Was sind NPK-Dünger und wofür werden sie verwendet?
Für Einsteiger im Gartenbau und in der Pflanzenpflege kann es schwierig sein, aus dem scheinbar unübersichtlichen Angebot in den Regalen der Geschäfte die richtige Düngerreihe auszuwählen. Eine ungeeignete Pflanzenernährung kann jedoch häufig den gesamten Anbau gefährden. Wir zeigen Ihnen, wie NPK-Dünger funktionieren, welche Informationen Sie auf dem Etikett finden und anhand welcher Kriterien Sie das passende Produkt für Ihre Growbox, Ihr Gewächshaus oder Ihren Garten auswählen.
Beim Anbau verwenden die meisten Gärtner Dünger, mit denen sie ihre Pflanzen mit Nährstoffen versorgen. Der Grund dafür ist, dass es bei den meisten Gartenbaumethoden – von der Indoor-Kultivierung unter künstlicher Beleuchtung bis hin zum Anbau im Freien – nach einiger Zeit zu einer Erschöpfung des Substrats kommt, das dann nicht mehr genügend Nährstoffe für eine gesunde Entwicklung der Pflanzen enthält.
Was sind NPK-Nährstoffe?
Alle Pflanzen benötigen insgesamt 17 Nährstoffelemente zum Leben. Abgesehen von drei davon – Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff – nehmen sie alle aus dem Boden, dem Substrat oder der Nährlösung auf. Die Wurzeln nehmen insgesamt 14 Elemente auf, die wir anschließend danach einteilen, wie wichtig sie für die Pflanzenernährung sind.
- Grundlegende (makrobiogene) Nährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel, Kalzium, Magnesium) verbrauchen Pflanzen in den größten Mengen. Ein Mangel führt zu schweren Wachstumsstörungen oder zum Absterben der Pflanze.
- Mikroelemente (Chlor, Eisen, Bor, Mangan, Zink, Kupfer, Molybdän, Kobalt) benötigen sie zwar nur in minimalen Mengen, doch auch ein Mangel an Mikronährstoffen kann Pflanzen erheblich schädigen.
In der Praxis kommt es dann am häufigsten vor, dass Pflanzen regelmäßig mit Dünger mit drei grundlegenden Nährstoffelementen versorgt werden müssen – Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K).
Die Bedeutung von NPK für die Entwicklung und Gesundheit der Pflanzen
Der Bedarf an NPK-Nährstoffen unterscheidet sich je nach Alter und Art der Pflanzen, klimatischen Bedingungen und Anbaumethode. All diese Faktoren sollten Sie bereits vor dem Düngen berücksichtigen. Es ist wichtig, Dünger zu verwenden, die NPK-Nährstoffe in der richtigen Menge und im passenden Verhältnis enthalten. Andernfalls können Ihre Pflanzen entweder unter Nährstoffmangel leiden oder Sie überdüngen sie und verbrennen sie buchstäblich durch einen Überschuss an Mineralsalzen im Substrat.
- Stickstoff (N): Pflanzen benötigen Stickstoff insbesondere zur Bildung von Chlorophyll, dem grünen Farbstoff, der für den Prozess der Photosynthese unerlässlich ist. Außerdem ist Stickstoff Bestandteil pflanzlicher Aminosäuren und Proteine. Ein Stickstoffmangel zeigt sich durch eine Gelbfärbung der Blätter und verlangsamtes Wachstum. Pflanzen nehmen Stickstoff am besten in Form von in Wasser gelösten Nitraten auf. Empfohlene Dünger zur Stickstoffversorgung sind organische Fischemulsion oder Dünger für das vegetative Wachstum.
- Phosphor (P): Phosphor ist für die Fortpflanzungsphasen der Pflanzen und die Bildung von Zellstrukturen wichtig. Ein Phosphormangel zeigt sich durch eine dunklere Färbung der Blätter und kleinere Blüten. Pflanzen nehmen Phosphor am besten in Form von in Wasser gelösten anorganischen Phosphaten auf. Empfohlene Dünger zur Phosphorversorgung sind Fledermausguano sowie Dünger zur Unterstützung der Blüte.
- Kalium (K): Kalium ist entscheidend für die Blütenbildung und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten. Ein Kaliummangel zeigt sich durch verbrannte Blattränder und verlangsamtes Wachstum. Pflanzen nehmen Kalium am besten in Form von in Wasser gelösten Kaliumsalzen auf. Empfohlene Dünger sind Dünger zur Unterstützung der Blüte, PK-Booster und Palmzasche.
Den richtigen NPK-Dünger auswählen
Auf der Verpackung jedes Düngers finden Sie einige grundlegende Informationen, die Ihnen helfen, genau zu bestimmen, wofür die jeweilige Rezeptur geeignet ist und welche Bestandteile sie enthält.
- Die drei durch Bindestriche getrennten Zahlen (z. B. 2-1-2) geben den Gehalt der grundlegenden Nährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) an. Die Reihenfolge der Elemente ist festgelegt (N-P-K), und die Zahlen geben den prozentualen Anteil des jeweiligen Elements am Gesamtvolumen des Düngers an.
- Eine ausführliche chemische Analyse präzisiert in der Regel die Zusammensetzung des Produkts, nennt weitere im Dünger enthaltene Nährstoffelemente und gibt deren Mindestgehalt im Produkt an.
- Eine Liste der Salze, aus denen die im Dünger enthaltenen Nährstoffe gewonnen wurden. Sie enthält nützliche Informationen für alle, die Dünger verschiedener Hersteller miteinander kombinieren möchten. Einige Formen von Mineralsalzen lassen sich nämlich nicht einfach miteinander mischen, ohne dass sie ausfallen. Das ist auch der Grund dafür, dass manche Dünger mehrere Bestandteile in getrennten Flaschen enthalten.
- Dosiertabellen geben an, wie oft und in welcher Menge der Dünger dosiert werden soll. Wenn Sie gerade erst mit dem Anbau beginnen, halten Sie sich am besten möglichst genau an die Anweisungen des Herstellers und mischen Sie keine verschiedenen Marken.
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So wählen Sie den richtigen NPK-Dünger je nach Wachstumsphase aus
Einjährige Pflanzen durchlaufen während der Anbausaison zwei grundlegende Phasen: die vegetative (Wachstums-) und die generative (Blüte-)Phase. Wenn sie allmählich von einer Phase in die andere übergehen, verändern sich auch ihre Anforderungen an die Nährstoffversorgung. Allgemein gilt, dass sie in der ersten Lebensphase während des vegetativen Wachstums, in der sie neue Wurzeln, Blätter und Stängel bilden, am meisten Stickstoff benötigen. Während der Blüte steigt dann ihr Phosphorbedarf. Kalium wird aus dem Boden während des gesamten Vegetationszyklus meist in gleichmäßiger Menge aufgenommen.
Düngerhersteller legen ihren Produkten Dosiertabellen bei, die Ihnen genau sagen, wann und in welcher Menge gedüngt werden soll. Dabei handelt es sich jedoch nur um Empfehlungen. Ein erfahrener Grower sollte weitere Faktoren kennen, die den Nährstoffverbrauch beeinflussen, etwa das verwendete Substrat, die Temperatur und andere klimatische Bedingungen, die Art und Häufigkeit des Gießens oder die Besonderheiten der Sorte.
- Dünger für das vegetative Wachstum
- Dünger für die Blütephase
- Dünger für Wachstum und Blüte
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