Wie geht man mit Schädlingen um?
Dieser Artikel knüpft direkt an den Beitrag über Pflanzenkrankheiten an. Die einzelnen Schädlinge und Krankheiten haben im Zusammenhang mit Pflanzen nämlich vor allem eines gemeinsam: Ihre Pflanzen werden in erster Linie durch eine hochwertige Vorbeugung vor ihnen geschützt.

Jeder Grower sollte zumindest über grundlegende Kenntnisse der bekannten Schädlinge verfügen, die Pflanzen häufig befallen, denn wie man sagt: Das Glück ist mit den Vorbereiteten.
Indoor-Grower, die sich der Kultivierung von Pflanzen in einer kontrollierten Umgebung widmen, wie sie ihnen Growboxen bieten, müssen nicht ganz so häufig gegen Schädlinge kämpfen. Dennoch gilt es gleich zu Beginn, mit dem verbreiteten Mythos aufzuräumen, dass Schädlinge Ihre Pflanzen beim Indoor-Anbau auch ohne eine ordnungsgemäße Vorbeugung weiträumig meiden. Trauermücken treten beispielsweise paradoxerweise eher bei Pflanzen auf, die im Innenbereich kultiviert werden. Der vorbeugende Pflanzenschutz gegen Schädlinge ist daher definitiv ein Bereich, den Sie nicht unterschätzen sollten – ganz gleich, ob Sie Kräuter, Obst oder Gemüse eher drinnen oder draußen anbauen.
Ein gemeinsames Merkmal der Schädlinge in diesem Artikel ist ihre Tendenz, sich auf den Blattunterseiten aufzuhalten. Danach kommt es vor allem darauf an, ob die Pflanze durch ausgewachsene Exemplare geschädigt wird, die an den vegetativen Pflanzenteilen zu sehen sind und meistens fliegen können (z. B. Blattläuse), oder eher durch Larven (z. B. Trauermücken) im Boden. Dieser muss sowohl auf ihr Vorkommen als auch auf die optimale Feuchtigkeit des Substrats kontrolliert werden.
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- Gleich zu Beginn empfehlen wir Ihnen wärmstens das Blattspray gegen Schädlinge Canna CURE, das Indoor- und Outdoor-Grower unmittelbar nach seiner Markteinführung aufgrund seiner wirksamen und dennoch umweltfreundlichen Zusammensetzung schätzen gelernt haben. Diese ist äußerst vielseitig einsetzbar, und ihre Wirkung können Sie beim Anbau in jedem beliebigen Substrat nutzen.
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- Das Mittel bildet auf den Blättern einen Schutzfilm.
- Durch die regelmäßige Anwendung von CannaCure erreichen Sie eine außergewöhnliche Vitalität der Pflanzen, die dadurch widerstandsfähig gegen mögliche Angriffe verschiedenster Schädlinge werden.
- Das Beste, wodurch sich das flüssige Mittel mit insektiziden und fungiziden Eigenschaften jedoch von ähnlichen Produkten unterscheidet, ist seine Fähigkeit, das Vorkommen von Schädlingen auf der Pflanzenoberfläche regelrecht zu kontrollieren. Genau diese Eigenschaft macht dieses einzigartige Mittel zu einem völlig außergewöhnlichen Produkt, das seinesgleichen sucht.

Welche Schädlinge treten also am häufigsten auf und wie können Sie sie wirksam bekämpfen?
BLATTLÄUSE
Wer kennt diese kleinen Biester (3–10 mm) nicht?
- Sie ernähren sich vom Saft der Stängel, Blätter oder Blüten und entziehen den Pflanzen regelrecht lebenswichtige Energie, was sogar zu ihrem endgültigen Absterben führen kann.
- Blattläuse befallen zahlreiche Pflanzenarten und sind vor allem für junge Pflanzen in frühen Entwicklungsstadien attraktiv. Werden junge Blätter befallen, erreichen sie selbst nach der vollständigen Bekämpfung der Blattläuse nie mehr ihre volle Größe.
- Wahrscheinlich ist jeder Grower zumindest im Garten schon einmal mit Blattläusen in Kontakt gekommen. Blattläuse sind jedoch ein typisches Beispiel für einen Schädling, der Ihre Ernte auch im Innenbereich vollständig zerstören kann.
- Es gibt mehrere Blattlausarten, doch die Möglichkeiten zu ihrer Bekämpfung sind gleich.
- Damit wir uns von der Anbaupraxis nicht zu weit in die Biologie entfernen, fügen wir noch eine interessante, wenn auch ziemlich unangenehme Tatsache hinzu: Eine einzige ausgewachsene Blattlaus bringt während ihres Lebenszyklus durchschnittlich 50 bis 250 Weibchen hervor, die über dieselbe Fortpflanzungsfähigkeit verfügen. Das bedeutet nur eines: Sobald Sie auch nur wenige Blattläuse an Ihren Pflanzen entdecken, sollten Sie sofort mit ihrer Bekämpfung beginnen, da ihre Population in Ihren Töpfen oder Beeten ansonsten in kürzester Zeit rasant anwächst!
- Ein relativ zuverlässiger Hinweis auf das Vorhandensein von Blattläusen an einer Pflanze ist eine auf der Pflanze krabbelnde Ameise oder beispielsweise ein Marienkäfer.
- Das Erkennen von Blattläusen wird außerdem dadurch erschwert, dass sie sich bevorzugt auf den Blattunterseiten aufhalten. Sie können auch unterschiedliche Farben haben, einschließlich Grün, das auf grünen Pflanzen natürlich nur schwer zu erkennen ist. Blattläuse sind daher zunächst am schwierigsten überhaupt zu entdecken. Danach ist ihre Identifizierung jedoch relativ einfach.
Vorbeugung:
- Canna CURE – Spray gegen Schädlinge oder zum Beispiel das 100 % biologische Pestizid BioNova NovaFoliar
- Eine wirksame Luftfilterung beim Indoor-Anbau
Bekämpfung:
- Einige wenige Exemplare können Sie auch manuell entfernen, von Hand oder mithilfe eines Wattestäbchens. Bei Pflanzen im Topf kommt auch eine einfache Dusche infrage, bei der die Schädlinge durch den Wasserdruck entfernt werden.
- Eine größere Blattlauspopulation beseitigen Sie am besten mit einem wirksamen biologischen oder chemischen Mittel. Probieren Sie beispielsweise das bewährte Mittel Mospilan oder das Spray INPORO des tschechischen Unternehmens AgroBio.
- Wenn Sie sich für eine chemische Behandlung entscheiden, achten Sie auf die Wartezeit des Produkts, also den Zeitraum, der zwischen der Anwendung und dem Verzehr verstreichen muss.
SPINNMILBEN
- Dieser achtbeinige, saugende Schädling mit einem einheitlich geformten Körper gehört zu den Milben und entzieht den Pflanzen Saft und damit lebenswichtige Energie.
- Befallene Pflanzen zeigen ein deutlich verlangsamtes Wachstum und eine eingeschränkte Fähigkeit, Blüten und Früchte zu bilden.
- Bei uns begegnet man am häufigsten der Gemeinen Spinnmilbe (Tetranychus urticae) und der Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi). Die Gemeine Spinnmilbe vermehrt sich zwar etwas schneller als die Obstbaumspinnmilbe, doch glauben Sie uns: Beide Arten können die Anzahl der Exemplare auf Ihren Pflanzen unglaublich schnell vervielfachen, bevor Sie „zerstörte Ernte“ sagen können. Daher appellieren wir an erster Stelle erneut an die bewährte Vorbeugung, die ebenso wie die mögliche Bekämpfung praktisch genauso erfolgt wie bei den oben genannten Blattläusen.
- Spinnmilben verraten sich auf den Blättern häufig durch auffällige helle Flecken, die von oben sichtbar sind, obwohl sich die Spinnmilben selbst auf der Unterseite der Blätter befinden.
- Die Spinnmilbe ist relativ schwer zu erkennen, da sie kaum jemals eine Größe von 0,7 mm erreicht. In der Anbaupraxis nehmen wir zunächst eigentlich nur bewegliche winzige Punkte wahr. Wenn Sie eine Lupe zu Hilfe nehmen, verraten die Spinnmilben ihre acht Beine – diese Anzahl ist bei Pflanzenschädlingen ziemlich ungewöhnlich.
- Spinnmilben sind außerdem mit Spinnen verwandt. Daher können auch charakteristische weiße Gespinste an den Pflanzen auf sie hinweisen, die zwar sehr fein, aber dennoch relativ stabil sind.
- Bei der Bekämpfung greifen wir wiederum in erster Linie zu biologischen Mitteln. Ein chemisches Insektizid sollte erst dann zum Einsatz kommen, wenn diese versagen.
TRAUERMÜCKEN
- Trauermücken (Sciaridae) schlüpfen aus Eiern im Kultursubstrat. Oft „kaufen“ wir sie bereits zusammen mit dem Substrat, insbesondere wenn es sich um eine günstige Universalerde aus dem Supermarkt handelt.
- Aus den Eiern schlüpfen Larven, die Pflanzen gefährden, indem sie sich von ihren Wurzeln ernähren. Da ein gesundes Wurzelsystem, das Wasser und Nährstoffe gut aufnimmt, die Grundlage einer vitalen Pflanze ist, kommt es dadurch zu einer Verlangsamung ihrer Entwicklung oder sogar zu ihrem Absterben.
- Trauermücken können auch in anderen mit Wasser vollgesogenen Kultursubstraten auftreten. Feuchtigkeit kommt ihnen nämlich entgegen.
- Kultursubstrate wie Perlit oder Blähton hingegen sagen Trauermücken nicht zu.
- Trauermücken bemerken Sie meist in Form verwirrt umherfliegender Mücken (2–4 mm) auf der Substratoberfläche, die aus den Larven geschlüpft sind. Bei Trauermücken stellen also vor allem die Larven das Problem dar; um die ausgewachsenen, mückenähnlichen Tiere müssen Sie sich nicht mehr kümmern.
- Jedes beliebige Substrat können Sie sterilisieren, bevor Sie die Pflanze darin einsetzen. Sie können es beispielsweise in einen auf hohe Temperatur vorgeheizten Backofen geben, was im Haushalt aufgrund des Geruchs jedoch nicht besonders praktisch ist. Eine bessere Variante ist, das Substrat mit kochendem Wasser zu übergießen. Sobald es auf eine normale Temperatur abgekühlt ist, können Sie pflanzen.
- Zwischen Bewässerung und dem Auftreten von Trauermücken besteht ein enger Zusammenhang. Übermäßiges Gießen der Pflanzen und nasses Substrat erhöhen erneut unnötig die Wahrscheinlichkeit, dass Trauermücken und ihre Larven auftreten. Ein bewährter Trick, um die Larven im Substrat zu beseitigen, besteht darin, das Substrat vor jeder Bewässerung 2–3 Zentimeter tief austrocknen zu lassen.
- Gegen ausgewachsene Exemplare helfen auch praktische Klebefallen und Klebesticker.
- Wenn Sie weder ausgewachsene Mücken noch Larven bemerken, erkennen Sie einen Befall der Pflanze durch Trauermücken daran, dass ihre Blätter gelb werden und die Pflanze insgesamt nicht gedeiht. Trauermücken verursachen nämlich neben dem Absterben der Wurzeln auch verschiedene Pilzkrankheiten des Wurzelsystems.
WEISSE FLIEGEN
- Weiße Fliegen (Aleyrodoidea) sind mit Blattläusen verwandt und schädigen Pflanzen ebenfalls, indem sie ihnen den Saft entziehen.
- Ausgewachsen erreichen sie eine Größe von 1–2 mm. Sie fallen durch ihre leuchtend weiße Färbung und ihre ausgeprägte Flugfähigkeit auf, wodurch sie sich häufig selbst verraten. Schütteln Sie einfach die Pflanze, bei der Sie feststellen möchten, ob sie von Weißen Fliegen befallen ist. Sollte dies der Fall sein, fliegen die Weißen Fliegen in die Luft und setzen sich nach kurzer Zeit wieder auf der befallenen Pflanze nieder. Ihre Identifizierung ist daher einfacher als bei vielen anderen Schädlingen. Einfach gesagt: Sie werden keinen fliegenden Schädling von leuchtend weißer Farbe finden, der in einer vergleichbaren Menge und ebenso gut fliegt wie die Weiße Fliege, die sich stets in großen Schwärmen auf Kosten der Pflanzen ernährt.
- Eine zuverlässige Identifizierung und gleichzeitig das Fangen ausgewachsener Exemplare ermöglichen wiederum Klebefallen und Klebesticker.
- Die Vorbeugung und Bekämpfung von Weißen Fliegen ist hinsichtlich der Mittel und Methoden praktisch gleich wie bei Blattläusen.
THRIPSE
- Von den mehreren hundert Thripsarten begegnet man unter unseren klimatischen Bedingungen am häufigsten dem Tabakblasenfuß (Thrips tabaci). Damit endet unsere Aufzählung der bekanntesten Pflanzenschädlinge, die ebenfalls zahlreiche Pflanzenarten befallen.
- Thripse erkennen Sie am einfachsten an ihren charakteristischen Flügeln, nach denen auch ihr Name abgeleitet ist. An den Flügelrändern sind nämlich auf den ersten Blick deutlich Fransen zu erkennen.
- Thripse gehören ebenfalls zu den saugenden Schädlingen, verschmähen neben den Blättern der Pflanzen aber auch weder Blüten noch Früchte.