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Anleitung zum Kompostieren

Heute widmen wir uns einem Thema, das in der Welt des Gärtnerns in letzter Zeit zu einem bedeutenden Trend geworden ist und daher sicherlich Ihr Interesse wecken wird. Heute geht es darum, wie Sie ganz einfach Kompost anlegen und nutzen können.

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Kompostieren bietet jedem Grower und Hobbygärtner eine hervorragende Möglichkeit, biologische Abfälle in Form von Laub, Gras, Gemüseresten oder beispielsweise Fallobst in etwas Nützliches zu verwandeln – nämlich in eigenen Bio-Dünger!

Die Erfahrung zeigt, dass sich in jedem Garten reichlich biologische Überschüsse finden und es eine Schande wäre, wenn dieses wertvolle Material, das nach erfolgreicher Kompostierung die Funktion eines universellen Bio-Düngers übernehmen kann, der alle Pflanzenarten wirksam unterstützt, irgendwo auf einer Deponie landen würde, wo es außerdem nur schwer verbrannt werden kann und häufig der Grund dafür ist, dass Deponien weit in die Umgebung hinein unangenehm riechen. So viel zum ökologischen Aspekt – nun können wir uns den praktischen Tipps für Ihren Garten zuwenden.

Lohnt sich das Kompostieren?

Die Antwort lautet eindeutig: JA! Wie allgemein bekannt ist, zeichnet sich fruchtbarer Boden durch eine ausreichende Menge hochwertigen Humus aus. Dieser entsteht, indem wir die Natur im Komposter eine Weile mit den biologischen Abfällen arbeiten lassen, mit denen wir ihn nach und nach füllen. Humus hat eine lockere Struktur, die Wasser im Boden hält und gleichzeitig die Wurzeln belüftet – was könnte man sich mehr wünschen? Der gesamte Prozess lässt sich natürlich mit einem geeigneten Mittel beschleunigen, beispielsweise in Form eines Granulats der tschechischen Marke AgroBio. Es enthält die richtigen Bakterien, die die Natur unterstützen. Neben dem erheblichen Nutzen, den Ihnen das Kompostieren langfristig bringt, kann Ihnen auch das gute Gefühl guttun, selbst etwas für unseren Planeten zu tun.

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Wie geht man dabei vor?

  1. Bestimmen Sie zunächst einen Standort, idealerweise einen humusreichen Platz, an dem Sie den Kompost anlegen. Er sollte so gelegen sein, dass Sie ihn von Zeit zu Zeit problemlos mit einer mit biologischen Abfällen beladenen Schubkarre erreichen können. Vermeiden Sie den häufigen Fehler, Kompost an den unterschiedlichsten Vertiefungen und anderen Mulden anzulegen, in denen anschließend keine ausreichende Luftzirkulation stattfindet. Fäulnis gehört beim Kompostieren keinesfalls dazu, sondern nur die allmähliche und natürliche Zersetzung des organischen Materials, also die Verrottung – das ist ein Unterschied. Sie benötigen außerdem einen Platz, an dem die Sonne nicht den ganzen Tag direkt darauf scheint.
  2. Besorgen Sie sich einen Komposter. Dabei kann es sich um einen gewöhnlichen Komposthaufen handeln, der etwa 1,5 × 1 m Platz benötigt. Platz sparen können Sie mit einem aus Holzlatten gefertigten Komposter, denn bei einem klassischen Komposthaufen werden die Bioabfälle an einem Ende aufgeschichtet und am anderen Ende des Haufens wird der fertige Kompost entnommen. Dadurch kann sich die Länge vergrößern. Bei Holzlatten müssen Sie wiederum eine Holzart wählen, die nicht leicht verrottet, am besten Lärche. Das Holz kann durch eine Konstruktion aus Eisen ersetzt werden, die nicht verwittert. Besonders Thermokomposter aus Kunststoff mit praktischem Deckel erleben in letzter Zeit einen Boom. Wenn Sie gerade erst mit dem Kompostieren beginnen möchten, ist dies die einfachste Wahl.
  3. Ein zuverlässiges Rezept für richtiges Kompostieren ist das Schichten nach bewährten Regeln. In den unteren Bereich eines gewöhnlichen Komposts gehören Äste oder Stücke abgestorbenen Holzes als grobkörniges Material. Dieses bildet eine Art Trennschicht zwischen der Erde und den weiteren Bioabfällen, damit der Sauerstoff leichter zu den Mikroorganismen gelangt, die im Komposter eifrig arbeiten. Außerdem unterscheiden wir zwischen einer stickstoffhaltigen und einer kohlenstoffhaltigen Schicht. Das ist sozusagen die Grundlage für den späteren Inhalt des Düngers, den wir aus unseren eigenen biologischen Überschüssen gewinnen. Bringen Sie die Schichten mit einer Dicke von etwa 10 cm auf. Alles Grüne, aber auch Küchenabfälle einschließlich Eierschalen, bildet die stickstoffhaltige Schicht. Alles Braune, Feuchte und Trockene bildet die kohlenstoffhaltige Schicht. Dazu gehören Stroh, Laub, Sägespäne usw. Wenn Sie beim Anlegen des Komposts einen Beschleuniger verwenden – und warum auch nicht –, schichten Sie die einzelnen Lagen mit Erde, die mit dem Kompostbeschleuniger vermischt ist.
  4. Kompost erfordert nicht übermäßig viel Pflege. Der Haufen verdichtet sich allmählich, wodurch die Sauerstoffzufuhr reduziert wird. Daher muss der Kompost nach etwa zwei Monaten durchgemischt und neu aufgeschichtet werden. Bei regnerischem Wetter sollten Sie den Kompost abgedeckt lassen. Bei Trockenheit ist es sinnvoll, den Haufen gelegentlich mit Wasser zu bewässern.

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Reife des Komposts

Kurz gesagt werden im Allgemeinen drei Stadien unterschieden, wobei jede Phase, in der sich der Kompost gerade befindet, die verrottende organische Substanz für eine andere Verwendung bestimmt:

  • Frischer Kompost ist etwa drei Monate alt, und Sie können darin noch die einzelnen Bestandteile erkennen. Trotzdem können Sie ihn in dieser frühen Phase zur Unterstützung von Nutzpflanzen verwenden, traditionell etwa für Tomaten, Kartoffeln oder Gurken.
  • Reifer Kompost ist zwischen einem halben Jahr und einem Jahr alt. Sie erkennen ihn an seiner dunkelbraunen bis schwarzen Färbung. Sein Geruch erinnert an Walderde, und abgesehen von den Eierschalen sind die ursprünglichen Bestandteile größtenteils nicht mehr zu erkennen. Wenn Sie ihn vor der Verwendung durchsieben, eignet er sich als Zusatz für sämtliche Rasen- und Gartenflächen sowie Beete und nicht zuletzt als hochwertige Erde für Pflanztöpfe aller Art. Reifer Kompost enthält bereits eine sehr große Menge an Grundnährstoffen und sollte großflächig sowie maßvoll eingesetzt werden, damit es nicht zu einer Überdüngung kommt.
  • Komposterde ist meistens mehr als ein Jahr alt. Die Wirkung beziehungsweise der Nährstoffgehalt, der bei reifem Kompost noch so intensiv ist, nimmt mit der Zeit bereits ab. Daher können Sie sie unbesorgt für alle denkbaren Pflanzenarten verwenden, am besten im Frühjahr und Sommer.

Jetzt wissen Sie, wie Sie Kompost anlegen und den gesamten Kompostierungsprozess beschleunigen können. Wenn Sie Fragen rund um das Anlegen von Kompost haben, wenden Sie sich jederzeit an uns unter der bekannten Adresse – wir beraten Sie gerne. Schreiben Sie an info@higarden.de.

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- Kompostbeschleuniger

Welchen Pflanztopf für den Anbau im Freien wählen: Vergleich von Pflanztöpfen aus Kunststoff, Textil und Air Pot

Manche machen sich Gedanken über Dünger, andere über das Licht – aber nur wenige schenken dem ausreichend Aufmerksamkeit, worin die Pflanze eigentlich wächst. Dabei kann ein falsch gewählter Pflanztopf selbst erfahrenen Growern ordentlich Probleme bereiten. Überhitzung, Staunässe, zu einem Schlangennest verdrehte Wurzeln … Also: Kunststoff, Stoff oder Air-Pot? Sehen wir uns die Unterschiede an.

Kunststoff-Pflanztöpfe – der günstige und bewährte Klassiker

Kunststoff-Pflanztöpfe müssen wohl niemandem ausführlich vorgestellt werden. Die meisten Grower verwenden sie – ob auf dem Balkon, im Gewächshaus oder im Garten. Sie sind günstig, leicht und in jeder Größe problemlos erhältlich. Für die Anzucht von Setzlingen sowie für den einfachen Anbau von Kräutern, Blumen oder auch Gemüse sind Kunststoff-Pflanztöpfe sicherlich eine funktionale Wahl. Wenn Sie jedoch anspruchsvollere Pflanzen wie Tomaten, Chili oder medizinische Pflanzen anbauen möchten, haben Kunststoff-Pflanztöpfe einige Einschränkungen. Ein Hauptproblem kann eine unzureichende Drainage sein. Daher empfehlen wir, beim Anbau in Kunststoff-Pflanztöpfen mit Perlit aufgelockerte Erden & Substrate zu verwenden (z. B. Plagron Growmix, BioBizz Light Mix). Ein weiteres Problem ist die Überhitzung des Substrats, insbesondere wenn die Behälter auf dem Balkon oder der Terrasse direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Schwarze Kunststoff-Pflanztöpfe können sich so stark aufheizen, dass die Wurzeln der Pflanzen beschädigt werden.

Vorteile:

  • Niedrige Anschaffungskosten
  • In allen Größen erhältlich
  • Leicht und einfach zu transportieren
  • Lange Lebensdauer bei sachgemäßer Behandlung

Nachteile:

  • Wurzelverwicklung
  • Das Substrat überhitzt bei hohen Temperaturen

Stofftöpfe – leicht, atmungsaktiv und ideal für die Sommersaison

StofftopfStofftöpfe sind für den Anbau im Freien oft die bessere Wahl als Kunststoff. Der wichtigste Vorteil von Stoff ist seine Luftdurchlässigkeit. Die Seitenwände des Pflanztopfs bestehen aus festem Vliesstoff, der eine bessere Luftzufuhr zu den Wurzeln ermöglicht und so verhindert, dass sie sich verwickeln. Dieses Phänomen ist als „Air Pruning“ bekannt. Es stimuliert auf natürliche Weise das Wachstum neuer Feinwurzeln und fördert bei den Pflanzen die Entwicklung eines gesunden Wurzelsystems.

Stofftöpfe sind ideal für den Anbau im Freien, da sie überschüssiges Wasser problemlos ableiten und sich das Substrat darin nicht überhitzt. Außerdem lassen sie sich sehr platzsparend verstauen, und kleinere Stofftöpfe können einfach transportiert werden. Daher eignen sie sich auch für den Balkon, die Terrasse oder Orte, an denen Sie die Behälter häufig bewegen müssen. Ein kleiner Nachteil von Stofftöpfen besteht darin, dass die Pflanzen häufiger gegossen werden müssen, da das Substrat schneller austrocknet.

Vorteile:

  • Air Pruning
  • Hervorragende Drainage
  • Leicht und platzsparend
  • Das Substrat überhitzt auch bei direkter Sonneneinstrahlung nicht

Nachteile:

  • Schnelleres Austrocknen. Erfordern häufigeres Gießen
  • Lebensdauer ca. 2–4 Saisons, abhängig von der Materialqualität
  • Größere Stofftöpfe lassen sich nur schwer transportieren

Air-Pot – die Wahl der Profis

AirPotAir-Pot-Pflanztöpfe wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich. Sie haben perforierte Wände und Vorsprünge, wodurch sie aussehen, als stammten sie aus einem Gewächshaus aus dem Weltraum. Das ungewöhnliche Design hat jedoch einen Grund: Es soll ideale Bedingungen für die Entwicklung des Wurzelsystems schaffen. Wie bei Stofftöpfen kommt es auch beim Air-Pot zum Air Pruning. Das Ergebnis ist ein dichterer und gleichmäßigerer Wurzelballen als bei herkömmlichen Kunststoff-Pflanztöpfen. Auch bei Air-Pots müssen die Pflanzen daher häufiger gegossen werden. Air-Pots sind etwas teurer als andere Pflanztöpfe, bestehen jedoch aus widerstandsfähigem Kunststoff und halten einiges aus. Sie eignen sich vor allem für Grower, die genau wissen, was sie tun, und das maximale Ertragspotenzial ihrer Pflanzen ausschöpfen möchten.

Vorteile:

  • Air Pruning
  • Hervorragende Luftzirkulation und Drainage
  • Wiederverwendbar und sehr robust

Nachteile:

  • Höhere Anschaffungskosten
  • Komplexere Handhabung und Montage
  • Häufigeres Gießen

Typ des Growers

Empfohlener Pflanztopf

Warum gerade dieser?

Anfänger

Kunststoff-Pflanztopf

Einfach, günstig und verfügbar

Balkon-Grower

Stofftopf

Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und platzsparend

Anspruchsvoller Grower

Air-Pot

Ideale Bedingungen für die Wurzelentwicklung

Sommerkräuter, Salate

Stofftopf oder Kunststoff-Pflanztopf

Eine weniger ausgefeilte Lösung reicht aus

Tomaten, Chili, empfindliche Pflanzen

Stofftopf oder Air-Pot

Sie benötigen ein gesundes und kräftiges Wurzelsystem

Weitere nützliche Tipps für Grower im Freien finden Sie in unserem Higarden-Blog oder besuchen Sie uns in unserem Geschäft, wo wir Sie persönlich beraten.

Dryback meistern! Kontrolliertes Austrocknen des Substrats für Anfänger und Fortgeschrittene

Der Schlüssel zum Erfolg beim Indoor-Anbau ist das Gleichgewicht zwischen Licht, Nährstoffen und Feuchtigkeit, wobei das regelmäßige Austrocknen des Substrats ein wichtiges Zünglein an der Waage ist. Der sogenannte Dry Back ist eine Technik, bei der das Anbaumedium zwischen den einzelnen Bewässerungen kontrolliert austrocknet. Im heutigen Artikel erfahren Sie, warum der Dry Back wichtig ist und wie Sie diese Technik in Ihrer Growbox effektiv einsetzen können.

Nicht nur Anfänger stellen sich häufig die Frage, wie oft sie ihre Pflanzen bewässern sollten. Leider ist die Antwort nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Wenn Sie bereits seit einiger Zeit anbauen, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass Häufigkeit und Menge der Bewässerung maßgeblich beeinflussen, wie sich die Pflanzen entwickeln. Wenn Sie zu häufig bewässern und das Substrat ständig mit Wasser gesättigt ist, sind die Pflanzen nicht gezwungen, ihr Wurzelsystem zu erweitern, wodurch letztendlich ihre Fähigkeit zur Aufnahme von Nährstoffen abnimmt. Andererseits bilden Pflanzen jedes Mal, wenn das Substrat austrocknet, auf der Suche nach Wasser neue Wurzeln, über die sie nach der Bewässerung noch mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Pflanzen, die regelmäßig Trockenheit ausgesetzt sind, sind widerstandsfähiger, zeigen ein vitaleres Wachstum und bilden laut einigen Studien auch größere Mengen an sekundären Metaboliten (Terpenen, Flavonoiden und Wirkstoffen) als Pflanzen, die in einem konstant feuchten Medium angebaut werden.

So nutzen Sie den Dry Back

Zu verstehen, warum das regelmäßige Austrocknen wichtig ist, ist sicherlich nicht schwierig. Die praktische Anwendung der Dry-Back-Technik kann jedoch auch für erfahrene Grower eine Herausforderung sein. Zum einen speichern unterschiedliche Substrate Wasser auf unterschiedliche Weise, zum anderen wird die Geschwindigkeit, mit der das Substrat austrocknet, durch Umweltfaktoren wie Temperatur oder Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Nicht zuletzt ist auch entscheidend, in welcher Wachstumsphase sich die Pflanze gerade befindet. Für Stecklinge, ausgewachsene oder reifende Pflanzen ist jeweils ein anderer Dry Back geeignet.

  • Kokossubstrate trocknen relativ schnell aus und können gleichzeitig große Mengen Wasser aufnehmen. Außerdem ist es wichtig, dass die Kokosfasern beim Dry Back nicht vollständig austrocknen, da sie sonst ihre Wasserspeichereigenschaften verlieren. Beim Anbau in Kokos bewässern wir in der Regel höchstens einmal täglich oder seltener.
  • Erde und Erdmischungen trocknen langsam aus, und der Dry Back kann länger dauern als bei Kokos oder hydroponischen Medien.
  • Steinwolle trocknet schnell aus und kann große Mengen Wasser aufnehmen. Dadurch sind häufige Bewässerungen möglich, die durch kurze Dry-Back-Phasen unterbrochen werden. Im Hinblick auf die Steuerung der Bewässerung ermöglicht Mineralwolle eine bessere Beeinflussung des Pflanzenwachstums als andere Substrate.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie die Wahl des Substrats Ihre Pflanzen beeinflusst? Lesen Sie unseren Leitfaden zu Erden & Substraten.

drybackNeben dem Substrat ist auch das Alter der Pflanzen ein wichtiger Faktor, der den Dry Back beeinflusst. Für das vegetative Wachstum benötigen Pflanzen mehr Wasser als während der Blüte und Reife. Ein übermäßiges Austrocknen während der Wachstumsphase stresst die Pflanzen und verlangsamt ihr Wachstum. Andererseits ist es während der Blüte und Reife wünschenswert, den Dry Back allmählich zu steigern. Ein leichter Stress zwingt die Pflanzen nämlich zur Blütenbildung und fördert die Harzproduktion. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass wir während der Blüte und Reife im Anbauraum in der Regel eine niedrigere relative Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten als während der Wachstumsphase. Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur beeinflussen nämlich auch, wie schnell die Pflanzen transpirieren und Wasser aufnehmen. Wenn Sie darüber nachdenken, wie Sie den Dry Back in Ihrer Growbox einsetzen können, vergessen Sie nicht, dass es vor allem um das Gleichgewicht zwischen übermäßiger Bewässerung und dem Stress geht, den Wassermangel auf die Pflanzen ausübt.

Hat Sie der heutige Artikel interessiert und möchten Sie mehr über Indoor-Anbau sowie die neuesten Gartentechniken für den Outdoor- und URBAN-Anbau erfahren? Besuchen Sie gerne unseren higarden Blog!

Alles, was Sie schon immer über Perlit wissen wollten (Anleitung für Hydroponik und den Anbau in Erde)

a_a_a_a_a_GL_perlitePerlite ist ein vielseitiges Kultursubstrat, das sowohl beim Anbau in Erde als auch in der Hydroponik eingesetzt werden kann. Dieses Material zeichnet sich durch sein geringes Gewicht und seine Porosität aus und eignet sich als Zusatz zu Erden & Substraten oder als eigenständiges Substrat in hydroponischen Systemen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Perlite im Garten sowie beim Indoor- und hydroponischen Anbau verwenden können.

Perlite ist ein natürlich vorkommendes vulkanisches Glas, das sich bei einer Erwärmung auf etwa 850-900 °C auf ein Mehrfaches seines ursprünglichen Volumens ausdehnt. Das Ergebnis ist ein leichtes, poröses Material, das an zerkleinertes Popcorn erinnert. Perlite wird in verschiedenen Bereichen häufig eingesetzt, insbesondere bei der Kultivierung von Pflanzen, aber auch im Bauwesen, in industriellen Filtern und als Trägerstoff für Chemikalien. Perlite ist chemisch inert, steril, ungiftig und sehr stabil.

Vorteile von Perlite beim Anbau in Erde

Belüftung der Erde: Perlite ist porös und bildet in der Erde Lufttaschen, die den Wurzeln einen besseren Zugang zu Sauerstoff ermöglichen. Dadurch wird das Wurzelsystem kräftiger, widerstandsfähiger und gesünder, was sich in der Vitalität der Pflanzen zeigt.

Bessere Drainage: Perlite beeinflusst nach dem Untermischen die Wasserspeichereigenschaften der Erde. Das Substrat entwässert besser und speichert weniger Wasser, wodurch Staunässe vermieden werden kann. Dies ist besonders beim Anbau von Pflanzenarten vorteilhaft, die zu Wurzelfäule neigen.

Verhindert die Verdichtung der Erde: Beim Anbau in Blumentöpfen oder Hochbeeten verdichtet sich die Erde mit der Zeit. Aufgelockerte Erden & Substrate mit Perlite behalten ihre Wasserspeichereigenschaften länger und die Erde bleibt lange locker.

So verwenden Sie Perlite beim Anbau in Erde

Zur Belüftung der Erde in Außenbeeten: Beim Anlegen eines neuen Beets oder beim Pflanzen mischen Sie Perlite im Verhältnis 1:1 mit Erde, Torf oder Gartensubstrat.

Beim Anbau in Blumentöpfen: Mischen Sie Gartensubstrat im Verhältnis 3:1 mit Perlite. Die fertige Mischung verfügt über eine bessere Drainage als das ursprüngliche, nicht aufgelockerte Substrat.

Keimung: Perlite ist ein hervorragendes Medium zur Keimung von Samen, da es Feuchtigkeit speichert, ohne zu nass zu werden. Eine Mischung zur Keimung und Anzucht von Setzlingen stellen Sie her, indem Sie Perlite und Torf im Verhältnis 1:1 mischen. Denken Sie daran, dass weder Perlite noch Torf verfügbare Nährstoffe enthalten und junge Setzlinge bald umgepflanzt oder gedüngt werden müssen.

Perlite in der Hydroponik

Hydroponik ist eine Methode zum Anbau von Pflanzen ohne Erde, die auf nährstoffreichem Wasser (Nährlösung) und einem inerten Substrat basiert. Dabei kann es sich um Steinwolle, Blähton, Kokoserde oder eben Perlite handeln. Perlite speichert kein Wasser und eignet sich nur für bestimmte Arten hydroponischer Systeme, nämlich Tropfbewässerung (Drip), DWC, NFT, Dochtmethoden und Dutch Bucket oder das AutoPot-System. Als Substrat ist Perlite nicht für Fluttische, die manuelle Bewässerung oder andere Methoden geeignet.

Hydroponische Systeme, die Perlite als Substrat verwenden

  • AutoPot – Einzigartige selbstbewässernde Systeme für den Indoor- und Outdoor-Anbau, die keinen Stromanschluss benötigen. Das ideale Substrat für die Verwendung mit einem AutoPot-Blumentopf ist eine Mischung aus 50 % Perlite und Erde oder Kokoserde.
  • Atami Wilma – Beliebte hydroponische Systeme in verschiedenen Größen mit Tropfbewässerung für den Indoor-Anbau.
  • Terra Aquatica – Die Spitzenklasse unter den hydroponischen Systemen, die auf den Hydroponik-Pionier Wiliam Texier zurückgehen. Im Sortiment finden Sie verschiedene Arten hydroponischer Systeme für den Indoor- und Outdoor-Anbau, Anzuchtboxen für Stecklinge und Dünger.

Perlite hat einen neutralen pH-Wert und reagiert in hydroponischen Systemen nicht mit der Nährlösung. Dennoch muss es regelmäßig ausgetauscht werden, da sich in den Poren Algen ablagern können, was sich durch eine grüne Färbung an der Oberfläche bemerkbar macht. Bei der Verwendung von Perlite in Bewässerungssystemen achten Sie auf kleine Partikel und Staub, die Filter und Tropfer verstopfen können.

Möchten Sie mehr über Hydroponik und den Indoor-Anbau erfahren? Besuchen Sie unseren Higarden Blog, in dem wir Sie mit Neuigkeiten aus der Welt des Growings und nützlichen Tipps für Grower vertraut machen.

Erd- oder Kokos-Substrat? Wählen Sie das richtige für Ihren Garten!

Die Wahl des richtigen Substrats ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sie als Grower treffen. Ob Sie sich für Erde oder Kokos entscheiden, beeinflusst nicht nur die Gesundheit der Pflanzen, sondern auch die Wahl der Dünger, die Art und Häufigkeit der Bewässerung sowie viele weitere Aspekte der Pflanzenpflege. Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen die Vorteile des Anbaus in Erdsubstraten und Kokossubstraten vor und beraten Sie, welches davon Sie wählen sollten.

Erdsubstrate und Kokossubstrate haben vieles gemeinsam, bieten aber auch einzigartige Vorteile und Herausforderungen. Die Wahl des geeigneten Anbaumediums hängt letztlich vor allem von Ihren eigenen Bedürfnissen und denen Ihrer Pflanzen ab. Die Entscheidung fällt Ihnen leichter, wenn Sie sich mit den Stärken und Schwächen der einzelnen Erden & Substrate vertraut machen.

Gartenarbeit-690940_1920Erdsubstrate

Der Hauptbestandteil von Erdsubstraten (Gartensubstraten) ist Erde, die mit weiteren Bestandteilen wie Torf, Kompost, Perlit, Kokosfasern, Düngern und anderen Materialien angereichert werden kann, die ihre Eigenschaften zusätzlich verändern. Verschiedene Erdtypen können den besonderen Bedürfnissen von Pflanzen entsprechen, und Gartensubstrate eignen sich für eine große Bandbreite an Arten – von Gemüse und Obst bis hin zu Zierblumen und Kräutern.

Vorteile von Erdsubstraten

  • Hohe Nährstoffverfügbarkeit

Gartensubstrate sind reich an den grundlegenden Nährstoffen NPK (Stickstoff, Phosphor, Kalium) und Spurenelementen, die natürlicherweise im Boden vorkommen. Die Menge und Verfügbarkeit dieser Nährstoffe wird durch die Zusammensetzung des Substrats und die mikrobielle Aktivität während des Anbauzyklus beeinflusst. Manchen Erdmischungen fügen die Hersteller Dünger mit langsamer Freisetzung hinzu, die ihre Fruchtbarkeit erhöhen.

  • Reiches mikrobielles Leben

Erde ist der natürliche Lebensraum einer Vielzahl nützlicher Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen, Protozoen und anderen, die eine wichtige Rolle beim Abbau organischer Stoffe und bei der Stickstofffixierung spielen und die Verfügbarkeit von Nährstoffen für Pflanzen erhöhen. Viele Pflanzen gehen symbiotische Beziehungen mit Bodenmikroorganismen ein, beispielsweise mit Mykorrhizapilzen, die die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen verbessern.

  • Hervorragende Wasserspeicherung

Erde speichert Wasser hervorragend, wodurch die Notwendigkeit häufigen Gießens verringert wird. Die meisten Gartensubstrate enthalten neben Erde auch weitere Materialien, die die Wasserspeichereigenschaften der Mischung an die Bedürfnisse des Gärtners anpassen.

  • Ausgewogene Luftigkeit und Struktur

Hochwertige Erdmischungen speichern große Mengen Wasser und sind gleichzeitig ausreichend porös, damit Sauerstoff zu den Wurzeln gelangen kann. Erde ist schwerer als andere Anbaumedien und bietet Pflanzen auch beim Anbau in Töpfen und an windigen Standorten einen festen Halt.

  • Natürlich stabiler pH-Wert

Erde verfügt über eine natürliche Pufferkapazität und trägt dazu bei, den pH-Wert des Substrats stabil zu halten, was für die Verfügbarkeit von Nährstoffen und die allgemeine Gesundheit der Pflanzen unerlässlich ist.

  • Preis und Verfügbarkeit

Erdsubstrate sind weit verbreitet und im Vergleich zu anderen Anbaumedien häufig auch günstiger.

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a_BB_KOKOSabstractKokossubstrate

Kokossubstrate sind moderne Anbaumedien aus Kokosfasern und werden als Alternative zu klassischen Erdmischungen immer beliebter. Sie werden in verschiedenen Formen angeboten und eignen sich für eine große Bandbreite an gärtnerischen Techniken – vom Anbau in Töpfen bis hin zur Hydroponik und zu Bewässerungssystemen. Kokossubstrate sind vielseitig einsetzbar und eignen sich sowohl für den Anbau der meisten Pflanzenarten als auch für das Klonen, die Keimung und die Anzucht von Setzlingen.

Vorteile von Kokossubstraten

  • Nährstoff- und pH-neutral

Kokosfasern enthalten nur eine minimale Menge an Nährstoffen, sodass Grower den Pflanzen mithilfe von Düngern genau die Nährstoffversorgung zuführen können, die sie benötigen. Diese Präzision hilft, die Entwicklung der Pflanzen zu kontrollieren und maximale Erträge zu erzielen. Der neutrale pH-Wert von Kokossubstraten ermöglicht außerdem eine einfache Anpassung und Aufrechterhaltung des pH-Werts im optimalen Bereich für die Nährstoffaufnahme.

  • Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen und Krankheiten

In Kokossubstraten treten Schädlinge und Krankheitserreger, die normalerweise im Boden vorkommen, seltener auf. Dadurch wird das Risiko eines Befalls deutlich reduziert, was Sie vor allem in geschlossenen Anbauräumen und Growboxen zu schätzen wissen werden. Viele Kokossubstrate enthalten außerdem nützliche Pilze der Gattung Trichoderma, die Pflanzen vor schädlichen Mikroorganismen schützen.

  • Hervorragende Wasserspeichereigenschaften

Kokosfasern können bis zum Zehnfachen ihres Eigengewichts an Wasser speichern, leiten überschüssiges Gießwasser aber gleichzeitig effektiv ab. Dadurch versorgen sie die Wurzeln konstant mit Feuchtigkeit und verhindern Wurzelfäule sowie weitere Probleme, die mit Staunässe verbunden sind. Dieses Gleichgewicht ermöglicht es Growern, die Pflanzen häufiger zu gießen und zu düngen.

  • Hervorragende Belüftung

Kokossubstrate verfügen über eine poröse Struktur, die eine hervorragende Belüftung gewährleistet und dadurch eine schnelle Entwicklung des Wurzelsystems ermöglicht. Die Kombination aus guter Wasserspeicherung und hoher Belüftung unterstützt ein intensives Wachstum.

  • Pufferkapazität

Im Vergleich zu hydroponischen Systemen und Medien verfügen Kokossubstrate über eine gute Pufferkapazität und helfen, pH-Schwankungen zu stabilisieren, die Pflanzen stressen und Probleme bei der Nährstoffaufnahme verursachen können. Dadurch verzeihen sie dem Grower kleinere Fehler bei der Düngung und Bewässerung.

  • Einfache Lagerung und Handhabung

Kokossubstrate sind leicht und können zu kompakten Würfeln gepresst werden, was den Transport und die Lagerung erleichtert.

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IllustrationVergleich von Kokossubstraten und Erdsubstraten

Beim Vergleich von Kokossubstraten und Erdsubstraten lassen sich mehrere Unterschiede feststellen. Während Erde von Natur aus ein breites Spektrum an Nährstoffen enthält, die Pflanzen zur Verfügung stehen, sind Kokossubstrate in dieser Hinsicht „nährstoffleer“. Andererseits bieten Kokossubstrate bessere Wasserspeichereigenschaften und eine bessere Belüftung als Erdmischungen. Das Arbeiten mit Erde kann anspruchsvoller sein als das Arbeiten mit sauberen und leichten Kokosfasern. Berücksichtigen Sie bei der Entscheidung für ein Anbausubstrat drei Hauptfaktoren: die Umgebung, die Anbaumethode und die Pflanzenernährung.

  • Anbauumgebung

Erde: Geeignet für den Anbau im Freien sowie in Innenräumen unter künstlicher Beleuchtung, insbesondere für Pflanzen, die von mikrobieller Aktivität und einem hohen Nährstoffgehalt profitieren können, wie Tomaten, Paprika und andere.

Kokos: Geeignet für den Anbau im Freien sowie in Innenräumen unter künstlicher Beleuchtung und in hydroponischen Systemen, insbesondere für Pflanzen, die ein gut belüftetes Substrat benötigen, wie Kräuter und Zierblumen.

  • Ernährung

Erde: Beim Anbau von Pflanzen in Erdmischungen können Sie mineralische und Organische Dünger mit langsamer oder schneller Freisetzung sowie Nahrungsergänzungen verwenden. Gartensubstrate eignen sich außerdem für den biologischen und permakulturellen Anbau sowie für die Methode des „Living Soil“.

Kokos:Beim Anbau in Kokossubstraten können Sie mineralische und Organische Dünger mit langsamer oder schneller Freisetzung sowie Nahrungsergänzungen verwenden. Dünger für den Anbau in Kokos enthalten in der Regel erhöhte Mengen an Kalzium und Magnesium, oder diese Nährstoffe müssen der Nährlösung in Form des Zusatzmittels CalMag hinzugefügt werden.

  • Anbaumethode und Umgebung

Erde: Erdmischungen sind ein universelles Anbaumedium, das Sie für jede Anbaumethode verwenden können und das sich sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoor-Anbau eignet. Sie sind auch eine ausgezeichnete Wahl für den Anbau von Pflanzen in großen Pflanzgefäßen und Stofftöpfen.

Kokos: Aufgrund des schnelleren Austrocknens eignen sich Kokossubstrate besser für den Indoor-Anbau und als Medium für den hydroponischen Anbau. Beim Anbau im Freien ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu bewässern, damit die Fasern nicht vollständig austrocknen und dadurch ihre Wasserspeicherfähigkeit verlieren.

Möchten Sie mehr über die verschiedenen Arten von Anbaumedien erfahren? Lesen Sie unseren Leitfaden zu Anbausubstraten

Wie Sie ein Gartensubstrat auswählen

 In unserem vollständigen Leitfaden zur Auswahl des geeigneten Gartensubstrats stellen wir Ihnen die wichtigsten Informationen über die Zusammensetzung von Gartensubstraten und ihre richtige Verwendung vor und empfehlen Ihnen die besten Marken und Mischungen für den Anbau von Pflanzen indoor und outdoor, in Töpfen und Beeten oder unter künstlicher Beleuchtung.a_BB_ALLLIGHTKOMPLETMIXY

Gartensubstrate sind Kultursubstrate, die für den traditionellen Anbau von Pflanzen in Erde bestimmt sind. Sie werden hauptsächlich für den Anbau von Pflanzen in Töpfen indoor und outdoor oder als Erde für Beete und Gewächshäuser verwendet.

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Was enthalten Gartensubstrate?

Hersteller von Gartensubstraten passen deren Zusammensetzung so an, dass die fertigen Mischungen unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich der Wasserspeicherung, des Nährstoffgehalts oder des Säuregrads des Bodens aufweisen. 

Der Grundbestandteil jedes Gartensubstrats sind organische Materialien pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Am häufigsten handelt es sich um Torf, Kokosfasern, kompostiertes Holz und Baumrinde, Kompost, Wurmhumus und weitere Stoffe, die den Pflanzen als Quelle organischer Nährstoffe dienen.

Weitere Bestandteile sind anorganische natürliche Materialien, die für die Belüftung des Substrats sorgen, die Drainage verbessern und Feuchtigkeit speichern. Dazu gehören Perlit, Vermiculit, Blähton, Sand und weitere Materialien.

Viele Gartensubstrate sind mit Düngern angereichert, entweder mit Mineraldüngern mit langsamer Nährstofffreisetzung oder mit organischen Bodenverbesserern wie Fledermausguano, Knochen- oder Blutmehl, Luzerne oder Algenextrakten.

Weitere Bestandteile wie Kalk und Stoffe zum Ausgleich des pH-Werts, nützliche Mikroorganismen (Trichoderma, Mykorrhizapilze) oder weitere Beimischungen passen die spezifischen Eigenschaften des Substrats zusätzlich an.

Wie wählt man ein Gartensubstrat aus?a_P_Substrate

Die Auswahl des Gartensubstrats hängt vor allem vom Alter der Pflanzen und Ihrer Anbaumethode ab. Allgemein sind für Setzlinge und junge Pflanzen indoor und outdoor nicht vorgedüngte oder schwach vorgedüngte Mischungen am besten geeignet. Gartensubstrate mit einem höheren Düngeranteil eignen sich als Medium für nährstoffbedürftige Pflanzen, den Indoor-Anbau oder als Erde für Beete und Gewächshäuser. Für manche Grower kann auch der rein natürliche Ursprung aller Bestandteile der Mischung wichtig sein, beispielsweise für den organischen Anbau oder die ökologische Landwirtschaft.

 

Nicht vorgedüngte Gartensubstrate bestehen ausschließlich aus einer reinen Mischung organischer und anorganischer Materialien ohne zugesetzte Dünger. Sie eignen sich als Startmedium für die Keimung, die Stecklingsvermehrung, Setzlinge oder junge Pflanzen, die später umgepflanzt werden sollen. Beim Anbau in nicht vorgedüngten Gartensubstraten müssen die Pflanzen mit Nährstoffen in Form organischer oder mineralischer Dünger versorgt werden.

Schwach vorgedüngte Gartensubstrate, manchmal auch als „Light-Mix“ bezeichnet, enthalten nur eine minimale Menge an Nährstoffen in Form mineralischer oder organischer Dünger. Sie eignen sich entweder als Erde für junge Pflanzen, die später umgepflanzt werden sollen, oder für bewurzelte Stecklinge sowie für Grower, die ihre Pflanzen nach eigenem Ermessen und entsprechend deren Bedarf mit Nährstoffen versorgen möchten. Schwach vorgedüngte Mischungen können mit den meisten handelsüblichen Düngern und Nährstoffprogrammen kombiniert werden.

Vorgedüngte Gartensubstrate sind ausgewogene Mischungen mit einer mittleren Nährstoffmenge, die den Pflanzen je nach Art, Topfgröße und Anbaumethode für die ersten Wochen bis Monate ihres Lebens ausreicht. Sie eignen sich als Basissubstrat für den Anbau in Töpfen indoor und outdoor, in späteren Lebensphasen müssen die Pflanzen jedoch mit mineralischen oder organischen Düngern versorgt werden.

Stark vorgedüngte Substrate enthalten eine hohe Dosis an Nährstoffen in mineralischer oder organischer Form und sind nicht für Setzlinge, Stecklinge oder junge Pflanzen geeignet, da der hohe Nährstoffgehalt im Boden bei ihnen zu „Verbrennungen“ an Blättern und Wurzeln führen kann. Stark vorgedüngte Mischungen eignen sich für nährstoffbedürftige Pflanzen, als Erde für Beete oder Gewächshäuser sowie als Medium beim Indoor-Anbau unter einer hochintensiven künstlichen Beleuchtung.

Substrate für den organischen Anbau enthalten ausschließlich Materialien natürlichen Ursprungs und sind häufig für den Anbau von Pflanzen in BIO-Qualität ohne Verwendunga_BB_orgqaniccertified mit Rand mineralischer Dünger und chemischer Pestizide zertifiziert. Diese Substrate können vor- oder nicht vorgedüngt sein und eignen sich für den Anbau von Pflanzen in Töpfen indoor und outdoor oder als Erde für Beete und Gewächshäuser.

Vegane Substrate bestehen ebenso wie Substrate für den organischen Anbau ausschließlich aus natürlichen Materialien, wobei es sich nur um Stoffe pflanzlichen Ursprungs handelt. Diese Mischungen eignen sich für den Anbau in Töpfen indoor und outdoor oder als Erde für Beete und Gewächshäuser.

 Substrate für Aussaat und Keimung enthalten eine minimale Nährstoffmenge und haben eine feinere Struktur, damit sie mehr Feuchtigkeit speichern. Sie werden bei der Keimung und Stecklingsvermehrung von Pflanzen verwendet.

Spezialsubstrate sind so konzipiert, dass sie den besonderen Anforderungen bestimmter Pflanzenarten entsprechen. Dazu gehören beispielsweise Substrate für Zitruspflanzen, Orchideen, Dachgärten oder Kräuter.

 

 

Antworten auf die häufigsten Fragen zu Gartensubstraten

Können Gartensubstrate über mehrere Anbauzyklen hintereinander verwendet werden?

Verwendetes Kultursubstrat kann aufgefrischt und wiederverwendet werden, bei einem falschen Vorgehen besteht jedoch ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Krankheiten, Schädlingen oder Schimmel. Beim Indoor-Anbau ist es üblich, das Kultursubstrat nach jedem Zyklus durch neues zu ersetzen.  Beim Outdoor-Anbau in Töpfen oder Beeten kann die Erde vor dem Pflanzen durch die Zugabe von Kompost, Wurmhumus oder einer stark vorgedüngten Gartensubstratmischung aufgefrischt werden.

Benötige ich beim Anbau in Gartensubstraten spezielle Dünger?

Gartensubstrate können eine bestimmte Menge an Düngern enthalten, müssen dies aber nicht. Diese dienen den Pflanzen als Nährstoffe. Besonders beim Anbau in Töpfen verbrauchen die Pflanzen die Nährstoffe aus der Erde schnell, sodass diese nach einiger Zeit ergänzt werden müssen. Dafür gibt es verschiedene Düngerarten, von schnell wirkenden Mineraldüngern bis hin zu vollständig organischen Düngern. Die Auswahl des richtigen Nährstoffprogramms hängt von der Pflanzenart und Ihrer Anbauweise ab.

Wie oft müssen Pflanzen gegossen werden, die in Gartensubstraten wachsen?

Häufigkeit und Menge der Wassergaben für die Pflanzen hängen von vielen Faktoren ab. Allgemein gilt jedoch, dass es bei Pflanzen in Beeten Zeit zum Gießen ist, wenn die Erde bis zu einer Tiefe von einem Zoll ausgetrocknet ist. Bei Pflanzen in Töpfen lässt sich die Wassermenge im Kultursubstrat durch Anheben des Pflanzgefäßes einschätzen.

Lesen Sie auch: Trockene oder flüssige Dünger – welche sind besser für den Indoor-Anbau?

 

 

 

 

 

 

Leitfaden für Erden & Substrate

Erden & Substrate sind entscheidend für den erfolgreichen Anbau von Pflanzen – sowohl im häuslichen Umfeld als auch in der professionellen Landwirtschaft. Von traditionellen Erdmischungen über moderne Kokoserde bis hin zu Mineralwolle: Jeder Typ Kultursubstrat hat seine spezifischen Eigenschaften und Einsatzbereiche. Entdecken Sie mit uns die Vor- und Nachteile der einzelnen Erden & Substrate und finden Sie das am besten geeignete für Ihre Pflanzen.

Als Kultursubstrat bezeichnen wir ein Material oder eine Mischung für die Kultivierung von Pflanzen, das als Medium zur Speicherung von Wasser, Luft und von den Pflanzenwurzeln aufgenommenen Nährstoffen dient. Ein Kultursubstrat kann aus organischen Materialien wie Erde, Kokosfasern und Tonkügelchen (Blähton) oder aus inerten Materialien wie Perlit, Vermiculit oder Mineralwolle (Rockwool) bestehen.

Kokoserdea_BB_KOKOSabstract

Kokoserde wird aus fein zerkleinerten Kokosfasern und Kokosnussschalen hergestellt. Der Mehrwert dieses Kultursubstrats besteht darin, dass es die Vorteile von erdelosen und erdbasierten Substraten miteinander verbindet und dadurch vielseitig einsetzbar ist. Kokoserde können Sie für den Anbau in Töpfen mit manueller Bewässerung oder Bewässerungssystemen, im Freien in Beeten sowie in Gewächshäusern verwenden.

Wenn Sie Kokos als Kultursubstrat wählen, kommen Sie nicht ohne wasserlösliche Dünger zur Herstellung einer hydroponischen Nährlösung aus. Reine Kokoserde enthält selbst keine Nährstoffe und dient den Pflanzen lediglich zur Verankerung der Wurzeln, denen Sie Wasser und Nährstoffe zuführen müssen. Kokoserde speichert Wasser hervorragend und schützt die Pflanzen gleichzeitig vor Überwässerung, sodass sie auch für Anfänger als Kultursubstrat geeignet ist. Das Einzige, worauf Sie achten müssen, ist, die Kokoserde nicht vollständig austrocknen zu lassen, da sie sonst ihre Fähigkeit zur Wasserspeicherung verliert.

Vorteile: neutraler pH-Wert, fördert das Wachstum nützlicher Bakterien und Pilze, hervorragende Wasserspeicherfähigkeit, vielseitig einsetzbar

Nachteile: kein Nährstoffgehalt, minderwertige Mischungen können einen hohen Salzgehalt aufweisen, einige Kokoserde muss vor der Verwendung gepuffert werden

Rockwoola_a_a_chilli_kostky

Rockwool ist Mineralwolle, die aus geschmolzenem Basaltgestein hergestellt und anschließend zu Würfeln oder Matten geformt wird. Das Ergebnis ist ein inertes Medium, das Wasser und Luft hervorragend speichert und sich ideal für den hydroponischen Anbau, die Keimung von Samen und die Stecklingsvermehrung eignet. Standard-Rockwool wird so hergestellt, dass 18 % des Volumens auch bei vollständiger Bewässerung für Luft reserviert sind. Gleichzeitig trocknet die Mineralwolle gleichmäßig aus, sodass die Pflanzenwurzeln ständig Zugang zu Wasser haben.

Wie andere erdelose Erden & Substrate ist auch Mineralwolle frei von Nährstoffen, weshalb die Pflanzen mithilfe von Hydroponik-Düngern versorgt werden müssen. Rockwool weist von Natur aus einen hohen pH-Wert auf. Daher müssen Würfel oder Matten vor der Verwendung zunächst in einer sauren Lösung mit einem pH-Wert von 5,5 eingeweicht werden. Stellen Sie zunächst mithilfe einer Säure zur Senkung des pH-Werts den pH-Wert des abgestandenen Wassers auf den gewünschten Wert ein und spülen Sie das Medium anschließend gründlich durch. Ab diesem Zeitpunkt sollte der pH-Wert der Nährlösung 6,1 nicht überschreiten, damit die Alkalität der Mineralwolle ausgeglichen wird.

Vorteile: inertes und steriles Substrat, hohe Fähigkeit zur Speicherung von Wasser und Luft, wiederverwendbar

Nachteile: reizt bei unvorsichtiger Handhabung Haut und Augen, pH-Wert-Anpassung erforderlich, enthält keinen Kohlenstoff für mikrobielles Leben

Blähtonkulickyyy

Blähton, auch als LECA bekannt, ist ein poröses Material, das durch das Erhitzen von Ton auf eine hohe Temperatur entsteht. Er erinnert an kleine, leichte Kieselsteine, die als Beimischung zu Erde in verschiedenen Arten von Hydroponiksystemen (Run-to-Waste, DWC, NFT, Ebb and Flow, Tropfbewässerung) oder als Medium zur Verankerung von Pflanzen beim aeroponischen Anbau verwendet werden können.

Wenn Sie Blähton als eigenständiges Kultursubstrat verwenden, müssen Sie den Pflanzen alle Nährstoffe über die Bewässerung in Form von wasserlöslichen Düngern zuführen. Außerdem muss das Kultursubstrat wie bei Rockwool zunächst durchgespült und der pH-Wert der Nährlösung während des gesamten Anbauzyklus sorgfältig überwacht werden.

Vorteile: zersetzt sich nicht, pH-neutral, speichert Wasser und Nährstoffe, gute Belüftung der Wurzelzone

Nachteile: vor der Verwendung durchspülen, trocknet schnell aus, schwierige Lagerung

Perlit und Vermiculita_a_a_a_a_GL_perlite

Perlit und Vermiculit entstehen durch das Erhitzen von Gestein auf eine hohe Temperatur. Beim Perlit entsteht dabei ein strahlend weißes Granulat aus leichtem Gestein. Vermiculit hat eine etwas feinere Struktur und eine ockerfarbene Färbung.  Perlit und Vermiculit werden als Zusatz zu Garten- und Kokoserde, zur Keimung und Stecklingsvermehrung oder als Medium beim hydroponischen Anbau mit Bewässerungssystemen eingesetzt.

Perlit und Vermiculit sind inerte Erden & Substrate, bei denen die gesamte Nährstoffversorgung der Pflanzen in Form einer hydroponischen Nährlösung erfolgen muss. Vermiculit unterscheidet sich von Perlit dadurch, dass es Wasser und Nährstoffe besser speichert und sich mit der Zeit zersetzt, wodurch der pH-Wert im Bereich der Wurzelzone leicht ansteigen kann. Perlit ist widerstandsfähiger, zersetzt sich nicht und beeinflusst den pH-Wert der Wurzelzone nicht. Andererseits besitzt es nur eine minimale Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu speichern.

Vorteile: steril, nahezu oder vollständig neutraler pH-Wert, gute Luftzufuhr zu den Wurzeln

Nachteile: nicht erneuerbare Ressource, reizender Staub, kleine Partikel können Bewässerungssysteme verstopfen

Erdbasierte GartensubstrateErde

Erdbasierte Gartensubstrate sind ein traditionelles Kultursubstrat, das viele verschiedene Formen haben kann. Aussaaterden zur Keimung von Samen oder für die Stecklingsvermehrung, leichte Substrate für die ersten Lebenswochen der Pflanzen, mittelstark gedüngte und stark vorgedüngte Substrate oder Erdmischungen für den organischen Anbau. Gartensubstrate können Sie für den Anbau in Töpfen mit manueller Bewässerung oder Bewässerungssystemen, im Freien in Beeten sowie in Gewächshäusern verwenden.

Der wichtigste Vorteil von Erde als Kultursubstrat ist der natürliche Nährstoffgehalt, den die Erde bietet. Alternativ kann der Hersteller der Mischung Dünger hinzufügen, der den Pflanzen in den ersten Wochen nach dem Auspflanzen als Nährstoffversorgung dient. Beim Anbau in erdbasierten Substraten können Sie Dünger für den Anbau in Erde verwenden, einschließlich Mineralsalzen in Form einer Nährlösung, eines Pulvers oder beispielsweise von Düng pellets mit schrittweiser Freisetzung. Gleichzeitig können Sie völlig ohne Chemie mithilfe rein organischer Dünger anbauen. Dank ihrer hohen Pufferkapazität können Erdmischungen pH-Schwankungen besser ausgleichen als andere Erden & Substrate und sind daher eine geeignete Wahl für Anfänger.

Übersicht der Erden & Substrate

 

Erde und Erdmischungen

Kokoserde

Mineralwolle (Rockwool)

Blähton

Perlit

Vermiculit

Wasserspeicherung

niedrig bis hoch (je nach Mischung)

hoch

hoch

niedrig

niedrig

mittel

Porosität (Luftspeicherung)

mittel bis niedrig (je nach Mischung)

mittel bis hoch

mittel bis hoch

hoch

hoch

hoch

Nährstoffgehalt

niedrig bis hoch (je nach Mischung)

keiner bis sehr niedrig

keiner

keiner

keiner

keiner

Einsatzbereiche

Indoor, Outdoor, Bewässerungssysteme, mineralische und organische Dünger

Indoor, Outdoor, Bewässerungssysteme, mineralische und organische Dünger

Hydroponik, Keimung, Stecklingsvermehrung

Hydroponik, Keimung, Stecklingsvermehrung, als Beimischung zu Erde

Hydroponik, Keimung, Stecklingsvermehrung, als Beimischung zu Erde

Hydroponik, Keimung, Stecklingsvermehrung, als Beimischung zu Erde

Kokosanbau

Überlegen Sie, den Anbau in Kokos auszuprobieren? Heute geht es um ein beliebtes Kultursubstrat, das sich durch seine außergewöhnliche Vielseitigkeit auszeichnet und schnell zum Synonym für gesunde und kräftige Pflanzenwurzeln geworden ist. Wir besprechen die Eigenschaften und Arten von Kokossubstraten. Außerdem geben wir Ihnen Tipps für die richtige Anwendung in der Anbaupraxis. Kokossubstrate werden von immer mehr Growern auf der ganzen Welt bevorzugt. Worin liegt also ihr Geheimnis?

Inertes Kokossubstrat zeichnet sich durch tatsächlich ideale Eigenschaften für den Anbau von Kräutern, Nutzpflanzen und Blumen nahezu jeder Art aus und wird am häufigsten in der Hydroponie eingesetzt. Kokosfasern können nämlich sehr viel Wasser aufnehmen und dabei eine hohe Luftigkeit bewahren. Dadurch entstehen perfekte Bedingungen für die Entwicklung des Wurzelsystems der Pflanzen, denn die Faserstruktur speichert Wasser mit Nährstoffen (Nährlösung), die von den Wurzeln effizient aufgenommen und auf natürliche Weise verarbeitet werden...

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Die Entstehung des universellen Substrats

Die Herstellung von Kokossubstraten besteht aus der wiederholten Reinigung zerkleinerter und gesiebter Kokosfasern aus den Früchten von Palmen, die beispielsweise in Sri Lanka angebaut werden. Neben der Sterilisierung der Fasern ist auch der Prozess des Pufferung üblich.

Eigenschaften von Kokossubstraten und positive Auswirkungen auf den Ertrag

Kokosnüsse enthalten Lignine. Diese Verbindungen können die Entwicklung nützlicher Bakterien fördern, was zu einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegen verschiedenste Krankheiten und Schädlinge führt. Die Widerstandsfähigkeit der Wurzelsysteme gegen den Befall durch pathogene Bakterien und Pilze sowie der Ertrag der Pflanzen werden durch das Vorhandensein des Pilzes Trichoderma unterstützt, der Bestandteil der meisten Substrate ist. Symbiotische Pilze besiedeln die Oberfläche der Wurzeln und erhöhen dadurch das Volumen und die Kapazität des Wurzelsystems sowie dessen Fähigkeit, aufgenommene Nährstoffe zu verarbeiten. Kokossubstraten wird außerdem häufig Perlit beigemischt, um den Wurzelbereich noch stärker zu belüften. Auf dem Markt sind auch Mischungen aus Kokos und Blähton erhältlich. Wenn Sie sich ausschließlich mit einem 100 % hochwertigen Kokossubstrat zufriedengeben, probieren Sie unseren Tipp von der Marke BioNova aus.

Cocomix Plus100 % hochwertiges Kokossubstrat

Sobald die Pflanze ein kräftiges Wurzelsystem besitzt, kann sie die aufgenommenen Nährstoffe zuverlässig nutzen. Das erkennen wir ganz einfach an den oberirdischen Pflanzenteilen, die vital sind und sichtbar kräftig wachsen. Die Pflanze entwickelt sich gut, wächst schneller und bildet schöne Blüten und saftige Früchte.

Die Gründe, warum Kokos sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Anbauer ein hervorragendes Kultursubstrat ist, dürften Ihnen nun allmählich klar werden. Höchste Zeit für eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Vorteile:

  1. Kokos fördert die Entwicklung des Wurzelsystems für kräftige und gesunde Pflanzen.
  2. Kokosfasern sind äußerst umweltfreundlich und zersetzen sich in der Natur oder im Kompost leicht.
  3. Kokos schafft Raum für nützliche Mikroorganismen und „vertreibt“ pathogene Mikroorganismen hingegen unerbittlich.
  4. Kokossubstrat ist außergewöhnlich luftig und sorgt für ausreichend Sauerstoff im Wurzelbereich.
  5. Kokos bietet den Pflanzen einen idealen Säuregrad des Substrats: pH 6,0 – 6,8.
  6. Kokosfasern enthalten einen beträchtlichen Anteil an natürlicher Zellulose, Phosphor und Kalium.
  7. Kokos ermöglicht ein saubereres Gartenerlebnis, beispielsweise im Vergleich zu herkömmlicher Erde. 
  8. Kokosfasern nehmen Wasser leicht auf und eignen sich daher für die manuelle Bewässerung, speichern es jedoch nicht so stark wie Erde und sind deshalb auch für die Hydroponie geeignet. Da Kokos außerdem inert ist, eignet es sich ideal für die Hydroponie.


Recycling

Kokos hat neben der umfangreichen Aufzählung der oben genannten Vorteile noch einen weiteren praktischen Vorzug: die Möglichkeit der Wiederverwendung. Achten Sie lediglich darauf, dass das Substrat vor jedem weiteren Anbauzyklus von sichtbaren Resten abgestorbener Vegetation wie Wurzeln oder Blättern der Pflanzen befreit wird. Dieses Substrat können Sie problemlos für bis zu drei Anbauzyklen verwenden!

Zwei Verpackungsarten

Kokossubstrat wird klassisch in Säcken (meist 50 l) oder in Form von gepresstem Kokos verkauft. Dehydrierte Kokosbriketts ermöglichen eine einfache Handhabung und eignen sich auch für die langfristige Lagerung. Kokosziegel werden vor der Verwendung eingeweicht. Anschließend quellen sie auf die gewünschte Größe auf.

Praktische Tipps für den Anbau in Kokos

Zu Beginn empfehlen wir, auf das Umpflanzen zu verzichten. Ziehen Sie die Samen zunächst mithilfe von Jiffy vor und setzen Sie sie erst dann in Kokos, wenn daraus Wurzeln hervorschauen. Danach wird es für Sie, insbesondere wenn Sie gerade erst mit dem Anbau in Kokos beginnen, sicherlich einfacher sein, zunächst manuell zu bewässern. Wie bei allen Prozessen, mit denen ein Anfänger nach und nach in Kontakt kommt, müssen Sie sich auch an die Arbeit mit Kokos in Ruhe gewöhnen. Die manuelle Bewässerung gibt Ihnen die nötige Sicherheit, dass Sie die Pflanzen nicht unnötig überwässern und sie in der Wachstumsphase die Wassermenge erhalten, die sie aufnehmen können. Sobald die jungen Pflanzen ein ausreichend verzweigtes Wurzelsystem entwickelt haben, müssen Sie davor keine Angst mehr haben, denn der Anbau in Kokos verträgt dank der beschriebenen Eigenschaften auch häufigere und intensivere Bewässerung. Nach den ersten zwei Wochen kann die Bewässerungsintensität bis zur zweiten Woche der Blütephase schrittweise erhöht werden. Sollten die Blätter gelb werden oder sogar welken, verwenden Sie zu viel Wasser. Kräftige und grüne Blätter sind ein Zeichen für die richtige Bewässerungsintensität. Erhöhen Sie die Wassermengen daher immer schrittweise und beobachten Sie die Reaktionen der Pflanzen aufmerksam. In den 14 Tagen vor der Ernte reduzieren Sie die Wassermengen allmählich und lassen die Pflanzen in der letzten Phase, 2–3 Tage vor der Ernte, die verbleibenden Kräfte in die Früchte oder Blüten lenken. Kokos muss regelmäßig gespült werden.

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Ein letzter Ratschlag

Einige Kokossubstrate, wie beispielsweise Atami Coco, enthalten ausreichend Nährstoffe für die erste Woche des Anbauzyklus. Andernfalls und ab der zweiten Woche sollten Sie beim Anbau in Kokos jedoch immer eine entsprechende Nährstoffversorgung verwenden, und zwar in Form spezieller Dünger, die speziell für Kokossubstrat bestimmt sind. Gerne helfen wir Ihnen bei Bedarf bei der Auswahl des passenden Düngers und des Substrats. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns (info@higarden.de).

- Gepresster Kokos
- Dünger für Kokos

- BioNova Cocomix Plus (unsere Empfehlung)

Anbau in Stofftöpfen

Plastik- und Tontöpfe sind ein bewährter Klassiker, zu dem die meisten Grower greifen. Die Plastiktöpfe sind jedoch nicht besonders umweltfreundlich, und außerdem überhitzt das Substrat darin in der Sonne. In letzter Zeit erobern sich daher Stofftöpfe zu Recht ihren Platz auf dem Markt. Wie verwendet man sie, und welche Vorteile bieten sie?

StofftopfVorteile des Anbaus in Stofftöpfen

In einem Stofftopf bildet die Pflanze ein reiches Wurzelsystem aus. Dadurch kann sie Wasser und zugeführte Nährstoffe effizient nutzen, was einen entscheidenden Einfluss auf ihre Vitalität, Größe und den letztendlichen Ertrag hat. Wenn die Wurzel die Außenwand des Pflanztopfs beziehungsweise die Luft erreicht, lenkt sie ihr Wachstum nicht zum Boden, wie es bei gewöhnlichen Pflanztöpfen der Fall ist, wo sich anschließend ein dichtes, rundes Wurzelgeflecht bildet. Stattdessen reagiert sie mit der Verzweigung feiner Wurzelhaare und bildet dadurch im gesamten Volumen des Pflanztopfs neue Wurzelspitzen, über die die Nährstoffe in die Pflanze aufgenommen werden. Das Wurzelsystem nutzt so das gesamte Fassungsvermögen des Pflanztopfs besser aus, und die Pflanze muss nicht so häufig umgetopft werden.

Stofftopf 2

Stofftöpfe eignen sich auch hervorragend für den Anbau saisonaler Pflanzen, da sie sterilisiert und wiederholt verwendet werden können. Ein unbestreitbarer Vorteil ist außerdem, dass sie sich platzsparend lagern lassen, unabhängig davon, ob es sich um Varianten mit 4 Litern oder 50 Litern handelt. Sie können sowohl für den Anbau im Innenbereich als auch im Freien auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten verwendet werden. Sie verfügen nämlich über hervorragende thermoregulierende Eigenschaften, sodass sich das Substrat in der Sonne nicht überhitzt, wie es bei Plastiktöpfen der Fall ist. 

Eine weitere Variante des gewöhnlichen eckigen oder runden Stofftopfs sind vertikale Pflanztöpfe mit separaten Taschen. Sie sind eine hervorragende Lösung für Grower, die mit Platzmangel zu kämpfen haben – ob zu Hause oder im Garten.

Wandtopf
Pflanzenpflege – Unterschiede bei der Bewässerung

Bei der Verwendung von Stofftöpfen für den Anbau von Pflanzen gibt es zwei Besonderheiten, die Sie beachten sollten. Das Wurzelsystem ist gleichmäßig im gesamten Volumen des Pflanztopfs verteilt, daher müssen wir die gesamte Oberfläche des Substrats bewässern und nicht nur den Bereich am Stängel, wo das Wasser mehr oder weniger senkrecht zum Boden durchläuft.

Da der Stofftopf durchlässig ist und „atmet“, benötigen die Pflanzen in der Regel eine häufigere Bewässerung als in Plastiktöpfen. Andererseits besteht ein geringeres Risiko einer Überwässerung, da die verzweigten Wurzeln mehr Wasser verbrauchen und das überschüssige Wasser im Untersetzer bleibt, den wir bei Bedarf ausleeren können.

Obwohl es sich um eine Neuheit der letzten Jahre handelt, müssen Sie bei Stofftöpfen keine hohen Anschaffungskosten befürchten – die kleinsten Modelle sind bereits ab 40 Kč erhältlich. 

Leitfaden für Kokos-Erden & Substrate

a_a_a_a_a_GL_COCOkorenyukazkaSOKRAJEMKokoserde ist ein modernes Kultursubstrat aus Fasern und Schalen von Kokosnüssen, das in vielen Formen erhältlich ist und sich für eine große Bandbreite gärtnerischer Techniken eignet – vom traditionellen Anbau in Pflanztöpfen bis hin zur Hydroponik oder großen Bewässerungssystemen. In dieser Anleitung helfen wir Ihnen dabei, den passenden Typ Kokoserde für Ihre Growbox, Ihren Garten oder Ihr Gewächshaus auszuwählen.

Erden & Substrate aus Kokos gehören zu den vielseitigsten und unkompliziertesten Kultursubstraten, die Sie für den Anbau wählen können. Im Gegensatz zu Erde, bei der es schwierig ist, den genauen pH-Wert und Nährstoffgehalt im Substrat im Blick zu behalten, lassen sich diese beiden Werte in Kokoserde mit EC- und pH-Messgeräten einfach überwachen und mithilfe einer Nährstofflösung anpassen. Gleichzeitig verfügen Erden & Substrate aus Kokos über eine ausreichende Pufferkapazität und speichern Wasser sowie Nährstoffe gut, sodass sie nicht so empfindlich auf Fehler reagieren wie vollständig hydroponische Systeme. So erhalten Sie das Beste aus beiden Welten: die Sicherheit eines klassischen Kultursubstrats sowie die Geschwindigkeit und Effizienz des hydroponischen Anbaus.

DIE WICHTIGSTEN VORTEILE DES ANBAUS IN KOKOSERDE

  • pH- und nährstoffneutral: Kokosfasern enthalten von Natur aus nur sehr wenige Nährstoffe, was eine präzise Versorgung der Pflanzen erleichtert. Sie können den Pflanzen einfach genau die Nährstoffe zuführen, die sie zum jeweiligen Zeitpunkt benötigen. Außerdem lässt sich der pH-Wert im Wurzelbereich leicht anpassen, ohne den EC-Wert zu erhöhen.
  • Optimale Drainage: Kokosfasern können bis zum Zehnfachen ihres Eigengewichts an Wasser speichern und halten das Wurzelsystem der Pflanzen im Gegensatz beispielsweise zu Blähton oder Perlit, die Wasser schnell ableiten, länger mit Feuchtigkeit versorgt. Daher müssen die Pflanzen nicht allzu häufig gegossen werden. Im Vergleich zu Erde fließt das Wasser dagegen schneller ab, sodass Sie die Pflanzen deutlich häufiger bewässern und düngen können.
  • Gesunde Wurzelentwicklung: Der Anbau in Kokoserde bekommt den Pflanzenwurzeln sehr gut, da sie schneller wachsen und gesünder sind. Dies liegt an der Fähigkeit der Fasern, große Mengen an Nährstoffen, Wasser und Luft zu speichern. Wurzeln ohne Zugang zu Luft, beispielsweise in zu kompakter Erde oder einer schlecht belüfteten hydroponischen Nährstofflösung, sind meist schlecht entwickelt und von Pilzbefall bedroht.
  • Weniger Schädlinge: Viele bodenbewohnende Insektenschädlinge und Krankheitserreger gedeihen in Kokoserde nur schlecht. Außerdem enthalten Kokosfasern häufig Trichoderma-Arten, die die Pflanzenwurzeln vor anderen parasitären Mikroorganismen schützen.
  • Ökologisches und wiederverwendbares Material: Erden & Substrate aus Kokos werden aus Abfallstoffen hergestellt und können zudem mehrfach verwendet werden. Dadurch wird der CO₂-Ausstoß sowie der ökologische Fußabdruck beim Anbau erheblich reduziert.

 

Gepufferte oder ungepufferte Kokoserde

Bei der Auswahl von Kokoserde ist es sehr wichtig, zwischen gepufferter (buffered) und ungepufferter (unbuffered) Kokoserde zu unterscheiden. Beim Puffern handelt es sich um einen Prozess, bei dem Kokosfasern vor ihrer Verwendung für den Anbau von Pflanzen vorbereitet werden.  Kokosfasern enthalten in ihrer Rohform nämlich große Mengen an Salzen und gleichzeitig nur wenig Calcium und Magnesium. Beim Puffern, das aus dem Einweichen und Spülen in Wasser mit angepasstem pH-Wert besteht, werden die an die Kokosfasern gebundenen Kalium- und Natriumionen durch Calcium und Magnesium ersetzt, die Pflanzen benötigen.

Die meisten Hersteller von Erden & Substraten aus Kokos liefern bereits vorgepufferte Mischungen, die vor der Verwendung nicht weiter angepasst werden müssen. Sie müssen lediglich in Wasser oder einer Nährstofflösung eingeweicht werden. Wenn Sie Kokoserde als Beimischung zu nährstoff- und organikreicher Erde verwenden möchten, ist ein vorheriges Puffern des Materials nicht erforderlich, da das Substrat ohnehin ausreichend Calcium und Magnesium enthalten wird.

Arten von Erden & Substraten aus Kokos und ihre Verwendung

Reine Erden & Substrate aus Kokos

Erden & Substrate aus Kokos ohne Beimischungen enthalten ausschließlich Kokosfasern und Kokosfaserbruch und eignen sich als Basissubstrat für den Indoor- und Outdoor-Anbau, für den klassischen Anbau in Pflanztöpfen oder für den hydroponischen Anbau mit automatischen Bewässerungssystemen. Erden & Substrate aus Kokos enthalten nur eine minimale Menge an Nährstoffen, die den Pflanzen in Form von Düngern für den Anbau in Kokoserde zugeführt werden müssen. Kokosfasern eignen sich außerdem hervorragend als Beimischung zu Gartenerden, in denen sie die Zirkulation von Wasser und Luft verbessern.

Erden & Substrate aus Kokos mit Perlit/Blähton

Mit Perlit angereicherte Erden & Substrate aus Kokos oder Blähton verfügen über bessere Drainageeigenschaften und helfen, eine Überwässerung der Pflanzen zu verhindern. Davon profitieren vor allem Grower, die in Pflanztöpfen anbauen. Das übliche Verhältnis von Kokosfasern zu mineralischem Bestandteil beträgt in solchen Fällen in der Regel 70 % zu 30 %. Dank des schnelleren Abtrocknens des Kultursubstrats können die Pflanzen häufiger bewässert werden.

Gepresste Erden & Substrate aus Kokos

Gepresste Kokoserde, die zu festen Briketts oder Ziegeln verdichtet wird, bietet den Vorteil, dass sie die Kosten für Lagerung und Transport senkt. Das ist nicht nur für Händler, sondern auch für professionelle Anbauer von Vorteil, die große Mengen an Kultursubstrat benötigen. Gepresste Kokoserde muss vor der Verwendung in Wasser oder einer Pufferlösung eingeweicht werden, damit sich die Fasern ausdehnen. Danach können Sie sie pur verwenden oder mit weiteren Zusätzen wie Torf, Erde oder Perlit/Blähton mischen.

Matten aus Kokoserde

Anbaumatten mit Kokoserde sind vor allem für Grower praktisch, die automatische Bewässerungssysteme verwenden. Dank der präzisen und gleichmäßigen Bewässerung helfen sie, Wasser und eingesetzte Dünger zu sparen. Obwohl sie große Mengen an Wasser speichern können, bieten Anbaumatten eine ausreichende Drainage und Luftzufuhr. Dies fördert ein schnelles Wurzelwachstum ohne das Risiko von Krankheitserregern oder Pilzen. Anbaumatten können mehrfach verwendet werden.

Erden & Substrate aus Kokos mit Trichoderma

Eine Reihe von Erden & Substraten aus Kokos enthält Trichoderma, einen natürlich vorkommenden nützlichen Pilz, der sich an nahezu jede Umgebung anpassen kann. Trichoderma-Arten bilden Metaboliten, die das Wachstum anderer Mikroorganismen hemmen und dadurch Pflanzen vor parasitären Pilzen und anderen Krankheitserregern schützen. Einige Trichoderma-Arten (T. reesei) produzieren große Mengen an Cellulase, andere (T. virens) sind ausgezeichnete Mykoparasiten und können andere Pilze parasitieren, während weitere (T. harzanium) nachweislich wirksam bei der Bekämpfung von Nematoden sind.

Anbaubeutel mit Kokoserde

Praktische Pflanztöpfe mit gebrauchsfertiger Kokoserde werden vor allem von Growern im Gewächshaus und im Outdoor-Anbau geschätzt. Ein Vorteil ist die einfache Verwendung, ohne dass die Kokosfasern eingeweicht oder gepuffert werden müssen. Die Kokoserde ist in den Beuteln nicht verdichtet, sodass sie eine gute Drainage ermöglicht und Wasser hervorragend aufnimmt. Anbaubeutel können mehrfach verwendet werden.

Wie jedes Kultursubstrat hat auch Kokoserde ihre Tücken und erfordert bestimmte Kenntnisse und praktische Erfahrung. Jetzt, da Sie wissen, welchen Typ Kokoserde Sie auswählen und wie Sie ihn verwenden sollten, sind Sie bereit, mit dem Anbau zu beginnen.

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