Rüsten Sie sich für die Herbsternte aus
Unsere Pflänzchen genießen die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen, und in der Luft liegt der Duft der reifenden Ernte. Die Ernte rückt näher, und all die investierte Mühe kann sich endlich auszahlen. Damit Sie das Maximum aus Ihrer Ernte herausholen, benötigen Sie die richtigen Werkzeuge. Wir stellen Ihnen bewährte Produkte und Tipps vor, mit denen Sie wie Profis ernten werden.
Scheren
Hochwertige Gartenscheren mit einer dünnen Spitze sollten zur Grundausstattung jedes Growers gehören. Sie können sie nicht nur bei der Ernte, sondern auch zum Beschneiden und Formen von Pflanzen oder zum Klonen verwenden. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass Papier- oder Manikürescheren in diesem Fall kein geeigneter Ersatz sind, wenn Sie nicht mit einer Entzündung des Karpaltunnels enden möchten. Für schwere Arbeiten (dicke Stängel, große Blätter) eignen sich große Gartenscheren mit Feder, bei denen Sie zwischen einer Variante mit geraden oder gebogenen Klingen wählen können. Die feine Nachbearbeitung und das Trimmen erledigen Sie am besten mit Bonsai-Scheren oder Mini Clippern.
Schutzausrüstung
Das Harz einiger Pflanzen kann bei direktem Kontakt mit der Haut eine leichte allergische Reaktion hervorrufen, die einem Brennen durch Brennnesseln ähnelt. Schützen Sie Ihre Hände bei der Ernte und beim Umgang mit Pflanzen mit Einweg-Nitril- oder Vinylhandschuhen. Empfehlenswert ist außerdem lange Bekleidung, die die Unterarme bedeckt. Wenn die Saison erfolgreich war und Sie ein richtiges Dickicht bewältigen müssen, kann sich auch ein Schutzanzug als nützlich erweisen. Zum Schluss noch unser Geheimtipp: Harz kann an jeder Oberfläche haften und lässt sich am einfachsten mit reinem Ethylalkohol von Werkzeugen, Händen oder Kleidungsstücken entfernen.
Ernte und Trimmen
Die meisten Grower verwenden nicht die gesamte Pflanze und müssen bei der Ernte die nützlichen Teile (Blüten) von den Teilen trennen, die anderweitig verwendet oder entsorgt werden (Stängel, Blätter). Beim Trimmen (Reinigen) besteht das Ziel darin, alle überschüssigen Blättchen vom Endprodukt zu entfernen. Dadurch wird die Qualität erhöht und Schimmelbildung während des Trocknens verhindert. Sie können die Blüten vor dem Trocknen (Nass-Trimmen) oder danach (Trocken-Trimmen) reinigen. In beiden Fällen erwarten Sie mehrere bis zu Dutzende Stunden Arbeit mit der Schere. Wenn Sie Ihren Rücken schonen möchten, lohnt es sich, in ein Trimmtablett zu investieren, das außerdem wertvolles Harz auffängt, das bei der Ernte von den Blüten abfällt. Für größere Grower und alle, die sich die Arbeit erleichtern möchten, gibt es mechanische Trimmer und Trimbags, die Ihnen einen großen Teil der Arbeit abnehmen.
Trocknen
Richtig getrocknete Kräuter behalten ihre Wirkstoffe, ihr Aroma und ihre heilenden Eigenschaften auch bei langfristiger Lagerung, ohne dass die Gefahr von Schimmelbildung oder Qualitätsverlust besteht. Der beste Ort zum Trocknen von Kräutern oder auch Pilzen ist ein gut belüfteter, dunkler Raum mit einer Temperatur von etwa 20 °C und einer Luftfeuchtigkeit von ungefähr 40-50 %. Achten Sie auf Staub oder andere Verunreinigungen, die das Endprodukt beeinträchtigen könnten. Praktisch sind Trockennetze, die für ein gleichmäßiges Trocknen des Materials sorgen. Wenn Sie die Ernte zu Hause verarbeiten und der unangenehme Geruch Ihre Umgebung stört, trocknen Sie die Ernte in einer Growbox, die Sie mit einem Ventilator und einem Aktivkohle-Geruchsfilter entlüften.
Lagerung
Unter den richtigen Bedingungen dauert es ungefähr zwei Wochen bis einen Monat, bis die Blüten ausreichend getrocknet und zur Einlagerung bereit sind. Wenn Sie möchten, dass Ihre Kräuter ihr Aroma behalten, empfehlen wir, sie an einem dunklen, kühlen Ort in Gläsern mit luftdichtem Deckel aufzubewahren. Diese öffnen Sie regelmäßig (mindestens einmal pro Woche) für einige Minuten, damit überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann. So verhindern Sie Schimmelbildung und den Abbau der Trockensubstanz. Für den Erhalt der Qualität ist es wichtig, dass das Pflanzenmaterial nicht vollständig austrocknet. Verwenden Sie zur Aufrechterhaltung der passenden Feuchtigkeit die Beutel Integra Boost oder Boveda.
Und noch etwas: So extrahieren Sie Harz
Einige Grower suchen ständig nach Möglichkeiten, den Genuss, den ihnen das Aroma von Kräutern bereitet, noch zu steigern. Für alle, die ein reines Terpenprofil genießen möchten, gibt es die Extraktion von Harz, mit der Sie hochwertige Konzentrate wie Rosin und weitere Produkte gewinnen können. Es gibt verschiedene Extraktionsmethoden, beispielsweise mechanisches Sieben oder die Verwendung von Lösungsmitteln (DME und weitere). Das garantiert reinste Produkt erhalten Sie jedoch durch die Wassertrennung. Dabei wird die harzreiche Trockensubstanz in kaltes Wasser eingeweicht, wodurch sich die als Trichome bezeichneten Harzdrüsen vom Pflanzenmaterial lösen. Anschließend fangen Sie sie in einer Reihe von Sieben mit mikroskopisch kleinen Öffnungen auf. Für den Anfang benötigen Sie lediglich die Beutel für die Wasserextraktion Urban Bubble Bags und einige Eimer. Wenn Sie sich das Umrühren erleichtern und das Maximum aus der Trockensubstanz gewinnen möchten, empfehlen wir, sich mit einer Waschmaschine zur Pollentrennung auszustatten.
Bedauern Sie, dass sich die Anbausaison dem Ende zuneigt und Sie am liebsten das ganze Jahr über anbauen würden? Probieren Sie die Indoor-Kultivierung von Pflanzen unter künstlicher Beleuchtung aus. Wie das funktioniert, erfahren Sie in unserem Higarden-Blog!