Diese Präparate ergänzen einander und es liegt ganz bei Ihnen, in welchem Umfang sich eine umfassende Pflege Ihrer Stecklinge für Sie lohnt.
- GRÖSSE: Stecklinge aus derselben Charge sollten sich auch durch eine sehr ähnliche Größe auszeichnen. Das muss nicht millimetergenau sein, aber so erkennen Sie eindeutig ihre gleiche Herkunft.
- FARBE: beziehungsweise die Grüntöne, durch die sich die einzelnen Sorten voneinander unterscheiden können. Pflanzen derselben Sorte sollten identisch sein und die gleiche Farbe aufweisen. Auch hier finden wir wieder eine Parallele zum Menschen: Eine „gesunde Farbe“, die einfach frisch wirkt, erkennen Sie sofort. Vereinfacht gesagt muss ein Steckling kräftige und weiße Wurzeln haben.
- ETAGEN: Ein Steckling, der für die weitere Entwicklung bereit ist, sollte nicht nur eine oder zwei Etagen haben. Drei sollten Sie als Grundlage betrachten, idealerweise sollte ein für eine erfolgreiche Ernte bestimmter Steckling jedoch noch mehr Etagen aufweisen. Neue Triebe entstehen an der Stelle, an der die Blätter am Stängel der jungen Pflanze ansetzen. Jeder Trieb zählt als eine Etage. Sicherlich haben Sie bereits zu Hause oder in der Natur das Phänomen beobachtet, bei dem zwei Blätter von derselben Stelle aus in entgegengesetzte Richtungen wachsen. Dabei handelt es sich um spiegelbildliche Triebe; in diesem Fall zählen wir zwei Triebe als eine Etage.
- BLÄTTER: Achten Sie darauf, ob die Verbindung mit dem Stängel auffallend schwach ist – das wäre ein schlechtes Zeichen. Ein gutes Zeichen ist bei jedem Steckling hingegen ein kräftiges und gesundes Blatt, das fest sitzt. Solche Blätter sollte der Steckling praktisch gleichmäßig über seine gesamte Länge verteilt haben. Was die Blätter betrifft, ist das Beste, was Sie für die Gesundheit des Stecklings tun können, ein vorbeugendes Sprühen gegen Schimmel und Fäulnis. Sie können das Sprühmittel auch in BIO-Qualität zubereiten. Alles für den Schutz Ihrer Stecklinge finden Sie dann hier.

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In der Anbaupraxis wird die Qualität von Stecklingen häufig unterschätzt, insbesondere zu Beginn, wenn es an Erfahrung mangelt. Deshalb sind wir überzeugt, dass dies nach der Lektüre dieses Artikels bei Ihnen nicht mehr der Fall sein wird. Wenn Sie noch Fragen zum Thema Stecklinge haben, zögern Sie nicht, uns unter der bekannten Adresse info@higarden.de zu kontaktieren.
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