Spritzmittel und Sprühgeräte – alles, was Sie wissen müssen
Erfahrene Grower verlassen sich meist nicht ausschließlich auf die klassische Bewässerung in Form einer Nährlösung, die auf die Wurzeln der Pflanzen aufgebracht wird, sondern verwenden auch kleine oder große Drucksprüher oder Sprühgeräte, mit deren Hilfe sie bestimmte Nährstoffe oder Pflanzenschutzmittel als Spritzung ausbringen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie womit und warum spritzen können!

Wie spritzt man richtig?
Gleich zu Beginn ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass die deklarierte Wirksamkeit jedes Präparats in Form einer Spritzung in hohem Maß von der Qualität seiner Anwendung abhängt. Innerhalb der Growbox, in der Sie ganz einfach ein perfektes Mikroklima schaffen können, werden Sie die folgenden Ratschläge nicht besonders benötigen. Umso mehr sollten Sie sie beim Anbau von Pflanzen im Freien (Outdoor-Anbau) beachten.
- Dieser Punkt mag völlig selbstverständlich erscheinen, dennoch halten einige Anfänger die kleinen Öffnungen, durch die Wasser aus einer klassischen Gießkanne für die manuelle Bewässerung austritt, für eine Spritzanwendung. Einen hochwertigen Drucksprüher halten sie dagegen für überflüssig. Bei der Verwendung einer Gießkanne läuft die Lösung sofort von den Pflanzen ab, sodass Sie sie lediglich erfolglos verschwenden oder im schlimmsten Fall auch die Vegetation in der Umgebung der betreffenden Pflanze schädigen würden. Daher zur Sicherheit: niemals die Gießkanne, immer den Drucksprüher. Auf konkrete Drucksprüher und auf das Prinzip ihrer Funktionsweise gehen wir einige Zeilen weiter unten ein.
- Das Wetter und die aktuellen Witterungsbedingungen spielen beim Spritzen von Pflanzen im Garten eine entscheidende Rolle. Achten Sie daher in erster Linie immer auf Windstille. Wenn Sie chemische Spritzmittel verwenden, kann der Wind sie leicht in unerwünschte Bereiche des Gartens verwehen. Wenn Ihr Spritzmittel ausschließlich natürlichen Ursprungs ist, wäre es schade, es unnötig zu verschwenden. Spritzen Sie den Garten daher nur bei Windstille. Mit dem Wetter, insbesondere im Sommer, hängt auch die Außentemperatur zusammen. Sie sollten das Spritzmittel weder bei direkter Sonneneinstrahlung noch bei Temperaturen über 25 °C anwenden. Deshalb wird meist am Morgen oder am Abend gespritzt. Nach dem Mittagessen mit dem Spritzmittel in den Garten zu gehen, ist keine gute Idee. Die Oberfläche der Pflanzen sollte während der Anwendung trocken sein. Achten Sie daher gleichzeitig darauf, dass sie nicht mehr feucht ist und in den nächsten Stunden kein Regen zu erwarten ist. Im Zusammenhang mit Regen muss erwähnt werden, dass einige Spritzmittel systemisch und andere als Kontaktmittel wirken. Während systemische Mittel innerhalb einiger Stunden bis in das Pflanzengewebe eindringen, wirken Kontaktmittel nur auf der Oberfläche der Pflanze. Daher bedeutet auch ein leichter Wolkenbruch erneut nutzlos aufgewendete Arbeit und Mittel.
- Es lohnt sich, den Drucksprüher regelmäßig auseinanderzunehmen und zu reinigen.
- Zu guter Letzt dürfen wir auch den Schutz unserer eigenen Person nicht vergessen (Handschuhe, Schutzbrille, Atemschutz und weitere Schutzausrüstung) bei der Verwendung chemischer Pestizide, die giftig sind. Trinken, essen und rauchen Sie während der Arbeit mit chemischen Spritzmitteln nicht.
Drucksprüher und Sprühgeräte – wie funktionieren sie und wie wählt man sie aus?
Ein Drucksprüher zerstäubt kleine Tropfen der jeweiligen Flüssigkeit, die anschließend auf der Oberfläche der Pflanzen haften bleiben und dort auf die gewünschte Weise wirken können. Noch ausgefeilter und effizienter sind Vernebler (siehe unten). Wenn Sie auf Qualität setzen, wird Ihr Drucksprüher mehrere Saisons halten. Mit seiner Hilfe können Sie all Ihre Pflanzen präzise und gleichmäßig benetzen, zusätzlich düngen und schützen.
Ein kleines Sprühgerät wird meist zu Hause verwendet, um Zimmer- oder Balkonpflanzen mit klarem Wasser zu besprühen oder Blattspritzungen auszubringen. Und wenn Sie ein Growzelt besitzen, in dem Sie mehrmals im Jahr Kräuter, Obst oder Gemüse ernten, ist Ihnen sicher bereits der Gedanke gekommen, dass kleinere und vor allem Drucksprüher auch innerhalb der Growbox einen praktischen Nutzen haben und sich dort hervorragend für Blattspritzungen eignen!
Die kleinsten Sprühgeräte, wie Sie auch auf dem Bild sehen können, sind meist mechanisch (Variante 500 ml). Insgesamt empfehlen wir eher Drucksprühgeräte (Varianten 1 und 1,5 L) mit Kolbenpumpe, Ventil im Kopf des Drucksprühers, Arretierung für den Dauerbetrieb und verstellbarer Düse zur Regulierung des Sprühstrahls. Für die Growbox ist auch der 2-Liter-Garden HighPro PUMPRO perfekt geeignet. Bei kleineren Drucksprühern und Sprühgeräten werden Sie sicher zu schätzen wissen, wie einfach sie zu reinigen sind. Außerdem sind sie leicht, sodass die Handhabung keinerlei Anstrengung erfordert.

UNSER TIPP: Gehören Sie zu den Growern, die sich für Hightech-Hilfsmittel interessieren? Dann wird Sie sicher die Neuheit in unserem Sortiment erfreuen: die automatische Handsprühpistole VAPR Nano Spray Gun. Diese leistungsstarke, akkubetriebene Nebelpistole sorgt beim Zerstäuben einer beliebigen Lösung oder eines Spritzmittels für außergewöhnlichen Komfort und hohe Effizienz. Die Abgabe einer großen Flüssigkeitsmenge bei niedrigem Druck erzeugt den typischen Nebel, der für eine bessere Reichweite und Wirksamkeit der Spritzung sorgt.
Große und rückentragbare Sprühgeräte
Einen Drucksprüher mit einem Fassungsvermögen von 5 oder sogar 20 Litern können Sie auf dem Rücken tragen. Bei der Garten- oder Gewächshauspflege ist dies eine allgemein sehr beliebte und praktische Sprühmethode. Wir empfehlen beispielsweise das beliebte Sprühgerät Aquaking.
Für eine größere Reichweite der Spritzung können Sie die beliebten Vorheriger Artikel