Was ist die einfachste Art, indoor anzubauen?

Indoor-Anbau kann wie eine beträchtliche Herausforderung wirken – komplizierte Technik, die Messung von EC und pH, das Umschalten der Lichtzyklen und endloses Feinjustieren. Es geht aber auch einfacher. Sie müssen nur den richtigen Ansatz wählen, und die Natur übernimmt den größten Teil der Arbeit. Wir zeigen Ihnen die einfachste Methode für den Indoor-Anbau für Anfänger oder für alle, die unkompliziert und ohne unnötigen Stress anbauen möchten.

Indoor-Anbau kann viele Formen annehmen – von Hightech-Hydrokulturgärten über den Anbau in Töpfen bis hin zu Hochbeeten. Was all diese Methoden jedoch verbindet, ist die optimierte Umgebung, in der sich die Pflanzen befinden. Im Gegensatz zum Anbau im Freien stehen den Pflanzen beim Indoor-Anbau die maximal mögliche Menge an Licht und Wasser zur Verfügung, und im Anbauraum herrschen ideale Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen. Das Einzige, was sie unter solchen Bedingungen ausbremsen kann, ist ein Nährstoffmangel. Die richtige Pflanzenernährung ist gerade für Anfänger, aber auch für fortgeschrittene Grower, häufig der Knackpunkt. Wie lässt sich das vermeiden?

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Anbau in vorgedüngten Substraten

So wie es viele Anbaumethoden gibt, gibt es auch unzählige Möglichkeiten, Pflanzen zu ernähren. Viele Indoor-Grower verwenden hochwirksame Mineraldünger. Diese sind zwar äußerst effektiv, haben aber einen entscheidenden Nachteil – die Pflanzen werden davon regelrecht abhängig. Mineralsalze umgehen nämlich den natürlichen Nährstoffkreislauf, der auf der Zusammenarbeit von Bodenmikroorganismen und Pflanzen beruht. Deshalb wirken sie auch so schnell. Diese Eigenschaft wird jedoch mit der Notwendigkeit erkauft, häufig und präzise mit einer Nährlösung mit angepasstem pH-Wert und EC-Wert zu düngen. Mineraldünger werden meist in der Hydrokultur und beim Anbau in erdlosen Substraten wie Kokos, Mineralwolle (Grodan), Perlit oder Blähton (LECA) verwendet.

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Im Gegensatz zu Mineraldüngern stehen organische Dünger. Sie benötigen Bodenmikroorganismen, um zu wirken, und funktionieren daher etwas langsamer. Genau darin liegt jedoch ihr Vorteil. Vereinfacht gesagt müssen beim organischen Anbau alle Nährstoffe, die die Pflanzen aus dem Boden aufnehmen, zunächst von Mikroorganismen verarbeitet werden. Der Vorteil dieses Prozesses besteht darin, dass die Pflanzen dem Boden nur das entnehmen, was sie tatsächlich benötigen. Es genügt, wenn im Substrat ausreichend Nährstoffe vorhanden sind. Dadurch sind beim Anbau mit organischen Düngern keine komplizierten Messungen erforderlich, und das Risiko einer Überdüngung ist minimal.

Unter dem weit gefassten Begriff organische Dünger finden Sie verschiedene Rezepturen. Bei Growern sehr beliebt sind flüssige organische Dünger, die regelmäßig dem Gießwasser zugesetzt werden. Wenn Sie jedoch wirklich unkompliziert anbauen möchten, setzen Sie auf trockene organische Dünger und vorgedüngte Kultursubstrate. Die folgenden Ernährungsprogramme sind für den Anbau in Erde vorgesehen. Sie verbindet, dass Sie die Pflanzen während eines großen Teils des Anbauzyklus ausschließlich mit klarem Wasser gießen und den Rest die Dünger übernehmen.

BioNova Living Soil

BioNova Living Soil ist ein organischer Bodendünger, der jedes Bodensubstrat mit den benötigten Nährstoffen und allen erforderlichen Mikroorganismen anreichert. Sie können jedes klassische Kultursubstrat verwenden. Am besten geeignet sind Substrate für den organischen Anbau (z. B. Canna BIO Terra) oder Substrate vom Typ Light-Mix. Vermeiden Sie lediglich stark vorgedüngte Mischungen mit Mineraldüngeranteil. Nach dem Vermischen erhalten Sie ein organisches Substrat, das während des gesamten Anbauzyklus nur mit Wasser gegossen werden muss.

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Biotabs

Biotabs ist eine Marke für organische Dünger, die ein komplettes Ernährungsprogramm für den organischen Anbau anbietet. Die Grundlage bilden feste Düngertabletten, die mit allen herkömmlichen Substraten außer vorgedüngten Substraten kombiniert werden können. Die Tabletten werden zu Beginn des Anbauzyklus in den Topf gesteckt, und die Pflanzen werden ausschließlich mit Wasser gegossen. Im Biotabs-Programm finden Sie außerdem eine Reihe nützlicher organischer Zusätze, mit denen Sie das Substrat anreichern können, sowie flüssige organische Pflanzenschutzmittel und Präparate zur Förderung der Blüte.

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Vorgedüngte Bodenmischungen

Vorgedüngte Gartensubstrate unterscheiden sich von den beiden vorherigen Möglichkeiten dadurch, dass sie nicht immer ausschließlich organische Dünger enthalten. Substrate vom Typ „Light-Mix“ enthalten nur eine geringe Menge Dünger, die für die Pflanzen in den ersten Lebenswochen ausreicht, und werden anschließend mit organischen oder mineralischen Düngern kombiniert. Die Nährstoffe in stark gedüngten Substraten reichen für die Pflanzen länger aus, aber keinesfalls für den gesamten Anbauzyklus. Eine bewährte Praxis vieler Grower ist es, diese Substrate mit flüssigen organischen Düngern zu kombinieren. So erhalten sie das Beste aus beiden Welten. In den ersten Wochen müssen sie die Pflanzen nicht düngen, und während der Hochphase des vegetativen Wachstums und der Blüte können sie die Pflanzen je nach Bedarf mit Nährstoffen versorgen.

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So bauen Sie in vorgedüngten Substraten an

Auch wenn Ihnen ein nährstoffreiches Substrat sicherlich einen Teil der Arbeit abnimmt, benötigt Ihr Indoor-Garten dennoch etwas Pflege. Ein optimales Klima im Anbauraum ist selbstverständlich. Mit der Bedeutung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtmenge haben wir uns im higarden-Blog bereits vielfach beschäftigt. Wenn es im Anbauraum zu kalt ist oder Sie die Pflanzen mit zu schwachem Licht beleuchten, wird Ihre Pflanze auch mit den besten Düngern nicht blühen.

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Wenn Sie mit organischen Düngern anbauen, gießen Sie die Pflanzen immer mit klarem Wasser, das Sie zuvor stehen lassen oder filtern, um es von Chlor zu befreien. Chlor schadet nämlich den Mikroorganismen im Boden. Auch der Einsatz chemischer Pestizide und Herbizide oder eine zu hohe Salzkonzentration durch Mineraldünger tötet die Bodenmikroorganismen ab.

 Es kann vorkommen, dass den Pflanzen Nährstoffe fehlen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie sie sehr lange in der vegetativen Phase lassen, Pflanzen mit einer langen Blütezeit anbauen oder einen zu kleinen Topf verwendet haben. In einem solchen Fall können Sie die Pflanzen mit einem schnell wirkenden flüssigen organischen Dünger mit Nährstoffen versorgen. Wenn Sie besonders schnell eingreifen möchten, können Sie während des Anbauzyklus auf mineralische Dünger für den Anbau in Erde umsteigen.

Weitere praktische Anleitungen, Produktbewertungen und Anbautipps finden Sie im higarden-Blog, in dem wir auf die praktischen Erfahrungen von Indoor- und Outdoor-Growern zurückgreifen.