Pilzzucht zu Hause

Speisepilze wachsen in Innenräumen nicht von allein, lassen sich aber durchaus einfach und schnell anbauen. Sie sind in unseren Breitengraden nicht nur eine beliebte Zutat in der Küche, sondern der Verzehr bestimmter Arten bringt uns zudem zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Heute erfahren Sie, wie und welche Pilze Sie zu Hause anbauen können.

Die Tschechen gehören eindeutig zu den mykophilen europäischen Völkern. Das Sammeln von Pilzen hat bei uns starke Wurzeln und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit.

Allerdings haben wir nicht immer Zeit, für unsere Lieblingsdelikatesse in den nächstgelegenen Wald zu gehen, und manchmal kommt uns auch jemand zuvor. Beim Indoor-Anbau von Pilzen in einer Growbox, aber beispielsweise auch im Keller oder in einem kleinen beheizten Gewächshaus, sichern Sie sich eine dauerhafte Versorgung mit Ihren Lieblingspilzen und sind nicht nur auf die Pilzsaison beschränkt!

image1_14

Wie funktioniert das?

Denken Sie daran, dass es bei Pilzen eine entscheidende Sache gibt: die Sterilisation des Substrats. Das optimale Mikroklima innerhalb der Growbox zeichnet sich vor allem durch eine Luftfeuchtigkeit von über 90 % aus. Dadurch wachsen Ihre Pilze zu Hause besonders gut. Bei der Temperatur kommt es stärker auf die jeweilige Sorte an, aber mit höheren Temperaturen im Bereich von 24–29 °C machen Sie zunächst nichts falsch. Etwas später können Sie die Pilze in eine kühlere Umgebung mit einer Temperatur von 5–14 °C bringen. Versuchen Sie, sich eher der unteren Grenze anzunähern. Auf diese Weise aktivieren Sie das Myzel optimal und können schon bald die erste Pilzernte erwarten. Sie kommen außerdem ohne Anbausysteme aus und müssen sich keine Gedanken über Schädlinge, Befeuchtung oder die Abluft heißer Luft aus dem Anbaubereich machen. Einige Arten benötigen für ihr Wachstum überhaupt kein Licht – solche Champignons wachsen praktisch überall. Sie begnügen sich mit lebender, aber ebenso mit abgestorbener organischer Substanz.

Austernpilze, Champignons und weitere Arten 

Nach den Erfahrungen von Growern und Hobbygärtnern lassen sich diese beiden Arten als die beliebtesten im Bereich des häuslichen Pilzanbaus hervorheben. 

Champignons sind seit vielen Jahren typische, anspruchslose Pilze, die in künstlicher Umgebung angebaut werden. Das wohl bewährteste Substrat für den Anbau von Champignons ist Perlite.

Der Austernpilz, dessen Artname sich von der Farbe seines auffälligen, an eine Auster erinnernden Huts ableitet, wird vor allem wegen seiner wohltuenden Wirkung auf den menschlichen Organismus immer beliebter. Er enthält große Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen, Sterolen und Ballaststoffen. Er unterstützt die Leber und hilft dem Körper bei der Regulierung des Cholesterinspiegels. Sie können ihn auf einem Holzscheit oder in einem Baumstumpf beimpfen. Die Austernpilzbüschel wachsen in der Regel innerhalb eines Vierteljahres heran.

Wenn Sie sich entscheiden, mit diesen Pilzarten zu beginnen, finden Sie wahrscheinlich leicht jemanden, der bereits gewisse Erfahrungen mit ihnen gesammelt hat. Wenn Sie jedoch zu den Pilzliebhabern gehören, werden Sie vermutlich mehr wollen, sobald bei Ihnen zu Hause die ersten Champignons und Austernpilze sprießen. Auch das ist kein Problem. Mit minimalem Aufwand und geringen Kosten können Sie bequem zu Hause Judasohr (Holunder-Klapperschwamm), Shiitake (Lentinula edodes), Samtfußrüblinge, Ackerlinge, Glimmerschüpplinge oder beispielsweise Korallenpilze anbauen.

image2_5

Pilze im Garten

Sie können auch Waldpilze selbst anbauen, und das sogar im Garten. Steinpilze, Pfifferlinge, Maronenröhrlinge, Schirmpilze – praktisch alles, was Ihnen schmeckt. Das ist allerdings bereits eine höhere Stufe und gelingt nicht immer. Wenn Sie ein Grundstück mit ausgewachsenen Bäumen in Waldnähe haben, ist die halbe Arbeit bereits getan, denn Pilze können sich über Sporen aus den Waldbeständen zu Ihnen ausbreiten. Sporen finden Sie häufig auch auf Brennholz.

Der Anbau von Pilzen zu Hause – ob in der Growbox, auf einem Schrank, im Keller oder im Garten – hat noch einen weiteren Vorteil. Pilze können genau in dem Moment geerntet werden, in dem sie die ideale Größe für die Verarbeitung in der Küche erreicht haben. So können wir sie später im Gegensatz zu unnötig jungen oder überreifen Pilzen wirklich in vollen Zügen genießen.

Die richtige Lagerung für maximalen Nutzen

Zum Schluss haben wir noch einen praktischen Tipp für Sie zur Lagerung von Pilzen in hermetisch verschlossenen Behältern. Wenn die Erntezeit gekommen ist, gibt es nichts Besseres, als die Pilze in einer TightVac-Unterdruckdose aufzubewahren. Sie können auch mehrere Größen anschaffen – je nach Sorte und Größe der Ernte. So behalten Pilze und Pilzchen problemlos ein Jahr oder länger hundert Prozent ihres Geschmacks und sind jederzeit griffbereit, ganz gleich, ob eine Pilzsuppe oder ein deftiges Pilzgericht auf dem Speiseplan steht. Vielleicht wissen Sie, dass Trocknen eine schonende Konservierungsmethode ist, mit der sich der überwiegende Teil der wirksamen oder sogar heilenden Inhaltsstoffe in Lebensmitteln erhalten lässt (was insbesondere bei medizinischen Pilzen von Vorteil ist). Für die Lagerung getrockneter Pilze verwenden Sie die praktischen Beutel Integra Boost, die in jedem Behälter für eine optimale Luftfeuchtigkeit sorgen.

Zögern Sie nicht, uns alles zu fragen, was Sie interessiert. Der Indoor-Anbau von Pilzen bildet dabei keine Ausnahme. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl geeigneter Produkte und freuen uns auf Ihre Fragen unter der bekannten Adresse info@higarden.de.

- Growboxen
- Perlite
- TightVac-Dosen